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Planspiel: Junge Finanzexperten der OBS Bösel checken nun Finalchancen

Die "Landesbank Bösel" ist eines von 634 Teams aus Deutschland und Europa, das die Einladung des Bankenverbandes angenommen hat. 20 Gruppen kommen in die Endrunde.

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Fit fürs Finale: Moritz Eilers, Daniel Meyer, Leon Scheper und Bastian Schnieders (von links) freuen sich auf die Endrunde. Foto: Claudia Wimberg

Fit fürs Finale: Moritz Eilers, Daniel Meyer, Leon Scheper und Bastian Schnieders (von links) freuen sich auf die Endrunde. Foto: Claudia Wimberg

Souverän sind sie durch den Finanzdschungel gesurft und freuen sich nun aufs Finale: Die „Landesbank Deutschland“ aus Bösel vertritt dabei als einziges „Kreditinstitut“ die niedersächsischen Farben. Die Bundeshauptstadt als Ort der Endrunde bleibt dem vierköpfigen Team der Böseler Oberschule zwar coronabedingt verwehrt. Der Motivation, mit der Moritz Eilers, Leon Scheper, Daniel Meyer und Bastian Schnieders antreten, tut diese Tatsache jedoch keinen Abbruch. „Wenn man es versteht, macht es richtig Spaß“, kommentiert Leon das Schulbankenspiel, bei dem er und seine Kollegen sich online und per Videokonferenz erfolgreich behaupten.

Neben dem Quartett der zehnten Abschlussklassen haben sich rund 2600 Jugendliche in 634 Gruppen aus Deutschland, Italien, Spanien und der Schweiz auf den Finanzsektor begeben. Die Teilnehmer der Jahrgänge neun bis 13 führen eigenständig eine Bank mit Filialen, beobachten Kurse, kaufen Aktien, analysieren die Wirtschaftslage, prüfen die Gewinn- und Verlustrechnung und haben dabei auch die Konkurrenz im Blick.

Angefangen mit einem Startkapital von 55 Millionen Euro, ist die Bilanzsumme in den sechs zu absolvierenden Runden unter Einhaltung der Regeln der europäischen Zentralbank auf 99 Millionen gesteigert worden. „Ziel ist es, dass sich die jungen Leute für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren“, sagt Pädagogin Iris Meyer, die das Projekt begleitet und zum Auftakt noch vier Gruppen aus ihrer Schule begrüßen konnte.

Team erwartet mehr Schwankungen und Unruhe

Zum zehnten Mal sind Böseler Schüler beim Planspiel des Bankenverbandes dabei, 2014 stand bereits ein Team im Finale. Großes Lob auch von Oberschulrektorin Dorothea Kuhlmann-Arends, die ihren Finanzexperten weiterhin den erforderlichen Weitblick und ein strategisches Geschick wünscht, um sich zwischen 18. und 24. März unter den insgesamt 20 Finalteams zu behaupten. Fünf der sechs bestandenen Durchgänge seien hinsichtlich der Konjunkturlage eher entspannt verlaufen, berichten die „Landesbanker“. Das werde sich vermutlich deutlich ändern und die vier Vorstände erwarten „mehr Schwankungen und Unruhe und wenige Aufträge für Unternehmen.“

Dass aus dem Spiel Ernst wird und das Bankensystem auch beruflich infrage kommt, können sich die jungen Männer zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, aber sehen die virtuelle Variante als wertvolle Erfahrung durch „learning by doing.“

Noch mal Gas zu geben, lohnt sich auf jeden Fall. Mit 4000, 3000 und 2000 Euro sind die ersten drei Plätze dotiert, die für eine Investition in der Schule vorgesehen sind. Doch auch die Teams gehen nicht leer aus und erhalten 500, 400 oder 300 Euro, die sie unter sich aufteilen.

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