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Osterfeiner schauen voraus: Dorfgemeinschaft plant Zeit nach Corona

Mein Corona-Jahr: Getreu dem Motto "Es gibt immer was zu tun" hat sich der Vorstand während der Pandemie nicht ausgeruht. Er hat die Weichen für mehrere Aktionen gestellt.

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Stillstand bedeutet Rückschritt: Der Vorstand der Dorfgemeinschaft mit (von links) Christiane Pohlschneider, Josef Gravemeyer, Daniela Lange, Marlies Enneking und Christof Macke denkt intensiv über Aktionen nach Corona nach. Foto: Lammert

Stillstand bedeutet Rückschritt: Der Vorstand der Dorfgemeinschaft mit (von links) Christiane Pohlschneider, Josef Gravemeyer, Daniela Lange, Marlies Enneking und Christof Macke denkt intensiv über Aktionen nach Corona nach. Foto: Lammert

Natürlich, wegen der Corona-Pandemie und ihrer Einschränkungen des öffentlichen sowie privaten Lebens musste auch die 2013 gegründete Dorfgemeinschaft Osterfeine ihre Aktivitäten herunterfahren.

Aber davon, ihre Arbeit ganz einzustellen, waren die Männer und Frauen um den Vorsitzenden Josef Gravemeyer, dessen Stellvertreter Christof Macke und Christiane Pohlschneider, Schriftführerin Daniela Lange und die Kassenwartin Marlies Enneking weit entfernt.

Neuer Radweg ist auf den Weg gebracht

Manches hat den Vorstand beschäftigt, manches hat er trotz Pandemie mit auf Weg gebracht. So den geplanten Radweg auf dem Meyerhof-Gelände parallel zur Straße Wiehenkämpen bis zum Kindergarten Regenbogenland.

Zahlreiche Vor-Ort-Gespräche, auch schon mal kurzfristig anberaumt, forderten die Vorstandsmitglieder auch während der Corona-Hochphase. Schließlich will die Dorfgemeinschaft den Weg, der vor allem für mehr Sicherheit für Kinder sorgen soll, selbst bauen. Die Stadt Damme wird später die Verkehrssicherungspflicht und die Unterhaltung übernehmen.

Und trotz der teilweise weitreichenden Kontaktbeschränkungen hat der Vorstand auch über die nächste Teilnahme Osterfeines am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" intensiv nachgedacht.

"Wir sind Titelverteidiger auf Kreisebene."Marlies Enneking, Dorfgemeinschaft

Dass Osterfeine beim nächsten Mal wieder dabei ist, steht für Marlies Enneking außer Frage: "Wir sind Titelverteidiger auf Kreisebene." Das soll aber nicht das Ziel sein. Beim nächsten Mal wollen die Osterfeiner es in den Bundeswettbewerb schaffen.

Da könnte Corona ihnen sogar in die Karten gespielt haben. Denn aufgrund der Verschiebung des Wettbewerbes können die Osterfeiner 2022 mit mehreren, 2018 bei der ersten Teilnahme noch nicht abgeschlossenen Projekten eventuell punkten; inklusive sind das neue Kirchenumfeld und der sanierte Meyerhof. "Da hat uns die Pause gut getan", sagt Josef Gravemeyer.

"Wir machen weiter. Manches wird sich aber ändern."Marlies Enneking, Dorfgemeinschaft

"Wir machen weiter. Manches wird sich aber ändern", ergänzt Marlies Enneking, nach deren Beobachtung die Dorfgemeinschaft trotz der begrenzten Möglichkeiten in den vergangenen knapp 16 Monaten von den Bürgern wahrgenommen wird.

Und nicht nur von den Bürgern, sondern auch von Rat und Verwaltung der Stadt Damme. Sie sei eine Ansprechpartnerin, wie etwa jüngst auf der Suche nach Straßennamen für das Baugebiet "Auf dem Kirchesch" in Osterfeine. Umgekehrt gibt die Dorfgemeinschaft Anregungen von Bürgern an das Rathaus weiter.

Auch die inzwischen der Dorfgemeinschaft angegliederte "Freiwillige Arbeitsgemeinschaft Osterfeine" (FAGO) hat sich von Corona nicht beirren lassen. Die 11 Mitglieder rückten und rücken weiter an jedem ersten Donnerstag eines Monats aus, um Straßen zu fegen, Grünflächen zu pflegen und Unrat einzusammeln.

Über die Kirmes will die Dorfgemeinschaft nachdenken

Und was muss sich ändern? Josef Gravemeyer nennt die Osterfeiner Kirmes, die eigentlich an jedem 3. Wochenende im September stattfindet – zuletzt 2019 und frühestens wieder 2022. Zum einen werde es immer schwerer, Schausteller zu finden, zum anderen müsse die Dorfgemeinschaft auch darüber nachdenken, ob der Platz beim Schützentreff der optimale ist.

Die Kirmes ist nicht die einzige Veranstaltung, die für dieses Jahr abgesagt ist. Auch der Ausflug der Dorfgemeinschaft wird definitiv nicht stattfinden. Ob, und wenn ja, was geht, will der Vorstand relativ kurzfristig entscheiden.

Dazu gehört ein Termin für eine dringend erforderliche Mitgliederversammlung. Zudem hofft Schriftführerin Daniela Lange, dass im Zusammenhang mit der im August geplanten Einweihung des neu gestalteten Kirchenumfeldes der Brunch der Dorfgemeinschaft über die Bühne gehen kann.

Nikolaus-Aktion ist wieder fest vorgesehen

Fest eingeplant ist allerdings die Nikolaus-Aktion am 6. Dezember. Die war 2020 ein großer Erfolg. Gleich 4 "Nikoläuse" sowie Knecht Ruprechts waren im Dorf unterwegs und besuchten 30 Familien. In die Häuser durften sie nicht rein, aber in besonderen Zeiten müssen dann die an der Haustür überreichten Geschenke ausreichen.

Zudem hatte die Dorfgemeinschaft rund 130 Senioren zu Nikolaus ein Stutenmännchen mit Tonpfeife und zu Ostern Osterglocken überreicht. Beides kam nach Worten Josef Gravemeyers gut an und sollte den Bürgern zeigen, dass die Dorfgemeinschaft sie trotz Corona nicht vergessen hatte.

Auch praktische Hilfen organisiert die Dorfgemeinschaft in Corona-Zeiten. So stellt sie im Rahmen einer Aktion der Stadt Impfpaten; das sind Personen, die andere zu Impfterminen begleiten.

"Die Dinge laufen recht gut."Marlies Enneking, Dorfgemeinschaft

Von einer Einkaufshilfe sah der Vorstand dagegen ab. Die hatten andere wie die Messdiener organisiert. Unter dem Strich hält Marlies Enneking fest: "Die Dinge laufen recht gut." Das zeigt sich auch an der Mitgliederzahl. Die liegt unverändert bei etwa 250. Daran hat die Pandemie nichts geändert.

Pfund zum Wuchern: Das umgestaltete Kirchenumfeld soll zusätzliche Punkte bringen beim Dorfwettbewerb. Foto: LammertPfund zum Wuchern: Das umgestaltete Kirchenumfeld soll zusätzliche Punkte bringen beim Dorfwettbewerb. Foto: Lammert

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