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Osterfeines Kirchplatz feierlich eingeweiht

Bei einem Gottesdienst an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt  steht die gelungene Umgestaltung des Areals im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird die langjährige Küsterin Hildegard Kreymborg verabschiedet.

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Gut besuchter Gottesdienst unter freiem Himmel: Mit ihm wurde der neugestaltete Kirchplatz an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt eingeweiht. Foto: Oevermann

Gut besuchter Gottesdienst unter freiem Himmel: Mit ihm wurde der neugestaltete Kirchplatz an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt eingeweiht. Foto: Oevermann

Ein „Leuchtturm-Projekt“ folgt dem nächsten. Was bisweilen etwas übertrieben klingt, darf in Osterfeine mit Fug und Recht so bezeichnet werden. Mit einem feierlichen Open-Air-Gottesdienst wurden in der Dammer Bauerschaft die Außensanierung der Kirche St. Mariä Himmelfahrt und das rundum erneuerte Kirchenumfeld passend zum Patronatsfest eingesegnet.

„Wir haben einen wunderbaren Ort hier in Osterfeine geschaffen“, mit dieser Meinung stand Pfarrer Heiner Zumdohme bei Weitem nicht alleine da. Er erinnerte an die vielen Unwägbarkeiten und Hindernisse, die die Außensanierung des Umfeldes der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt erschwert hätten.

Pandemie, explodierende Baukosten – trotz aller Schwierigkeiten wurde das gemeinsame Ziel stets weiterverfolgt. All die Mühen hätten sich nun aber mehr als gelohnt, so Zumdohme. Noch bleibe jedoch einiges zu tun.

Schließlich steht auch noch die Innensanierung der St.-Mariä- Himmelfahrt-Kirche in vermutlich absehbarer Zeit vor ihrer Fertigstellung. „1,8 Millionen Euro haben wir für die Innen- und Außensanierung zusammen. Die restlichen 100 000 Euro schaffen wir jetzt auch noch“, meinte Zumdohme.

Bezuschusst wurde das Projekt von der Stadt und durch das Dorferneuerungsprogramm

700 000 Euro sollte ursprünglich die Außensanierung kosten. Dabei ist es nach den Worten Zumdohmes nicht ganz geblieben. Bezuschusst wurde das nächste „Leuchtturmprojekt der Dorferneuerung Damme-Ost“ (Bürgermeister Gerd Muhle) mit knapp 110 000 Euro seitens der Stadt Damme sowie im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms mit rund 315 000 Euro vom Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg. Den restlichen Betrag von mehr als den ursprünglich angedachten 275 000 Euro übernahmen die Kirchengemeinde sowie das Offizialat Vechta.

„Was sich im letzten Jahr hier in Osterfeine getan hat und immer noch tut, ist einfach großartig“, sagte der scheidende Bürgermeister Gerd Muhle (CDU) bei seinen wohl letzten Grußworten in Amt und Würden. Er bedankte sich bei der katholischen Kirchengemeinde St. Viktor und vor allem bei Pfarrer Heiner Zumdohme, der sehr schnell die Chance einer Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm erkannt habe, um das Gelände des Kirchenumfeldes in Osterfeine, aber auch des Pfarrheims in Rüschendorf neu planen und gestalten zu können.

„Ich freue mich sehr darüber, was hier in Osterfeine alles geschehen ist“, so Muhle. Wer lange nicht mehr Osterfeine gesehen habe, erkenne den Ort an der einen oder anderen Stelle kaum wieder.

Mit dem neu gestalteten Kirchenumfeld, dem grundsanierten Meyerhof, dem neu gestalteten Sport- und Schützenplatzareal und der neu gestalteten „Alten Börse“ habe sich „Osterfeine an seinen zentralen Orten wirklich zum Positiven entwickelt und verändert“, meinte Muhle. Mit der Schaffung eines neuen Baugebietes in Osterfeine werde demnächst zudem ein weiterer lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gehen, der für weiteres Leben in der Dammer Bauerschaft sorgen wird.

Die Kirche war ihre zweite Heimat: Pfarrer Heiner Zumdohmte bedankte sich bei Hildegard Kreymborg für ihre langjährige Tätigkeit als Küsterin in Osterfeine. Foto: ÖvermannDie Kirche war ihre zweite Heimat: Pfarrer Heiner Zumdohmte bedankte sich bei Hildegard Kreymborg für ihre langjährige Tätigkeit als Küsterin in Osterfeine. Foto: Övermann

Am Rande der feierlichen Einsegnung des Osterfeiner Kirchenumfeldes wurde zudem die langjährige Küsterin des Ortes in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Nach insgesamt 16-jähriger Tätigkeit legte Hildegard Kreymborg mit Vollendung ihres 70. Lebensjahres ihr Amt als Küsterin nieder. Passenderweise fiel eben dieser 70. Geburtstag auf den gestrigen Tag der Einweihungsfeier.

„Ich weiß, dass du all diese Umstände nicht möchtest. Aber du hast dir das verdient“, sagte Zumdohme auf Plattdeutsch zu Kreymborg, in deren Amt nun Klaus Drews nachfolgen wird. „Mit dir konnte ich über alles auf Plattdeutsch schnacken und du bist immer eingesprungen, wenn Not am Mann bestand“, so Zumdohme. Kreymborg bedankte sich für ihre Verabschiedung, die sie gleichzeitig mit Freude, aber auch mit Trauer erfüllte. „Die Kirche war immer meine zweite Heimat“, so Kr-eymborg, die sich nun auf viele freie Stunden am Wochenende mit ihrer Familie freuen darf.

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