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Platz für 95 Kinder: Spatenstich für neue Kita in Garrel

Bis 31. Juli 2023 muss der erste Bauabschnitt fertiggestellt sein, sonst gibt es kein Geld vom Land. Der erste Schritt wurde jetzt mit dem Spatenstich für die Garreler Kita "In der Marsch" gemacht.

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Spatenstich: Michaela Schwerter (von links), Bernd Nordmann, Günther Busch, Carsten Blanke, Thomas Höffmann, Holger Ossowski, Carl-Matthias Wilke, Barbara Ecker, Irina Bischel und Karl-Heinz Focken freuen sich auf den Baustart. Foto: Hoff

Spatenstich: Michaela Schwerter (von links), Bernd Nordmann, Günther Busch, Carsten Blanke, Thomas Höffmann, Holger Ossowski, Carl-Matthias Wilke, Barbara Ecker, Irina Bischel und Karl-Heinz Focken freuen sich auf den Baustart. Foto: Hoff

Das Ziel ist gesetzt: Ab Spätsommer 2023 sollen die ersten Kinder auf dem etwa 5600 Quadratmeter großen Feld toben, spielen, malen, basteln, experimentieren, matschen, essen oder schlafen: Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann, Architektin Michaela Schwerter, Bauleiter Bernd Nordmann, Bauunternehmer Günther Busch, Bauamtsmitarbeiter Carsten Blanke, Pfarrer Holger Ossowski, stellvertretender Kirchengemeinderatsvorsitzender Carl-Matthias Wilke, Barbara Ecker, Irina Bischel (beide Kirchengemeinderat) und Erster Gemeinderat Karl-Heinz Focken setzten jetzt den ersten Spatenstich der Kindertagesstätte "In der Marsch", die Platz für drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen bieten soll.

Zum 31. Juli 2023 sollen zunächst die beiden Krippengruppen ihren Betrieb aufnehmen. "Wir hoffen auf Fördergelder vom Land Niedersachsen", erklärt Focken. Dafür sei es wichtig, dass bis zu diesem Stichtag die Kleinsten in der sonst fünfgruppigen Einrichtung bereits betreut würden. Aus diesem Grund werde der Bauabschnitt der Krippe vorgezogen. Für die finanzielle Unterstützung vom Land sei es das A und O, dass die Betriebserlaubnis bis dahin vorliege. "Die Kinder müssen sowohl drinnen als auch draußen spielen können, alles muss eingezäunt sein", weiß Michaela Schwerter vom Architektenbüro Bramlage und Schwerter. Wann die gesamte Einrichtung fertiggestellt sei, könne noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. "Zwar wird die Krippe früher fertig, aber der Kindergarten soll dann schnellstmöglich auch eröffnet werden."

Kita zeichnet sich durch nachhaltige, energetische Bauweise aus

Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro. Die Gewerke für den geschlossenen Rohbau wurden bereits ausgeschrieben und die Aufträge vergeben. Für den Innenausbau geht es in den nächsten Monaten weiter. Die Kita zeichnet sich durch nachhaltige, energetische Bauweise aus, besonderes Highlight neben dem Raumkonzept: die Erdwärme-Heizung und die Photovoltaik-Anlage inklusive eines Stromspeichers. Der herkömmliche Gasanschluss entfällt somit.

Der Grundriss des zweiflügeligen Gebäudes ist mit separaten Eingängen für Krippe und Kindergarten konzipiert. Neben den Gruppen- und Kleingruppenräumen sowie Bereichen für Rückzugsmöglichkeiten gibt es auch einen 60 Quadratmeter großen Bewegungsraum und eine 40 Quadratmeter große Cafeteria. Während 350 Quadratmeter für die 30 Krippenkinder vorgesehen sind, werden die drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Jungen und Mädchen auf 950 Quadratmetern verteilt. Möglichkeiten für Musik-, Sprach-, oder therapeutische Räume wurden berücksichtigt. Der Spielplatz für die Kindergartenkinder umfasst knapp 1700 Quadratmeter, den Krippenkindern stehen mehr als 400 Quadratmeter zum Toben zur Verfügung.

Über mögliches Verkehrskonzept muss noch beraten werden

Nachdem sich im Vorfeld Anlieger der Straße "In der Marsch" um die verkehrliche Anbindung Sorgen gemacht hatten (OM-Medien berichtete), hatte die Verwaltung die entsprechenden Planungen angepasst. Es wurde eine Erschließungsvariante erarbeitet, die in dem Kreuzungsbereich "Zum Auetal/In der Marsch/Vor dem Forde" einen Mini-Kreisel mit Anbindung aller vier Straßenäste vorsieht. Durch eine südliche Verschwenkung der Straße "In der Marsch" entsteht direkt vor dem Kindergartenneubau die Möglichkeit, Elternparkplätze als Einbahnstraße anzulegen. Zudem wird durch eine Fahrbahneinengung inklusive Aufpflasterung die Straße "In der Marsch" für den Durchgangsverkehr unattraktiv und die Geschwindigkeit reduziert. Letztlich muss aber noch der Rat über diese Variante entscheiden.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Garrel wird sich als Träger für das pädagogische Konzept der neuen Kita verantwortlich zeigen. Sie soll allen Interessenten, gleich welcher Konfession offen stehen. Welchen Namen die neue Kindertagesstätte tragen wird, steht noch nicht fest. Das soll zusammen mit der Kita-Leitung erarbeitet werden. "Zu dem jetzigen Zeitpunkt ist es aber noch zu früh, jemanden einzustellen. Wir werden beizeiten das Bewerbungsverfahren starten", erklärte Pfarrer Holger Ossowski. 

Sobald die Kita "In der Marsch" ihren Betrieb aufgenommen hat, soll die Übergangslösung auf dem Tweel aufgelöst werden. Dort sind aktuell in dem alten Kindergarten zwei Gruppen untergebracht, ab 1. August wird noch eine neue Krippengruppe eingerichtet.

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