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Pfarreirat St. Gertrud: Über 14.000 Katholiken in Lohne dürfen wählen

Es ist eine allgemeine Briefwahl vorgesehen. Die Unterlagen wurden in den vergangenen Tagen verteilt. 17 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl. Es sind zwölf Sitze zu vergeben.

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Die Briefwahlunterlagen wurden in den vergangenen Tagen verteilt: Am 6./7. November wird in der Pfarrei St. Gertrud in Lohne ein neuer Pfarreirat gewählt.   Foto: Timphaus

Die Briefwahlunterlagen wurden in den vergangenen Tagen verteilt: Am 6./7. November wird in der Pfarrei St. Gertrud in Lohne ein neuer Pfarreirat gewählt.   Foto: Timphaus

Die Kommunalwahl ist gelaufen, die Bürgermeisterwahl 2022 wirft ihre Schatten voraus. Doch dazwischen findet noch ein Urnengang statt, der für die mehr als 14.000 Katholiken in Lohne ab 14 Jahren von Bedeutung ist: die Pfarreiratswahl am 6./7. November. Die Pfarrei St. Gertrud hat sich für eine allgemeine Briefwahl entschieden. Die Unterlagen wurden in den vergangenen Tagen verteilt.

Domkapitular Rudolf Büscher urteilt: "Das ist schon ein riesiger Aufwand." Aufgrund des gewählten Prozederes, das nicht allein aus der Corona-Pandemie resultiert, erwartet er eine im Vergleich zu 2017 höhere Wahlbeteiligung – damals lag diese bei 7,71 Prozent. Außerdem werde die Auszählung voraussichtlich anstrengend, sagt der Geistliche, da bis zu zwölf Stimmen zu vergeben sind. "Das könnte etwas länger dauern." Notfalls habe man aber einige Freiwillige in der Hinterhand, die den Wahlausschuss bei seiner Arbeit unterstützen könnten.

Für den korrekten Ablauf verantwortlich ist Diakon Franz-Josef Kröger. Der Vorsitzende des Wahlausschusses ruft zur Teilnahme auf. "Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen können in den Kirchen oder im Pfarrbüro abgegeben oder portofrei per Post abgesendet werden." Er berichtet von leichten Verzögerungen beim Druck. Falls jemand bislang noch keine Unterlagen erhalten habe, könne er sich diese im Pfarrbüro abholen. 

Der Pfarreirat wird für vier Jahre gewählt

Im St.-Gertrud-Pfarreirat wirken zwölf Personen mit. Zur Stärkung der Mitverantwortung in den Gemeinden St. Gertrud, St. Josef, Herz-Jesu und St. Maria Goretti wird überdies jeweils ein "Gemeindeausschuss" gebildet.

17 Kandidaten stellen sich zur Wahl. Sie möchten das Leben in der Pfarrei in den kommenden vier Jahren mitgestalten. "Das ist schon eine beachtliche Anzahl", sagt Büscher mit Blick auf andere Kirchengemeinden, die teilweise Schwierigkeiten hätten, überhaupt die Zahl der Sitze im Pfarreirat zu erreichen. Auch beim Durchschnittsalter, das bei etwa 47 Jahren liegt, sei man gut aufgestellt.

Pfarreirat nimmt Arbeit in besonderen Zeiten auf

Zu den Aufgaben des Pfarreirates gehört die Weiterentwicklung pastoraler Konzepte und die Zusammenarbeit mit dem Pastoralteam und dem Kirchenausschuss. Der Domkapitular hebt die Bedeutung der Pfarreiratswahl 2021 hervor. "Die katholische Kirche steht vor großen Veränderungen." Er verweist auf den neuen Strukturplan und die Entwicklung pastoraler Räume. "Die Zentrierung auf die Priester löst sich künftig ein Stück weit auf", prophezeit Büscher. Er konstatiert, dass der neue Pfarreirat in einer Zeit seine Arbeit aufnehme, in der sich die "Gestalt von Kirche" wandle.

Kröger stimmt ihm zu. Auch der Diakon sieht, dass in Zukunft die Arbeit von Ehrenamtlichen zwangsläufig eine größere Bedeutung erhält, weil die Zahl der Seelsorger kontinuierlich zurückgeht. Er hofft, durch die Stärkung des Ehrenamts in der katholischen Kirche auch mehr Freiwillige für eine Mitarbeit animieren zu können. "Da müssen aber noch dicke Bretter gebohrt werden", gibt er zu.


Fakten

  • Die Pfarrei St. Gertrud wählt am 6./7. November einen neuen Pfarreirat.
  • Es stehen 17 Kandidaten auf der Wahlliste. Zwölf Mitglieder sind zu wählen.
  • Für den Pfarreirat kandidieren folgende Personen: Lisa Beverborg, Mechthild Dierkes, Dorothee Holz, Stephanie Kathmann, Norbert Kenkel, Luisa kl. Bornhorst, Cornelia Kröger, Franziska Macke, Sophia Meyer, Katharina Middendorf, Irmtrud Rießelmann, Paul Seelhorst, Stephanie Seelhorst, Frank Sieve, Cornelia Süßmann, Luise Wolking und Renate Zerhusen.
  • Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die am 7. November das 14. Lebensjahr vollendet haben.
  • Die Pfarreiratswahl findet als allgemeine Briefwahl statt. Die Wahlunterlagen werden zugestellt. Die Unterlagen müssen nach der Stimmabgabe bis spätestens 7. November, 12 Uhr (Kirche St. Josef bis 11.15 Uhr), eingegangen sein.

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