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Plastikfreies Cloppenburg: Grundschüler basteln Testbehälter

Wie kann man im Schulalltag Plastik vermeiden? Schülerinnen und Schüler der St.-Augustinus-Grundschule haben in der "Plastik-AG" eigene Ideen entwickelt und umgesetzt.

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Die Handgriffe sitzen: Zwei Schülerinnen der St.-Augustinus-Grundschule basteln Testbehälter.  Foto: Niemeyer

Die Handgriffe sitzen: Zwei Schülerinnen der St.-Augustinus-Grundschule basteln Testbehälter.  Foto: Niemeyer

100 Tüten haben die Schülerinnen und Schüler der Plastik-AG an der Grundschule St. Augustinus in Cloppenburg schon geschafft, 200 sollen es insgesamt werden. Aus alten Milchtüten stellen die Zweitklässler kleine Behälter für die Corona-Tests her, die sie jeden Morgen mit in die Schule bringen müssen. Stolz erklären die Schüler, dass sie die ganze Grundschule mit den Behältern versorgen. 

Die Schulsozialarbeiterin Kristina Kroschok und FSJlerin Jessica Struckmeier leiten die Arbeitsgruppe seit Beginn des Schuljahres. Gebildet wurde sie im Rahmen des Schulwettbewerbs "Plastikfreies Cloppenburg". Die Gruppe trifft sich einmal in der Woche. "In der ersten Stunde haben wir den Kindern erklärt, warum es wichtig ist, Müll zu vermeiden", erklärt Kroschok. Danach wurden die Ideen der Kinder gesammelt, wie sie im Schulalltag Müll vermeiden können. Schnell kamen die Schüler dabei auf die Plastiktüten für ihre Corona-Tests.

Schüler gestalten Behälter individuell

Bevor sie in die Schule kommen, müssen sich die Kinder jeden Morgen auf das Coronavirus testen. Die Testkassette hatten sie zuvor meist in Plastiktüten mit in die Schule gebracht, sagt Kroschok. Jeden Tag landeten deshalb viele der Plastiktüten der 200 Schüler in der Mülltonne. Und auch die Idee, Milchtüten wiederzuverwerten und daraus die Behälter zu basteln, kam von den Kindern, erklärt Struckmeier.

Den Bastelplan haben Kroschok und Struckmeier entwickelt. Sind die Behälter einmal fertig, können die Kinder sie individuell gestalten, zum Beispiel, indem sie ihre Namen darauf schreiben und sie anmalen. 

Foto: NiemeyerFoto: Niemeyer

Auch die St.-Andreas-Grundschule hat sich mit dem Thema Plastikmüll beschäftigt. In einem ersten Projekttag lernten die Kinder aus den ersten beiden Jahrgängen die Mülltrennung kennen, teilt die Schule mit. Die Schülerinnen und Schüler stellten dabei fest, wie viel Plastikmüll anfällt. Erste Ideen zur Verbesserung der Mülltrennung in der Schule und zu Hause wurden ebenfalls gesammelt.

Sinnvoller Einsatz von Plastik erforscht

In den Jahrgängen drei und vier beschäftigten sich die Kinder unter anderem mit ihrer eigenen Schultasche und untersuchten deren Inhalt auf den Plastikanteil. Aber auch zum sinnvollen Einsatz von Plastik wurde intensiv geforscht. Die Kinder fanden zum Beispiel heraus, dass Plastik auch bruchfest und stabil ist, dass es besonders leicht ist und Vorteile beim Transport hat sowie wiederverwendbar ist.

Die Schüler der Plastik-AG an der St.-Augustinus-Grundschule treffen sich noch zweimal, bevor sich die Gruppe neu bildet. Kroschock und Stuckmeier haben auch schon eine Idee, was die künftigen Mitglieder machen könnten: Bio-Baumwollbeutel bedrucken – mithilfe von Kartoffeln und Tusche. Sind die Beutel einmal fertig, sollen die Kinder sie in der Innenstadt verteilen. 

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