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Parkscheibe wird Dammern immer wieder zum Verhängnis

Bei dem Großteil der Parkflächen in der Stadt gilt: unbegrenztes und freies parken. Dennoch hat es 2020 mehr als 900 Parksünder gegeben. Die Corona-Pandemie hat aber zu einem Rückgang geführt.

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Die Parkscheibe vergessen weiterzudrehen? Das Parken mit abgelaufener Parkscheibe kann bis zu 30 Euro kosten. Symbolfoto: dpa

Die Parkscheibe vergessen weiterzudrehen? Das Parken mit abgelaufener Parkscheibe kann bis zu 30 Euro kosten. Symbolfoto: dpa

Schnell das Auto am Seitenstreifen in Dammes Zentrum geparkt. Auf dem Rückweg zum Auto plötzlich der erschreckende Gedanken: Habe ich eigentlich eine Parkscheibe in die Windschutzscheibe gelegt? Wenn nicht, kann das zu einem Bußgeld von bis zu 30 Euro führen. Auch in Damme erwischte dies 2020 so einige Bürger. Insgesamt mussten 914 Verwarngelder laut der Stadtverwaltung bezahlt werden.

Dass es sich bei diesen überwiegend um Verstöße mit der Parkscheibe handeln muss, wird aus der Parkplatzstruktur der Stadt deutlich. Demnach gibt es in Damme rund 2.150 öffentlich zugängliche Parkflächen. Von diesen erfordern rund 36 Prozent (770 Parkplätze) eine Parkscheibe. Alle anderen 1.379 Parkplätze (64 Prozent) werden "ohne Bewirtschaftung angeboten". Gebührenpflichtige Parkscheinflächen gibt es nach Angaben der Stadtverwaltung in Damme nicht. 

Dennoch hat es im vergangenen Jahr so einige Parksünder in der Stadt gegeben. Die insgesamt 914 Verwarngelder führten zu 11.080,02 Euro an Einnahmen. Diese würden von der Stadt zur Gesamtdeckung des Haushaltes genutzt werden, erklärt die Stadt auf Anfrage von OM online. 

Parkflächen wurden 2020 deutlich weniger genutzt

Doch wo liegen die Problemstellen, bei denen es zu besonders vielen Parksündern gekommen ist? Genaue Stellen könne die Stadt nicht feststellen. Auffällig sei aber, dass es sich in den meisten Fällen um Zeitüberschreitungen der Parkdauer handele. Demnach wird die Parkscheibe immer wieder den Dammern zum Verhängnis.

Im Vergleich zum Vorjahr hat es in Damme aber 2020 rund 300 weniger Parksünder gegeben. Dementsprechend sind circa 2.600 Euro weniger in die Kassen der Stadt gekommen. 2019 hat es laut der Dammer Stadtverwaltung 13.595,10 Euro an eingenommenen Bußgeldern gegeben.

Wie erklärt sich die Stadtverwaltung diesen doch deutlichen Rückgang? Grund dafür sei vor allem die Corona-Pandemie gewesen, die ab dem Frühjahr 2020 für deutlich weniger Autos in der Dammer Innenstadt gesorgt habe, erklärt Dr. Sigrid Schüler, Pressesprecherin der Stadt Damme. Die Parkflächen seien zu rund einem Drittel weniger belegt gewesen. "Zudem haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes ihr Augenmerk verstärkt auf Kontrollen im Rahmen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gerichtet", sagt Schüler. 

Bußgelder sollten eigentlich erhöht werden

Insgesamt beschäftigt die Stadt Damme 2 Personen in Teilzeit zur Kontrolle der Parkflächen im Stadtgebiet. Diese würden für jeweils 5 Stunden in der Woche die Parksünder ausfindig machen. 

Bundesweit sollten übrigens die Bußgelder für Parksünder und andere Verkehrssünden seit circa einem Jahr mit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnungs-Novelle (StVO) steigen. So sollte das Parken ohne oder mit abgelaufener Parkscheibe mindestens 20 Euro kosten. Doch aufgrund einiger Rechtsfehler in der Novelle setzten Niedersachsen und andere Bundesländer den neuen Bußgeldkatalog im Juli 2020 wieder aus. Somit gelten bisher nach wie vor die alten – deutlich niedrigeren – Bußgelder. 

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