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Petersdorfer verabschieden König und Hofstaat

Jens Bahlmann war pandemiebedingt 3 Jahre lang Regent der Schützen aus Petersdorf. Nun wurde er abgelöst. Außerdem erhielten zahlreiche verdiente Mitglieder besondere Auszeichnungen.

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Ausgezeichnet: Petersdorfs Brudermeister Markus Stammermann (rechts) verlieh Heinrich Siemer, Josef Franke jun. und Dieter Wieczorek (von links) das Silberne Verdienstkreuz des „Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“. Foto: Pille

Ausgezeichnet: Petersdorfs Brudermeister Markus Stammermann (rechts) verlieh Heinrich Siemer, Josef Franke jun. und Dieter Wieczorek (von links) das Silberne Verdienstkreuz des „Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“. Foto: Pille

Für Jens Bohmann als scheidenden Schützenkönig und seinen Hofstaat gingen gleich mehrere Jahre der Regentschaft in Petersdorf zu Ende. Aber der Schützenfestsonntag blieb ihm als noch amtierende Majestät zum Feiern.

„Wir wollen es heute und auch morgen nochmal tun“, kündigte er an und erneuerte beim Antreten der Schützen mit den auswärtigen Vereinen auf dem Hof Potthast seine Einladung an alle, es mit ihm zum Abschied noch einmal krachen zu lassen. Immerhin hatten er und seine Königin Christin coronabedingt 3 Jahre auf dem Thron gesessen.

Bevor im Festzelt gefeiert wurde, begrüßte Brudermeister Markus Stammermann auf dem Antreteplatz die Ehrengäste: den Präses der Schützenbruderschaft, Pfarrer Stefan Jasper-Bruns, Bösels Bürgermeister, Hermann Block, sowie Garrels Bürgermeister, Thomas Höffmann. Gleich drei Musikkapellen und zwei Meldereiter begleiteten die auswärtigen Vereine zum Empfang.

Für die coronageschwächten Altenoyther Musiker sprang spontan das „Niedersachsen Sound Orchester Bösel“ ein, das gemeinsam mit den Kapellen aus Beverbruch und Thüle die Gäste musikalisch willkommen hießen. Wiederkehrendes Thema der Ansprachen war die nach Meinung der Redner „nicht enden wollende Baustelle“ auf Petersdorfs Straßen. Der Schützenchef hatte für Gelächter bei den Schützinnen und Schützen gesorgt, weil er sich sogar die Mühe gemacht hatte, sich einen gelben Sicherheitshut zu besorgen, damit er ohne Blessuren zum Festplatz gelangen konnte. Das indes gelang den vielen Schützinnen und Schützen gleichschrittsuchend, aber reibungslos auf den übrigen intakten Straßen Petersdorfs.

Heinrich Siemer ist „Reparateur aller Art“

Belustigend sind auch die abenteuerlichen Meldungen, die die jeweiligen Kommandeure der befreundeten Vereine aus Bösel, Beverbruch-Nikolausdorf, Thüle und Garrel beim Antreten „zu Ehren des scheidenden Königs“ absetzen. Das Antreten ist traditionsgemäß auch immer die Gelegenheit für den „Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“, besonders bewährte Mitglieder auszuzeichnen. Stammermann ehrte drei Schützen, die außergewöhnlich viel für die Bruderschaft geleistet haben, mit dem Silbernen Verdienstkreuz: Heinrich Siemer ist langjähriger Schirrmeister des Vereins und „Reparateur aller Art“, Dieter Wieczorek amtiert seit vielen Jahren im Vorstand und als Kassierer. Josef Franke trug jahrelang „bei Wind und Wetter“ die Vereinsfahne.

Für den Bürgerschützenverein Bösel nahm Schützenchef Martin Oltmann eine Glastrophäe dafür in Empfang, dass Abordnungen bereits seit 70 Jahren das Schützenfest in Petersdorf besuchen.

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