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Palliativstation hofft auf großzügige Geber für  ihren Spendenbaum

Das St.-Josefs-Hospital bekam Besuch von Neidhard Varnhorn. In dem Gespräch mit Verantwortlichen des Krankenhauses war neben dem Kinderarzt-Mangel eine neue (oder alte) Spendenaktion Thema.

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CDU-Bürgermeisterkandidat Neidhard Varnhorn (von links) und Chefarzt Dr. med. Jörg Bäsecke präsentieren den Palliativ-Spendenbaum. Foto: Hahn

CDU-Bürgermeisterkandidat Neidhard Varnhorn (von links) und Chefarzt Dr. med. Jörg Bäsecke präsentieren den Palliativ-Spendenbaum. Foto: Hahn

Bereits vor 3 Jahren hat das St.-Josefs-Hospital Cloppenburg eine Spendenaktion für die Palliativstation gestartet – wegen der Corona-Pandemie wurde sie allerdings erst jetzt offiziell bekannt gegeben.  Dies berichteten Chefarzt Dr. med. Jörg Bäsecke und Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Krone bei einem Besuch des CDU-Bürgermeisterkandidaten Neidhard Varnhorn. 

"Den Mitarbeitern der Palliativstation kam die Idee für den Spendenbaum", erklärte Bäsecke. Es fehle an Dingen, die die Station möglichst wohnlich machen und die täglichen Bedürfnisse erfüllen sollen – wie eine Kaffeeküche, CD-Spieler oder Duftlampen. 

Um zu spenden, gebe es 2 Möglichkeiten: Zum einen können Schlüsselanhänger, sogenannte "Spenderherzen", erworben werden. Zum anderen kann bei Spenden ab einem unteren 3-stelligen Bereich eine Namensplakette am Spendenbaum angebracht werden. Diesen hatte die Technikabteilung des Krankenhauses nach dem Entwurf der Mitarbeiter umgesetzt.

Palliativ-Aufenthalt so angenehm wie möglich machen

Der Baum soll Hoffnung symbolisieren, dass ein neuer Lebenszyklus am Lebensende entsteht, erklärte der Chefarzt. Bei der Idee habe wohl die christliche Sichtweise der Auferstehung eine Rolle gespielt, bemerkte er.

"Ich bin froh über die Unterstützung", sagte Bäsecke in Hinblick auf Varnhorn, "man merkt, dass ihm das Thema persönlich am Herzen liegt." Der CDU-Bürgermeisterkandidat finde es unterstützenswert, "den Aufenthalt auf der Palliativstation so angenehm wie möglich zu machen und davon abzulenken".

Varnhorn traf sich zu einem informellen Austausch mit dem Krankenhaus-Geschäftsführer und dem Chefarzt, um sich besser über die Versorgung informieren zu lassen. Der Kinderarzt-Mangel und ein mögliches neues Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) waren dabei Themen. 

Kinderarzt-Mangel stelle Herausforderung dar

Alle Beteiligten hielten fest, dass das Versorgungsdefizit eine Herausforderung darstelle. Das größte Problem sei, an das nötige Personal zu kommen. Krone erklärte, dass das Krankenhaus in dem Bereich Kinderheilkunde selber nicht ausbildet. Bäsecke betonte aber, dass die Zusammenarbeit mit der European Medical School (EMS) immer enger werde. 

Nach dem Gespräch könne es natürlich keine Lösung der Probleme geben, sagte Krone: "Es diente dazu, unsere gegenseitigen Gedanken wahrnehmen zu können." Varnhorn erklärte, dass er die Politik in der Verantwortung sehe, die Rahmenbedingungen bestmöglich aufzustellen: "Damit das Umfeld Cloppenburg attraktiv für Ärzte zum Ansiedeln ist." 

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