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"Pfiffikus"-Campus in Lastrup führt Schüler in die Berufswelt

Der Bildungs-Campus des Vereins "Pfiffikus" hat nun seine Räume in der Kirchstraße in Lastrup bezogen. Vor Ort können sich die Schüler in puncto Berufswahl mit Unternehmen vernetzen.

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Nehmen die Räume in Augenschein: (von links) Schulleiter Dirk Zumdohme, Bürgermeister Michael Kramer, Johannes Kalvelage (stellvertretender Landrat), Schirmherr Dr. Rainer Langner, Initiator Herbert Feldkamp, Dr, Aloys Klaus (Kleebaum-Stiftung) und Heidjer Schwegmann (stellvertretender Vorsitzender des Vereins Pfiffikus) verschaffen sich einen ersten Eindruck. Foto: Landwehr

Nehmen die Räume in Augenschein: (von links) Schulleiter Dirk Zumdohme, Bürgermeister Michael Kramer, Johannes Kalvelage (stellvertretender Landrat), Schirmherr Dr. Rainer Langner, Initiator Herbert Feldkamp, Dr, Aloys Klaus (Kleebaum-Stiftung) und Heidjer Schwegmann (stellvertretender Vorsitzender des Vereins Pfiffikus) verschaffen sich einen ersten Eindruck. Foto: Landwehr

Den ersten "Pfiffikus-Bildungs-Campus" im Kreis Cloppenburg haben nun Schirmherr Dr. Rainer Langner, Bürgermeister Michael Kramer, Oberschulrektor Dirk Zumdohme und Initiator Herbert Feldkamp in den Räumen des Osterkamp-Neubaus an der Lastruper Kirchstraße eröffnet. In zwei funktional eingerichteten Räumen können sich in Zukunft Schüler und Arbeitgeber sowie Firmenvertreter zu Projekten und Gesprächen treffen.

"Hier sollen Informationen zu Berufen und Firmen bereitgestellt sowie Schule und Unternehmen vernetzt werden", erklärt Herbert Feldkamp, der seine Initiative 2019 gegründet hat. Die Einrichtung wolle junge Menschen unterstützen, denn in ihnen stecke eine Menge Potenzial. Schließlich sei nur eines teurer als Bildung – keine Bildung.

Der Verein "Pfiffikus" hilft Jugendlichen

Feldkamp stellte das Projekt kurz vor. So gibt es unter anderem das Modell "Pfiffikus lernen plus". Hier unterstützen Paten Schüler im Schulalltag in kleinen Gruppen. Beim Baustein "Jobs für Jugendliche" begleiten Paten Jugendliche ab Klasse 8 bis zum 1. Ausbildungsjahr auf dem Weg in den Beruf. Jedem Jugendliche steht ein Pate zur Weite. Dabei schließen Eltern, der Jugendliche und der Pate zunächst einen Vertrag mit verbindlichen Zusagen und Abmachungen.

Allgemein stehen den Jugendlichen im Bildungscampus eigene Räumlichkeiten mit Informationen zur Berufswahl zur Verfügung und sie können dort mit Firmenvertretern in Kontakt treten. Damit soll eine Brücke geschlagen werden zwischen Schule und Arbeitswelt. "Im Bildungscampus ist für die Jugendlichen eine Art Wohnzimmer entstanden. Die Räume geben ihnen mehr Selbstsicherheit", glaubt Bürgermeister Michael Kramer.

Darüber hinaus sollen vor Ort auch Firmenpräsentationen oder Recherchen möglich sein. Schließlich gibt es inzwischen rund 325 Ausbildungsberufe. "Da überlegt man schon: 'Was interessiert mich?' und 'Wie finde ich überhaupt meinen Wunschberuf?' Mit dem Campus ist ein Raum geschaffen worden, der das gegenseitige Kennenlernen erleichtert“, findet Schülersprecherin Nora Diers. So können die Unternehmen die Schüler kennenlernen und sich vorstellen.

"Ganz nach dem Motto 'Stillstand ist Rückschritt' wollen auch wir uns als Schule entwickeln, unsere Arbeit verbessern und Prozesse optimieren."Dirk Zumdohme, Schulleiter

Für die Oberschule Lastrup sei der Bildungscampus eine gute Ergänzung für das Berufsorientierungskonzept, betont Schulleiter Dirk Zumdohme. Dieses weise eine hohe Qualität auf. Das sei der Schule zudem durch das Zertifikat "Startklar für den Beruf, Weser Ems macht Schule" bescheinigt worden. "Mit dem Pfiffikus-Bildungs-Campus erhalten wir heute eine weitere Säule in unserer Berufsorientierungsarbeit. Ganz nach dem Motto 'Stillstand ist Rückschritt' wollen auch wir uns als Schule entwickeln, unsere Arbeit verbessern und Prozesse optimieren. Vor allem wollen wir die Hemmschwelle zwischen Schüler und Unternehmen reduzieren. Denn hier können sich beide auf neutralem Boden treffen, und zwar ganz unverbindlich, bevor es zu einem Bewerbungsgespräch kommt", so Zumdohme.

Pfiffikus-Initiator Herbert Feldkamp dankte der Kleebaum-Stiftung und ihren Vertretern Dr. Aloys Klaus und Franz-Josef Schewe, die dem Campus durch eine Spende eine multimediale Tafel, ein sogenanntes White-Board, zur Verfügung gestellt hatten. Dr. Rainer Langner, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Hagelversicherung, betonte, dass es ihm eine Ehre sei, die Schirmherrschaft zu übernehmen. "Wir Älteren sind gefragt, wenn es darum geht, jüngeren Menschen Orientierung zu geben, auch und gerade, wenn es um den Übergang in den Beruf geht", betont der gebürtige Matrumer. 

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