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Peter Haberer wird Vorsitzender des Vereins "Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden"

Es war eine angespannte Stimmung im Kulturbahnhof, als die Mitglieder des gleichnamigen Vereins zu den Wahlen schritten. Viel Unzufriedenheit lag in der Luft. Jetzt will der Vorstand durchstarten.

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Voller Tatkraft für die Kultur: Die neue Ehrenvorsitzende Elsbeth Meyer gratulierte den Vorstandsmitgliedern (von links) Karlheinz Rohe, Peter Haberer, Julian Luttmer-von Wahlde, Dieter Blanke, Ludger gr. Holthaus und Ludger Walter. Foto: Lammert

Voller Tatkraft für die Kultur: Die neue Ehrenvorsitzende Elsbeth Meyer gratulierte den Vorstandsmitgliedern (von links) Karlheinz Rohe, Peter Haberer, Julian Luttmer-von Wahlde, Dieter Blanke, Ludger gr. Holthaus und Ludger Walter. Foto: Lammert

Wäre es ein Theaterstück gewesen, der unbeteiligte Betrachter hätte vielleicht von einem Drama mit einem Happy End gesprochen; vor allem für den neuen Vorsitzenden Peter Haberer.

Ausgesprochen zäh zogen sich bei der Versammlung des Vereins "Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden" zuvor die Vorstandswahlen. Es lag viel Unzufriedenheit in der Luft. Fast alle von Friedhelm Biestmann geleiteten Wahlen erfolgten auf Antrag eines Versammlungsteilnehmers geheim, gleichwohl es um die meisten Ämter jeweils nur einen Bewerber gab.

Mitgliedern haben offenbar zu wenig Veranstaltungen stattgefunden

Ein Grund für die angespannte Stimmung war nach Angaben eines Versammlungsteilnehmers, dass manche Mitglieder mit der Zahl der Veranstaltungen im Kulturbahnhof in der Vergangenheit unzufrieden gewesen seien. Das sei zwar auch der Corona-Pandemie geschuldet gewesen, aber andere Vereine aus dem kulturellen Bereich seien deutlich aktiver gewesen, hieß es. 

Letztlich gelang es aber, einen neuen Vorstand zu finden, dem viele der bisherigen Mitglieder nicht mehr angehören. Denn sowohl die seit 19 Jahren amtierende Vorsitzende Elsbeth Meyer als auch die dritte Vorsitzende Maria Buschermöhle, Kassiererin Agnes Rohling und Schriftführerin Monika Heuer kandidierten nicht mehr.

Elsbeth Meyer ist jetzt Ehrenvorsitzende

Peter Haberer, bislang Stellvertreter der von der Versammlung auf Antrag Rainer Huesmanns zur Ehrenvorsitzenden gewählten Elsbeth Meyer, rückt zumindest für die kommenden 3 Jahre auf, allerdings nur mit einer knappen Mehrheit von 22 zu 17 Stimmen gewählt. Trotzdem nahm er die Aufgabe voller Überzeugung an. Das Ergebnis müsse er abschütteln, sagte er am Dienstag rückblickend auf die Abstimmung.

Eindeutiger fielen die übrigen Abstimmungen aus. Julian Luttmer-von Wahlde, der Leiter der örtlichen Musikschule, ist zweiter Vorsitzender, Ludger Walter, der sich in einer Abstimmung deutlich gegen Heinrich Hoppe durchsetzte, ist Dritter Vorsitzender. Neuer Schriftführer ist Dieter Blanke; ein Dammer, der nach eigenen Angaben zwischen 2006 und 2016 rund 60 Konzerte im Kulturbahnhof organisiert hatte. Die Aufgabe des Schriftwartes übertrug die Versammlung auf Ludger gr. Holthaus. Den Vorstand komplettiert der vom Gemeinderat entsandte CDU-Politiker Karlheinz Rohe.

Neuer Vorstand steht vor großen Herausforderungen

Der neue Vorstand, so hieß es am Rande der Versammlung, stehe vor großen Herausforderungen. Nachdem in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 kaum Veranstaltungen stattgefunden haben, hatte der Verein in diesem Jahr bereits wieder zehn organisiert. Im kommenden Jahr stehen allein 14 Konzerte zwischen dem 14. Januar und 25. November im Kalender.

Es sei aber gar nicht leicht, Künstler und Bands zu gewinnen, sagte Peter Blanke. Ein wichtiger Grund dafür: Im Zuge der Corona-Pandemie und deren Folgen hätten sich manche Bands aufgelöst und manche Künstler neuen Aufgaben zugewandt.

Neben Konzerten sollen auch Ausstellungen stattfinden

Peter Haberer kündigte an, dass zu den Konzerten im nächsten Jahr weitere Veranstaltungen hinzukommen sollen, so auch Ausstellungen bildender Künstler. Zudem werde sich die Foto-Arbeitsgemeinschaft neu aufstellen. Jetzt aber sei es zunächst wichtig, den Bürgern zu zeigen, dass im Kulturbahnhof wieder etwas passiere.

Nicht nur bei der Suche nach Künstlern, die im Kulturbahnhof auftreten, sind die Corona-Folgen zu spüren. Das gilt auch für den Haushaltsplan 2023 des Vereins. Agnes Rohling teilte den Mitgliedern mit, der noch von ihr erarbeitete Etat haben ein Volumen von 33.500 Euro, 11.500 Euro weniger als der von 2019.

Gemeinde zahlt jährlichen Zuschuss von 15.000 Euro

Die Haupteinnahmen seien der Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 15.000 Euro, eine Spende der Volksbank Dammer Berge in Höhe von 3000 Euro sowie die mit 5000 Euro veranschlagten Eintrittgelder, die allerdings zu einem großen Teil als Gagen an die Künstler fließen werden. Mit Blick auf den Gemeindezuschuss, der seit Jahren fließt, sagte die scheidende Kassiererin, der Verein Kulturbahnhof habe die Corona-Jahre wegen des Zuschusses gut gemeistert.

Bürgermeister Ansgar Brockmann dankte während der Veranstaltung den Vorstandsmitgliedern und insbesondere Elsbeth Meyer für die Arbeit in den vergangenen Jahren. Die scheidende Vorsitzende, die seit 19 Jahren im Amt ist, bezeichnete der Politiker als die „Galionsfigur“ dieses ersten sozio-kulturellen Zentrums im Landkreis Vechta. Es sei ihr Verdienst und der des Vorstandes, dass der Kulturbahnhof sich als Ort vielfältiger Kulturveranstaltungen und auch als Begegnungszentrum etabliert habe.

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