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Pandemie-Jahr bringt die Archivarbeit des Heimatvereins voran

Der Heimatverein Holdorf digitalisiert zurzeit 12.500 historische Bilder und Schriftstücke. Daneben laufen weitere Projekte. Auch im Vorstand tut sich einiges.

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Der neu formierte Vorstand des Heimatvereins Holdorf: (von links) Bernard Echtermann, Josef Kampers, Gerhard Mela, Günter Horstmann, Martin von Handorff, Uwe Prang, August Meyer, Franz-Josef Wendt, Monika Thölking, Alfons Pille und Mechthild Grützmann. Foto: Vollmer

Der neu formierte Vorstand des Heimatvereins Holdorf: (von links) Bernard Echtermann, Josef Kampers, Gerhard Mela, Günter Horstmann, Martin von Handorff, Uwe Prang, August Meyer, Franz-Josef Wendt, Monika Thölking, Alfons Pille und Mechthild Grützmann. Foto: Vollmer

„Die Angst, dass nach der Corona-Pandemie das Ehrenamt einschläft, waren unbegründet“, informierte Bernard Echtermann, Vorsitzender des Heimatvereins Holdorf. Das beweise die Anzahl von 47 Teilnehmern bei der Mitgliederversammlung, sagte der Vorsitzende im Saal der Gaststätte Hotel zur Post.

Leider hätten in den vergangenen Monaten zahlreiche Zusammenkünfte nicht stattfinden können, sodass das gesellige Vereinsleben fast zum Erliegen gekommen sei. So hatte Mechthild Grützmann, Touristik-, Bildungs- und Pressewartin, bis auf zwei Radtouren im August zur Waldkapelle und einige Tage später zur Dersaburg kaum etwas zu berichten.

Die jeweiligen Arbeitskreise Heimatgeschichte, Archiv und Foto dagegen waren durchaus fleißig. Das ermöglichte beispielsweise die Herausgabe der 9. Jahresbroschüre Holdorfer Heimatgeschichte „Hollerup un Umtau“, die als Schwerpunkt das Wirken des damaligen Bürgermeisters Hermann Grote in der Zeit von 1962 bis 1968 darstellt.

Das Archiv-Team um Günter Horstmann bekam drei neue Mitglieder an Scanner und PC, um rückblickend 12.500 historische Bilder und Schriftstücke in das digitale Archiv aufzunehmen. Außerdem stehe die Schulchronik kurz vor der Vollendung, berichtete Günter Horstmann. 2750 Zeitungsartikel aus der Oldenburgischen Volkszeitung und Bilder wurden im vergangenen Jahr eingescannt. Mittlerweile hätten sich 89.000 Dateien in 290 Ordnern angesammelt.

Eine Facebook-Gruppe gibt Auskunft 

Der Arbeitskreis Foto trägt historische Fotos aus der Gemeinde zusammen, die aus Firmen- und Familienbesitz stammen. „Nach dem Einscannen werden die Bilder den Eigentümern wieder zurückgegeben“, warb Josef Kampers um Beteiligung der Bevölkerung. Ein Problem sei es oftmals, dass Personen auf den Fotos nicht bestimmt werden könnten. Mario Stickfort, der über Fladderlohausen akribisch Geschichts- und Ahnenforschung betreibt, empfahl, unbekannte Gesichter und Motive in die Facebook-Gruppe „Alte Bilder aus der Gemeinde Holdorf“ zu stellen, um Hilfe zu bekommen.

Mit lobendenden Worten, verbunden mit einem Präsent, bedankte sich Bernard Echtermann bei drei Mitgliedern, die sich aus dem erweiterten Vorstand verabschiedeten. Dazu gehört Markus Oevermann, der sich besondere Verdienste in der Beteiligung am Projekt Handorfer Mühlenbach/Hochwasserschutz erworben hat. Ebenso verabschiedet wurde Harro Hüser, der als „Zugezogener“ mit seiner Frau Karin schnell Fuß gefasst hat und seit 2012 beratend und aktiv den Vorstand und die Veranstaltungen des Heimatvereins unterstützt. Dritte im Bunde ist Elsbeth Ansmann, die man nach mehr als 30 Jahren als Urgestein des Heimatvereins bezeichnen darf. Ab 1992 als Schriftführerin aktiv, nahm sie in der Zeit von 1991 bis 1997 auch das Amt als stellvertretende Geschäftsführerin wahr. Darüber hinaus engagiert sie sich seit 2011 und auch weiterhin im Arbeitskreis Geschichte.

Monika Thölking und Alfons Pille wurden einstimmig als Nachfolger in den erweiterten Vorstand gewählt. Abschließend wurde Wanderwart August Meyer für seine jahrzehntelange Leistungsbereitschaft und sein Engagement mit der Bernd-Sieve-Erinnerungstafel ausgezeichnet.

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