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Politiker begeistert über "Schokoschaukel" und "Colatunnel"

Die Kinder des St. Josef-Kindergartens stellten zusammen, was sie sich für die Ortsmitte wünschen. Die Politik will die Anregungen ernst nehmen. Der Rat beriet aber auch über andere Themen.

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Beeindruckt: Bürgermeister Heribert Kleene und seine Stellvertreterin Astrid Heymann präsentieren den "Bonbonpark". Foto: Meyer

Beeindruckt: Bürgermeister Heribert Kleene und seine Stellvertreterin Astrid Heymann präsentieren den "Bonbonpark". Foto: Meyer

Ein "Knabbergerüst", eine "Schokoschaukel", einen "Colatunnel" und noch einiges mehr wünschen sich die Kinder des Vreeser St. Josef-Kindergartens von der Gemeinde. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen haben sie einen Vorschlag für einen "Bonbonpark" gebastelt und das Modell anschließend an Bürgermeister Heribert Kleene übergeben.

Während der Ratssitzung am Mittwochabend fand dieser freundliche Worte für den Nachwuchs. Der "süße" Plan sei nicht einfach nur eine nette Idee; er sei ein konstruktiver  Beitrag zur Dorfentwicklung, lobte Kleene. Nun müsse man das Ansinnen aber auch ernst nehmen und bei den weiteren Planungen berücksichtigen, betonte Kleene. Denn: Konkret vermissen die Kinder Spielangebote im Dorf. Aus dem Rat kam bereits der Vorschlag, weitere Spielgeräte im Bereich des neuen Pflegehauses aufzustellen. Entschieden wurde darüber allerdings noch nicht. 

Pflegehaus wird am 17. Juni eingeweiht

Die Eröffnung des Pflegehauses rückt indes näher. Am 17. Juni soll es Corona-bedingt in kleinem Kreis eingeweiht werden. Auf einen Tag der offenen Tür muss die Gemeinde verzichten. Interessierte können sich jedoch für Führungen im Bürgerhaus anmelden, sagte Kleene.

Mit dem Pflegehaus rundet Vrees sein Altwerden-Konzept ab. Am Mittwoch beschloss der Rat auch die Erweiterung der dazugehörigen Kommunikationsplattform und erteilte den entsprechenden Auftrag. So sollen demnächst Veranstaltungen wie Gottesdienste oder Sportkurse per webcam direkt in die neuen Seniorenwohnungen übertragen werden.  Die Gemeinde schafft dazu 3 Kamerasysteme an, darunter ein mobiles. Finanziert werden soll das Equipment mithilfe von Fördermitteln. Entsprechende Anträge wurden bereits gestellt.

Parallel dazu baut die kleine Kommune jetzt ihr Breitbandnetz aus. Ziel ist, möglichst alle Haushalte mit einem schnellen Internet auszustatten. Die Nachfrage sei hoch, berichtet Heribert Kleene. Auch Randbereiche sollen profitieren. Im Ort errichtet die Deutsche Glasfaser dafür einen Hauptverteiler. 

Viel Verkehr: Die Hauptkreuzung in Vrees soll durch bauliche Maßnahmen beruhigt werden. Foto: WesselsViel Verkehr: Die Hauptkreuzung in Vrees soll durch bauliche Maßnahmen beruhigt werden. Foto: Wessels

Gebaut werden soll in Vrees aber nicht nur unter der Erde. Die Ortsdurchfahrt erhält demnächst eine neue Asphaltdecke. "Wahrscheinlich schon 2022", berichtete Kleene. Zugleich möchte die Gemeinde die Verkehrssituation rund um die Hauptkreuzung beruhigen. Verschiedene Vorschläge liegen auf dem Tisch. Sie reichen vom Bau eines Kreisels über die Änderung der Vorfahrtsregeln bis zur Umlenkung des Fuß- und Radverkehrs. Ein Problem haben die Vreeser allerdings: Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat  bislang keine Förderung zugesagt. Die Gespräche liefen noch, hieß es. Man wolle den Dialog mit Lingen suchen.

Gemeinde erhält Geld für Kinderbetreuung

Mit einer Gegenstimme genehmigte der Rat die Erschließung des neuen Gewerbegebietes Bischofsbrücker Weg. Zuvor hatte die Verwaltung einige Anliegerwünsche in das Konzept eingearbeitet. Sie müssen noch mit den zuständigen Behörden abgeklärt werden. Beschlossen wurde außerdem die teilweise Erneuerung des Eschweges sowie der Straße Witte Moor. Für einen Komplettausbau stünden derzeit nicht genügend  Mittel zur Verfügung, schränkte Heribert Kleene ein.

Auf einen anderen Geldregen hofft der Bürgermeister trotzdem: Der Landkreis Emsland will den Kommunen für die defizitäre Kinderbetreuung 10 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Er hatte im Coronajahr 2020 einen entsprechenden Überschuss erwirtschaftet. Pro Kind sollen einmalig 500 Euro ausgezahlt werden. Für Vrees wären das zwischen 40.000 und 45.000 Euro, berichtete Kleene.

Dass nicht nur die Kinder sich für die Entwicklung ihres Wohnortes interessieren, zeigte auch der Zustandsbericht zur Dorferneuerung. Die virtuellen Sitzungen des Arbeitskreises seien mit bis zu 50 Teilnehmern sehr gut besucht, hieß es. Das nächste Dorfgespräch soll am 31. Mai stattfinden. 

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