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Poetry-Slam in Lohne schnuppert Freiluft

Die Veranstaltung wird von der Kirchengemeinde St. Gertrud um Kaplan Alexander Senk organisiert. Mit dabei sind erfahrene Slammer und auch Einsteiger.

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Hoffen auf gutes Wetter am 4. September: Slammer Paulus Götting (von links), die Organisatoren Benedikt Feldhaus und Alexander Senk, sowie Slammerin Anna-Karina Thole. Foto: Kessen

Hoffen auf gutes Wetter am 4. September: Slammer Paulus Götting (von links), die Organisatoren Benedikt Feldhaus und Alexander Senk, sowie Slammerin Anna-Karina Thole. Foto: Kessen

Die Planungen sind in vollem Gange: Am 4. September (Freitag) um 19 Uhr, wird vor der Kneipe "Volldampf" in Lohne ein Poetry-Slam als Open-Air-Veranstaltung stattfinden. Das Event organisiert die katholische Kirchengemeinde St. Gertrud und dessen Kaplan Alexander Senk.

"Bis zu 7 Slammerinnen und Slammer werden in dem Wettbewerb auftreten", erzählt Senk. Eigentlich hätte das Event schon im März stattfinden sollen, aber auch hier hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt seien sie aber mitten in den Vorbereitungen: Im Vorfeld des Slams würden sich die Teilnehmer zu mehreren "Schreibwerkstätten" treffen, bei denen an den Texten für den Auftritt gefeilt werde. Darunter seien Slammer mit Bühnenerfahrung, aber auch Einsteiger, die nun zum ersten Mal bei einem Slam mitmachen, berichtet der Kaplan.

Thema des Slams: "Freiheit" und "Frei sein"

Einer der erfahreneren Teilnehmer ist Paulus Götting aus Vechta. Er hat vor 2 Wochen den Stoppelmarkt-Poetry-Slam gewonnen und sagt: "Es macht Bock sich mit den Leuten zu treffen und sich inspirieren zu lassen". Anna-Karina Thole aus Lohne, die ebenfalls auftreten will, berichtet von einer gewissen Leidenschaft in den Texten: "Diese Leidenschaft will man an die Zuschauer weitergeben". Thematisch orientiert sich der Poetry-Slam an "Frei sein" und "Freiheit". Dabei seien den Teilnehmern getreu dem Thema "keine Grenzen gesetzt", betont Senk.

"Wir wollen in der Kirchengemeinde ein Angebot für die Millennials schaffen."Alexander Senk, Kaplan der katholischen Kirchengemeinde St. Gertrud Lohne

Alexander Senk erzählt, wie er dazu gekommen ist, einen Poetry-Slam zu veranstalten: "Wir wollen in der Kirchengemeinde ein Angebot für die Millennials schaffen". Damit seien Personen gemeint, die zwischen und 1980 und 2000 geboren sind. Deshalb wurde die Initiative "FREI" ins Leben gerufen: Unter diesem Netzwerk sollen in Lohne die Millennials angesprochen werden. Im Rahmen des Projektes "FREI" habe er sich Gedanken gemacht, welche Angebote zurzeit in Lohne noch nicht etabliert sind. "Da habe ich mich dann von den Poetry-Slams aus Vechta von Benedikt Feldhaus und Peter Havers inspirieren lassen", erklärt der 32-Jährige.

Unterstützung durch Benedikt Feldhaus

Der Kaplan, der seit ungefähr einem Jahr in Lohne tätig ist, habe  den Poetry-Slam als ein "cooles Format" kennengelernt. "Ich nutze Slam-Texte auch ganz gerne mal für Gottesdienste", sagt Senk. Beim ersten Poetry-Slam in Lohne ist auch Benedikt Feldhaus vom Bischöflich Münsterschen Offizialat (BMO) Vechta unterstützend dabei. "Als Referent des BMO für den Bereich junge Erwachsene bin ich Ansprechpartner für die Kirchengemeinden in solchen Fragen". Hinzu komme, dass er durch diverse, zusammen mit Peter Havers selbst veranstalte Poetry-Slams, schon gute Erfahrungen in der Szene vorweisen könne.

Nicht nur für die Planungen, sondern auch für die Moderation des Abends sind Senk und Feldhaus zuständig. "Wir führen durch das Rahmenprogramm, tragen aber auch selber Texte vor", erklärt Senk. Diese seien aber nicht Teil des Wettbewerbs zwischen den Slammern. Feldhaus erklärt, die Zuschauer hätten am Ende die Möglichkeit über Handzettel für ihren Favoriten zu stimmen. "Für den Gewinner gibt es auch einen Preis, den wir jetzt aber noch nicht verraten möchten", schmunzelt Senk.

Veranstaltung ist kostenlos

Die Veranstaltung sei kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich, sagt Kaplan Senk. Bei schlechtem Wetter könne die Veranstaltung kurzfristig nach drinnen verlegt werden. Bewirtet werden würden die Zuschauer komplett von der Kneipe "Volldampf". Die bekannten Corona-Regeln der Gastronomie würden gelten; daher wird auch darum gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. "Der Poetry-Slam soll der Auftakt für einen launigen Abend sein", wünscht sich Senk und hofft auf viele Zuschauer.


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