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Pflanzaktion: Friesoythes "Grüne Lunge" bekommt Zuwachs im Stadtpark

75 neue Sträucher sollen der Tierwelt im Friesoyther Stadtpark Schutzraum und den Menschen was fürs Auge geben. Weitere Sträucher werden folgen.

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Bei der Arbeit: Bauhofsleiter Dustin Schütte sowie Konrad Thoben und Norbert Rehring von der Nabu-Ortsgruppe Friesoythe setzen gemeinsam mit Bauhofmitarbeitern 75 Sträucher im Friesoyther Stadtpark. Foto: Stix

Bei der Arbeit: Bauhofsleiter Dustin Schütte sowie Konrad Thoben und Norbert Rehring von der Nabu-Ortsgruppe Friesoythe setzen gemeinsam mit Bauhofmitarbeitern 75 Sträucher im Friesoyther Stadtpark. Foto: Stix

Der Stadtpark ist Friesoythes "Grüne Lunge", ein Pausen- und Erholungsraum, Joggingstrecke, Spazierweg und Spielplatz für viele Friesoyther und ihre Kinder. "Für Menschen bietet der Park viele Möglichkeiten", sagt Norbert Rehring vom Vorstand der Friesoyther Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). "Aber für Tiere könnte man noch mehr machen, es fehlt die Strauchschicht, die viel Schutzraum für Tiere gibt."

Damit wird es demnächst vorbei sein. Gemeinsam mit der Stadt und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs hat der Nabu jetzt in einem ersten Schritt 75 Sträucher gepflanzt, die am Boden Rückzugsorte für die Tiere bieten sollen. "Wir setzen die Büsche an Orten, wo sie – beispielsweise beim Blühen – auch für die Menschen schön anzusehen sind und damit den Erholungswert weiter steigern", erläutert Bauhofsleiter Dustin Schütte.

Büsche können bis zu 4 Meter hoch werden

Gemeinsam mit Dustin Schütte haben Norbert Rehring und sein Nabu-Vorstandskollege Konrad Thoben ausschließlich heimische Sträucher ausgesucht, die den Bedürfnissen der Tiere besonders gut entsprechen. Gepflanzt werden unter anderem der Weißdorn, der schwarze Holunder und die Kupferfelsenbirne. "Die ist sehr wertvoll für die Tierwelt", erklärt Rehring. "Die Blüten sind bei Insekten beliebt, die Früchte sind etwas für die Vögel."

Die Büsche haben eine Anfangshöhe zwischen 60 und 100 Zentimetern und können bis zu 4 Meter hoch werden. "Damit bieten sie auch Schutz für viele Vogelarten", erläutert Thoben. Anders als Bäume bieten sie aber auch in Bodenhöhe ein dichtes Geflecht an Zweigen, das etwa für Igel, Hasen, Marder und selbst für bodennah lebende Vögel wichtig ist. "Die Tierwelt braucht das Dickicht", sagt Thoben, "beispielsweise auch als Nisthilfe". Und Bedarf scheint es im Stadtpark zu geben. "Hier ist viel Leben", weiß Rehring und führt als Beispiel die Brutkästen des Nabu an. "Die sind immer zu 60 oder 70 Prozent belegt", sagt er.

Kooperation zwischen Nabu und Stadt auch bei weiteren Projekten

Die Kosten für die Sträucher liegen bei etwa 600 Euro, die aus dem städtischen Haushalt stammen. "Das war eine sehr unkomplizierte Zusammenarbeit, sowohl mit Dustin Schütte als auch mit der Verwaltungsspitze", sagt Rehring, der auch für die Grünen im Friesoyther Stadtrat sitzt. "Dafür bedanken wir uns sehr." Die Kooperation zwischen Stadt und Nabu hatte auch schon im vergangenen Jahr funktioniert. Damals entstand gemeinsam mit den Messdienern eine Wildblumenwiese hinter dem Rathaus, die jetzt wieder aktiviert werden soll. "2022 soll noch eine neue Fläche hinzukommen", sagt Schütte. Auch die insektenfreundlichen Staudenbeete beim Rathaus und eine Streuobstwiese am Nussbaumweg entstanden aus der Zusammenarbeit.

Die 75 Sträucher wurden am Mittwochvormittag im ganzen Stadtpark verteilt. "Dabei haben wir natürlich berücksichtigt, welche Lebensbedingungen für die Sträucher ideal sind", sagt Schütte. "Die einen mögen es eher schattig, die anderen mögen es eher feucht, wieder andere brauchen Sonne." Fest steht aber auch, dass die Aktion damit noch nicht beendet ist. "Die 75 reichen nicht, da werden wir noch nachlegen", sagt Rehring. Das aber sei, so Schütte, von Anfang an klar gewesen. "Das ist jetzt erst einmal nur der Grundstein", versichert er.

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