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Pater Jineesh bezieht eigene Wohnung direkt an der Kirche

Das WG-Leben ist vorbei. Nach seiner Rückkehr aus Indien wartete eine Überraschung auf Pater Jineesh. Er durfte in seine eigene Wohnung direkt bei der Molberger Kirche ziehen.

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Zur Begrüßung: Kindergartenkinder haben als Überraschung die neue Wohnung von Pater Jineesh dekoriert.   Foto: Hoff

Zur Begrüßung: Kindergartenkinder haben als Überraschung die neue Wohnung von Pater Jineesh dekoriert.   Foto: Hoff

Hinter Pater Jineesh Karakkada liegen aufregende Wochen. Vor ein paar Tagen ist er aus Indien zurückgekehrt, er hat seinen Urlaub genutzt, um seinen Orden, seine Familie und Freunde zu besuchen. Wieder in Molbergen angekommen, wartete eine große Überraschung auf den Seelsorger. Nach 2,5-halbjähriger WG-Zeit mit Pastor Uwe Börner durfte Pater Jineesh nun seine eigenen vier Wände beziehen.

An der Eingangstür kleben bunte Blumen, die Kindergartenkinder gebastelt haben. Im Flur hängt ein großes Herzlich-willkommen-Plakat mit vielen Händen, auf denen steht, wie sehr die Jungen und Mädchen Pater Jineesh vermisst haben und wie glücklich sie sind, dass er nun endlich wieder da ist. "Es ist schön, wenn man mit so offenen Armen und lieben Worten empfangen wird", berichtet Pater Jineesh sichtlich gerührt. Auch wenn er die gemeinsame Zeit mit Uwe Börner im Pfarrhaus sehr genossen hat, "das Zusammenleben hat wunderbar funktioniert", freue er sich über seine eigene Wohnung.

Beim Umzug wurde Pater Jineesh tatkräftig unterstützt

"Ich habe sehr viel Platz, die Räume sind hell und freundlich. Ich bin dankbar über mein eigenes Büro, die große Küche und die Gästezimmer", erklärt Pater Jineesh. Die Lage, direkt bei der Kirche, der Kinderkrippe St. Johannes Baptist "und der Eisdiele" sei noch das Sahnehäubchen. Er hoffe, dass er viel Besuch bekommen werde. "Meine Türen stehen immer offen, jeder ist willkommen." Während er berichtet, klopft es an der Tür. Sein ehemaliger WG-Partner steht vor dem Haus. "Ich wollte mich nur kurz erkundigen, ob wir nachher gemeinsam essen", sagt Uwe Börner lächelnd und ergänzt: "Die Tradition des gemeinsamen Mittagstisches wollen wir natürlich fortsetzen." Die beiden stimmen sich kurz ab – und schon ist der Pastor wieder verschwunden. 

Bei seinem Umzug wurde Pater Jineesh tatkräftig von den Kindergärten, Nachbarn und Gemeindemitgliedern unterstützt. "Sie haben mir auch Möbel zur Verfügung gestellt und mir bei der Einrichtung geholfen." In den ersten Nächten habe er sich noch etwas einsam gefühlt, gibt der Seelsorger offen zu. Schließlich habe er seit langer Zeit nicht mehr alleine gewohnt. Zudem sei alles noch etwas ungewohnt.

Pfeffer für die Gemeindemitglieder

Seinen Urlaub in Indien hat der 34-jährige sehr genossen. 2 Wochen war er in seinem Orden, den Rest der Zeit hat er für Besuche bei seiner Familie und seinen Freunden in Wayanad, einem Distrikt im südindischen Bundesstaat Kerala, genutzt. "Mein Bruder, der sonst mit seiner Frau in Italien lebt, war zur selben Zeit wie ich in der Heimat." Während dieser Zeit habe er zahlreiche Postkarten geschrieben, die allesamt nach Molbergen gingen. "Ich habe viele Grüße per WhatsApp zurückbekommen", freut sich der Seelsorger. 

Ähnlich wie in anderen Ländern haben sich auch die Corona-Einschränkungen in Indien entspannt. "Es herrscht nicht einmal mehr eine Maskenpflicht. Die offiziellen Infektionszahlen sind derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau. Allerdings rechnet man mit einer neuen Welle ab Juni, sobald die Regenzeit losgeht", berichtet Pater Jineesh, der für die Gemeindemitglieder und Kindergartenkinder zahlreiche Geschenke im Gepäck hatte. "Ich habe frischen Pfeffer aus dem Garten meines Vaters mitgebracht. Das ist heiß gehandelte Ware hier in Molbergen", sagt er und zwinkert. Die Jungen und Mädchen bekommen von ihm aus Holz geschnitzte Tiere. Seinen nächsten Heimaturlaub wird er voraussichtlich im Januar nächsten Jahres antreten. 

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