Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Pfarrgemeinde stellt Geflüchteten ein Wohnhaus zur Verfügung

Die katholische Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt leistet Hilfe für eine 14-köpfige ukrainische Familie. Die darf in einem Haus wohnen, nachdem die Kirche es kostenlos an die Stadt Vechta übergeben hat.

Artikel teilen:
Hilfe zum richtigen Zeitpunkt: Das Wohnhaus soll geflüchteten Menschen ein neues sicheres Zuhause bieten. Diesen Anlass feiern Dennis Vaske (von links), Betriebswirt der Kirchengemeinde, Propst Michael Matschke, Bürgermeister Kristian Kater, Übersetzerin Olga Frank, Christoph Wiechmann, Leiter des Fachdienstes der Stadt Vechta, und Ferdi Karatas, Mitarbeiter im Fachdienst. Foto: Seelhorst

Hilfe zum richtigen Zeitpunkt: Das Wohnhaus soll geflüchteten Menschen ein neues sicheres Zuhause bieten. Diesen Anlass feiern Dennis Vaske (von links), Betriebswirt der Kirchengemeinde, Propst Michael Matschke, Bürgermeister Kristian Kater, Übersetzerin Olga Frank, Christoph Wiechmann, Leiter des Fachdienstes der Stadt Vechta, und Ferdi Karatas, Mitarbeiter im Fachdienst. Foto: Seelhorst

Die katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt stellt der Stadt Vechta ein Haus zur Unterbringung von Flüchtlingen kostenlos zur Verfügung. Zur offiziellen Übergabe trafen sich am Dienstag Propst Michael Matschke und Bürgermeister Kristian Kater auf dem Grundstück direkt neben der Kirche am Campus. Das Haus wurde bereits bezogen – eine 14-köpfige ukrainische Familie, bestehend aus drei Generationen, zog schon 2 Tage nach der Unterzeichnung des Nutzungsvertrags in das Gebäude ein. Dies zeige deutlich, wie dringend die Hilfe gebraucht wird.

„Insbesondere der Krieg in der Ukraine treibt weiterhin viele Menschen in die Flucht. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass sie in Sicherheit sind und gut untergebracht werden“, sagte Bürgermeister Kristian Kater, der Propst Michael Matschke für die großzügige Unterstützung dankte. „Diese Hilfe kommt im richtigen Moment – insbesondere weil es gleich ein ganzes Haus ist. Wir benötigen dringend Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern.“

Unterbringungsmöglichkeiten noch immer Mangelware

„Die Kirchengemeinde ist in vielen Bereichen seit Jahren in der Arbeit für Menschen in Not aktiv. In der gegenwärtigen Situation ergab sich für uns aufgrund verschiedener Umstände die Möglichkeit, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Dies tun wir sehr gerne“, sagte Propst Matschke und sprach auch den verantwortlichen Gremien der Kirchengemeinde seinen Dank aus. Diese hätten die Vorschläge sogleich unterstützt und mitgetragen.

Bürgermeister Kater weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Unterbringungsmöglichkeiten noch immer Mangelware seien. „Der Druck ist groß. Wir appellieren daran, uns freien Wohnraum anzuzeigen.“ 

Haus wurde gemeinsam mit dem Bauhof ausgestattet

Das zuvor spärlich möblierte Haus wurde, mithilfe des Bauhofs, von Mitarbeitern des zuständigen Fachdienstes neu ausgestattet und bezugsfertig gemacht. Beispielsweise wurden Betten und Schränke besorgt. Auch Bettwäsche und Kinderwagen gehörten dazu – ermöglicht wurde die Ausstattung unter anderem auch durch Sachspenden.

Die Pfarrgemeinde engagiere sich auch über die Bereitstellung von Wohnraum hinaus für die Flüchtlingshilfe. So wird das Pfarrheim Maria Frieden kostenlos für die Durchführung von Sprachkursen für Geflüchtete zur Verfügung gestellt. Zudem hätten sich Gruppen der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt als große Hilfe erwiesen, zum Beispiel durch Sachspenden oder mit dem Projekt „Findus“, das zusammen mit der Caritas organisiert wird.

Insgesamt sind derzeit 172 Ukrainerinnen und Ukrainer dezentral in Unterkünften der Stadt Vechta untergebracht. Weitere 275 Menschen haben auf privatem Weg eine Bleibe gefunden. Außerdem leben 115 Asylbewerber anderer Nationen in städtischen Wohnungen und Wohnheimen. Bis Frühjahr 2023 rechnet die Stadt Vechta mit 400 zusätzlichen Geflüchteten.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Pfarrgemeinde stellt Geflüchteten ein Wohnhaus zur Verfügung - OM online