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Pfarrer Paul Horst gibt Durchhalteparolen aus

Die Garreler Schützen müssen ihr traditionelles Fest in diesem Jahr coronabedingt gänzlich ungewohnt begehen.

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Gedächtniskerze: Schützenkönig Adolf Bremer (rechts) entzündet die von Pfarrer Paul Horst (links) gesegnete Kerze.  Foto: Looschen

Gedächtniskerze: Schützenkönig Adolf Bremer (rechts) entzündet die von Pfarrer Paul Horst (links) gesegnete Kerze. Foto: Looschen

Das war der Rest vom Schützenfest: Das Gedenken der Gefallenen und verstorbenen Schützen in der Vorabendmesse, die Kranzniederlegung und eine Durchhalteparole der Kompanie Ort. „Das Gedenken der Verstorbenen ist uns wichtig, darf nicht ausfallen“, kommentierte Garrels Brudermeister Franz Breckweg. Die Messe wurde von einer Abordnung des Vereins besucht, weil die Zahl der Plätze in der Pfarrkirche begrenzt ist. Neben dem Hauptvorstand waren der amtierende König Adolf Bremer und Kinderkönig Simon Looschen in die Kirche gekommen. Für die Majestäten beginnt jetzt schließlich ungewollt ein zweites Amtsjahr.

Eine lange Tradition hat eine Gedächtniskerze, die alljährlich neu gestaltet und während der Messe gesegnet und entzündet wird. Das Anzünden übernimmt jeweils der amtierende König.

Rechtzeitig zum eigentlichen Beginn des Festes hatte die Kompanie Ort ein Schützenpaar aus Strohballen an der Hauptstraße erstellt. Das Strohschützenpaar steht für gute Schießleistungen, tragen doch beide die silberne Schützenschnur. Das Paar gibt die Parole „Haltet durch!“ aus. Auf diese bezog sich Pfarrer Paul Horst, Präses der Schützen, in seiner Predigt. Das Durchhalten übertrug er auf das Bekenntnis zu Jesus Christus.

Steigende Kurve bei Infektionszahlen nährt Skepsis der Schützen

Nach dem Gottesdienst wurde zum Lied „Ich hatte einen Kameraden“ durch Brudermeister Franz Breckweg und Präsident August Nordenbrock ein Kranz am Ehrenmal für die Gefallenen niedergelegt. Einige Musiker des Garreler Musikvereins spielten zu Ehren der Gefallenen und Verstorbenen.

Auf die Frage, wie es weitergehen könne mit den Schützen­festen, sagte Brudermeister Franz Breckweg: „Schwierig, schwierig!“ Er sei nicht sicher, ob die ersten Schützenfeste zu Beginn der nächsten Saison gefeiert werden könnten. Angesichts der aktuell wieder steigenden Infektionszahlen habe er erhebliche Zweifel.

Als eine Art offizielles ­Treffen blieb den Schützen nur der ­Frühschoppen im Biergarten von Festwirt Ernst Kemper am ­Sonntag – natürlich kein Ersatz für das dreitägige Event, zu dem in normalen Zeiten tausende ­Schützen und Gäste gekommen wären.

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