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Platz neben der Ortsfeuerwehr Vechta ist reserviert

Für den Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale und der Einsatzleitstelle muss der Bebauungsplan geändert werden. Ein Beschluss des Kreistages steht noch aus.

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Kreiseigene Einrichtungen: Die Feuerwehrtechnischen Zentrale und die Einsatzleitstelle sollen den Standort in der Innenstadt verlassen und neben dem Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Vechta angesiedelt werden. Ein Beschluss für den Neubau steht noch aus. Foto: Speckmann

Kreiseigene Einrichtungen: Die Feuerwehrtechnischen Zentrale und die Einsatzleitstelle sollen den Standort in der Innenstadt verlassen und neben dem Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Vechta angesiedelt werden. Ein Beschluss für den Neubau steht noch aus. Foto: Speckmann

Die Stadt Vechta ebnet den Weg für den Umzug der Feuerwehrtechnischen Zentrale und der Einsatzleitstelle des Landkreises Vechta. Der Ausschuss für Umwelt, Planung und Bauen hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Änderung des Bebauungsplans ausgesprochen, damit der Neubau an der Oldenburger Straße, direkt neben dem Feuerwehrhaus, entstehen kann. Das Gelände ist bereits reserviert.

Wann die beiden Einrichtungen innerhalb der Kreisstadt umgesiedelt werden, ist unklar. "Wir können im Moment noch keine Aussagen zu den Kosten und einem möglichen Baubeginn treffen", erklärt Pressesprecher Jochen Steinkamp auf Anfrage. Die Planung werde derzeit durch das Architekturbüro in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung erstellt und anschließend den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.

Dass ein Neubau notwendig ist, hat der Kreistag bereits im Juni 2019 per Beschluss festgehalten. Daraufhin hat die Verwaltung eine europaweite Ausschreibung zur Auswahl des Planers durchgeführt. Diese konnte noch im September abgeschlossen werden. Der Kaufvertrag für das städtische Grundstück zwischen Mohnweg und Distelweg wurde Anfang 2020 unterzeichnet.

Am alten Standort fehlt der nötige Platz 

Im Herbst 2018 war die Verwaltung davon ausgegangen, dass der Neubau rund 7 Millionen Euro kosten könnte. Eine Sanierung der alten Gebäude wurde damals auf 6,05 Millionen Euro geschätzt. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass der Platz für eine möglicherweise erforderliche Erweiterung fehle und die Verhältnisse trotz des erfolgten Auszugs der Feuerwehr eng seien. Allerdings: Wie aktuell die Summe von 7 Millionen Euro heute ist, ist unklar.

Nach Angaben der Behörde entsprechen die Gebäude an der Ecke Oldenburger Straße/St.-Florian-Straße nicht mehr dem Stand der heutigen Technik. Eine Sanierung wird nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Platzbedarfs als unwirtschaftlich erachtet. Aus diesem Grund soll der neue Gebäudekomplex entstehen. Mit dem Umzug wird die Nähe zur Ortsfeuerwehr Vechta wiederhergestellt. Sie ist 2018 an den Stadtrand verlagert worden.

25 Meter hoher Schlauchturm inklusive

Wie der städtische Fachdienstleiter Wolfgang Heuser in der Sitzung des Fachausschusses erläuterte, soll die Einsatzleitstelle südlich des Feuerwehrhauses entstehen. Dahinter soll die Feuerwehrtechnische Zentrale inklusive eines 25 Meter hohen Schlauchturms und einer Mobilfunkanlage ihren Platz finden. Im östlichen Teil des 1,4 Hektar großen Plangebietes wird Platz für eine mögliche Fahrzeughalle freigehalten. Dafür gebe es aber noch kein Konzept, so Heuser.

Die Feuerwehrtechnische Zentrale ist für sämtliche Ortsfeuerwehren aus dem Landkreis Vechta von Bedeutung. Sie dient zur Unterbringung, Pflege und Prüfung von Fahrzeugen, Geräten und Materialien. Hier finden auch Lehrgänge für die Feuerwehrleute statt. Für diese Aufgaben werden Fahrzeug- und Gerätewerkstatt, Schlauchlager mit Pflegeeinrichtung, Atemschutzwerkstatt mit Übungsstrecke, Funkwerkstatt sowie Lager- und Arbeitsräume benötigt.

Die Einsatzleitstelle nimmt im Rahmen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr die Annahme von Notrufen aus der Bevölkerung entgegen. In der Einrichtung laufen auch die Signale von Brandmeldeanlagen auf. Die Mitarbeiter sind für die Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdiensten sowie die Unterstützung der Einsatzkräfte, zum Beispiel durch das Lenken zum Einsatzort, zuständig. Diese Einrichtung ist das ganze Jahr rund um die Uhr besetzt.

Noch keine konkreten Pläne für eine Nachnutzung

CDU-Ratsfrau Dr. Christa Kiene-Schockemöhle, zugleich Mitglied des Kreistages, begrüßt die Verlagerung von Feuerwehrtechnischer Zentrale und Einsatzleitstelle an den Standort der Ortsfeuerwehr. Sie erinnerte daran, dass es damals "haarige Diskussionen" im Kreistag gegeben habe, denn es habe auch Begehrlichkeiten aus anderen Kommunen gegeben. Insofern könne Vechta froh sein, dass die Einrichtungen wieder einen gemeinsamen Platz finden würden.

Unklar ist derzeit noch, was nach der Umsiedlung mit dem alten Standort passieren soll. Auf Nachfrage von Ausschussmitglied Ulrich Vatterodt (SPD) wies Fachbereichsleiterin Christel Scharf darauf hin, dass sich die Grundstücke an der Oldenburger Straße/St.-Florian-Straße im Eigentum von Stadt und Landkreis befänden. Eine Planung für den Bereich gebe es noch nicht, der Standort würde sich aber sicherlich für eine Wohnbebauung eignen.

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