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Pläne für neues Wohn- und Geschäftshaus in Vechta liegen vorerst auf Eis

Auf dem Eckgrundstück Falkenrotter Straße/Falkenweg in Vechta wütet die Abrissbirne. Vor einer erneuten Bebauung soll die Fläche zunächst als Parkplatz dienen.

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Zwei Gebäude werden dem Erdboden gleichgemacht. Die August Siemer Immobilien GmbH & Co. KG strebt eine städtebaulich sinnvolle Nachnutzung des Grundstückes an. Foto: Scholz

Zwei Gebäude werden dem Erdboden gleichgemacht. Die August Siemer Immobilien GmbH & Co. KG strebt eine städtebaulich sinnvolle Nachnutzung des Grundstückes an. Foto: Scholz

Auf dem Eckgrundstück Falkenrotter Straße/Falkenweg in Vechta wütet die Abrissbirne. 2 Wohn- und Geschäftshäuser werden dem Erdboden gleichgemacht. Der Abriss der alten Immobilien ist nur eine Sache von wenigen Tagen – die Planung für die künftige Gestaltung und Bebauung des innenstadtnahen und damit durchaus attraktiven Grundstückes nimmt weitaus mehr Zeit in Anspruch.

Die Firma August Siemer Immobilien möchte an dem Standort ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichten. Entsprechende Pläne bestehen bereits seit längerer Zeit, sind aber wieder auf Eis gelegt worden, sagt Geschäftsführer Dr. Stephan Siemer auf Anfrage. Grund seien die Corona-Pandemie und damit verbundene Planungsunsicherheiten bei der Schaffung von neuen Büroflächen. Das Grundstück soll nun vorerst als Parkplatz für den umliegenden Einzelhandel dienen.

"Auf lange Sicht würden wir die alten Gebäude gerne städtebaulich sinnvoll ersetzen", so Siemer weiter. Er hofft bei seinem Vorhaben auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Vechta, denn aus planungsrechtlicher Sicht bestehen noch Hindernisse. Nach dem aktuellen Bebauungsplan wäre bei einem Neubau die Nutzung für Wohnzwecke in dem von Einzelhandel und Dienstleistungen geprägten Gebiet nicht möglich. Die bisherigen Wohnungen hatten noch Bestandsschutz.

Geschichtsträchtiges Gebäude

Das Gebäude am Falkenweg 2 stammte aus dem Jahr 1924 und war durchaus mit Tradition behaftet, wie der Immobilieneigentümer berichtet. Hier war einst die Wirtschaft von Anton Linnemann angesiedelt. Hier lag somit der Ursprung des heutigen Ausschanks im "Bermudadreieck" auf dem Stoppelmarkt. In den Folgejahren wechselten die Mieter mehrfach. Zuletzt befand sich ein Lebensmittelhandel in den Räumen.

Eine Sanierung der "Alten Wirtschaft" kam für Siemer aufgrund des baulichen Zustandes nicht mehr in Betracht. Dies gilt auch für das benachbarte Haus an der Falkenrotter Straße 66. Es wurde Ende der 1960er Jahre errichtet. Zu den letzten Mietern gehörte das Sanitätshaus Bödeker. Sowohl die gewerblichen Räume als auch die Wohnungen im Obergeschoss standen zuletzt leer.

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