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Pfadfinder in Bakum kämpfen mit dem "Gordischen Knoten"

Der vor 2 Jahren gegründete Stamm St. Johannes Bakum-Vestrup hat sich gut entwickelt. Spiele wie der "Gordische Knoten" fördern den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.

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Greta und Emma Schaefer sowie Lukas Evers sind mit Begeisterung bei den Pfadfindern in Bakum-Vestrup aktiv. Foto: Heinzel

Greta und Emma Schaefer sowie Lukas Evers sind mit Begeisterung bei den Pfadfindern in Bakum-Vestrup aktiv. Foto: Heinzel

Der „Gordische Knoten“ ist das Lieblingsspiel von Emma Schaefer. Ihre Schwester Greta und Lukas Evers finden A-Kaputt am besten. Die Mädchen sind Jungpfadfinderinnen und Lukas ist Pfadfinder beim Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) St. Johannes Bakum-Vestrup. Gruppenspiele wie die beiden genannten dienen dazu, den Zusammenhalt untereinander zu fördern. Die drei Pfadfinder sind über eine Ferienpassaktion auf die 2018 gegründete Pfadfindergruppe aufmerksam geworden.

„Wir sind konfessionsübergreifend und nicht leistungsorientiert. Es geht darum, Spaß zu haben.“Anastasia Morkovin

Ellen Ostendorf, die seit ihrem 9. Lebensjahr bei den Pfadfindern aktiv ist, und Anastasia Morkovin haben das Projekt Pfadfinder in Bakum vor 4 Jahren ins Leben gerufen. 2 Jahre lang galten sie als Siedlung, so wird die Probephase genannt, bevor sie 2020 ihren Stamm gründen konnten. Mit 10 Kindern gestartet, wuchs die Mitgliederzahl auf rund 50 im Alter von 6 bis 14 Jahren. „Wir sind konfessionsübergreifend und nicht leistungsorientiert. Es geht darum, Spaß zu haben“, sagt Anastasia Morkovin. Wichtig sei es dabei, sich in die Gruppe zu integrieren. Während ihrer Treffen teilen sich die Pfadfinder altersmäßig in vier Gruppen auf. Es gehe darum, den sozialen Umgang in Gruppen mit großer Diversität zu üben, das bedeute gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt.

„Wir halten uns an die Werte der katholischen Kirche“, sagt Ellen Ostendorf aber auch. So wird zu Beginn einer jeden Pfadfinderstunde gemeinsam im Kreis gebetet. „Man muss aber nicht beten“, sagen Emma, Greta und Lukas.

Die Pfadfinder des DPSG-Stammes St. Johannes Bakum-Vestrup mit Anastasia Morkovin und Ellen Ostendorf (von rechts). Foto: HeinzelDie Pfadfinder des DPSG-Stammes St. Johannes Bakum-Vestrup mit Anastasia Morkovin und Ellen Ostendorf (von rechts). Foto: Heinzel

Pfadfinder zu sein, bedeute unter anderem, sich in Erster Hilfe auszukennen, sich mit der Natur auseinanderzusetzen und in ihr zurechtzukommen sowie der Glaube. Emma und Greta berichten, dass sich ihr Verständnis von der Natur verbessert und erweitert habe. Die DPSG lege bei der Ausbildung der Kinder zudem großen Wert auf Präventionsmaßnahmen im Bereich sexualisierter Gewalt. Es gehe darum, die Kinder zu sensibilisieren, zu stärken und zu selbstbewussten Menschen zu erziehen. Ellen Ostendorf und Anastasia Morkovin wurden dafür extra geschult und müssen diese Qualifikation regelmäßig auffrischen.

Während der Pandemie bereiteten sie jede Gruppenstunde so vor, dass sich die einzelnen Mitglieder ein Paket abholen und das geplante Programm zu Hause alleine umsetzen konnten. „Das war viel Arbeit“, meint Ellen Ostendorf. Der Einsatz zahlte sich aus. Die Mitgliederzahl des Stammes stieg während der Pandemie. Die Treffen finden immer mittwochs zwischen 17.30 und 19 Uhr im Pfarrheim in Vestrup statt.

Das Wachstum muss aktuell warten, dafür gibt es eine Warteliste. Es fehle dem Stamm an Leitern. Um Leiter zu werden, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: der 10-tägige Gruppenleiterkurs „Woody“, eine Präventionsschulung sowie ein polizeiliches Führungszeugnis. Das gehe auch als Quereinsteiger, berichtet Anastasia Morkovin aus eigener Erfahrung. Mit 18 Jahren stieg sie als Leiterin ein, hatte aber vor ihrem Engagement keine Berührungspunkte zu den Pfadfindern. Aber es mache ihr so viel Spaß, dass sie wenige Jahre später zusammen mit Ellen Ostendorf einen eigenen Stamm gründete.

Der Gordische Knoten: Johanna Hoping (von links), Greta und Emma Schaefer, Lotta Sieverding, Finn Helmes, Jascha März und Konstantin Spille. Foto: HeinzelDer "Gordische Knoten": Johanna Hoping (von links), Greta und Emma Schaefer, Lotta Sieverding, Finn Helmes, Jascha März und Konstantin Spille. Foto: Heinzel

Es geht um die Gemeinschaft, die sich auch in der Einstellung „Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“ zeige. Diesen Zusammenhalt zeigen sie auch nach außen und präsentieren sich beispielsweise in diesem Jahr über eine Ferienpassaktion. Einmal im Jahr bringen die Pfadfinder zudem das Friedenslicht ins Rathaus Bakum, ins Altenheim und in die beiden Bakumer Kirchen. Aktuell gibt es die Überlegung beim DPSG Stamm St. Johannes Bakum-Vestrup, 2023 beim Bakumer Volksfestumzug mitzulaufen.

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