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Osterfeiner Kirchenumfeld wird richtig schick

Das Gelände rund um St.-Mariä-Himmelfahrt wird nach dem Abschluss der Umgestaltung ein ganz anderes Gesicht haben. Mitarbeiter des Gartenbau-Unternehmens Hans-G. Hellebusch sind auf der Zielgeraden.

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Alles im Plan: Über den Stand der Dinge rund um die Osterfeiner Kirche St.-Mariä-Himmelfahrt informierten (von links) Christian Hoffmann und Roman Hellebusch den sichtlich zufriedenen Pfarrer Heiner Zumdohme. Fotos: Lammert

Alles im Plan: Über den Stand der Dinge rund um die Osterfeiner Kirche St.-Mariä-Himmelfahrt informierten (von links) Christian Hoffmann und Roman Hellebusch den sichtlich zufriedenen Pfarrer Heiner Zumdohme. Fotos: Lammert

Auch wenn noch die Baugeräte rollen, die Bepflanzung fehlt und die zukünftigen Rasenflächen nicht eingesät sind: Ein Blick über den Bereich um die Osterfeiner Kirche St.-Mariä-Himmelfahrt lässt darauf schließen, dass das Areal nach dem Abschluss der Umgestaltung erheblich gewonnen haben wird.

Über den Stand der Bauarbeiten auf dem etwa 8000 Quadratmeter großen Gelände, die im Zuge des Programmes „Dorfentwicklung Damme-Ost“ seit September laufen, informierte sich St.-Viktor-Pfarrer Heiner Zumdohme am Montag bei einem Gespräch mit Roman Hellebusch vom Bergfeiner Gartenbau-Unternehmen Hans-G. Hellebusch und dem Vorarbeiter Christian Hoffmann.

Pflasterarbeiten sollen bis Ostern abgeschlossen sein

Bis Ostern sollen die Pflasterarbeiten beendet sein, nach Ostern wollen die Hellebusch-Mitarbeiter mit dem Pflanzen beginnen. Dazu gehört unter anderem eine aus Eiben bestehende Hecke entlang der Kirchstraße.

"Die Raseneinsaat werden wir in 3 bis 4 Wochen vornehmen."Roman Hellebusch, Unternehmer

An Bäumen sind beispielsweise vorgesehen Spitzahorn, Zierapfel, Magnolie und Rotbuche, an Sträuchern Deutzie, Hortensie, Kirschlorbeer und Blutjohannisbeere. Hinzu kommen in einigen der Beete Bodendecker und Stauden etwa an der Nordseite des Gotteshauses als Abgrenzung zu den Parkplätzen.

Das Setzen der Bäume auf den Rasenflächen erfolge wegen der Natur, aber auch aus optischen Gründen, hieß es. Pfarrer Zumdohme stellte klar, dass der jetzt weitgehend freie Blick auf die Kirche erhalten bleiben soll.

Stichwort Rasenflächen. "Die Raseneinsaat werden wir in 3 bis 4 Wochen vornehmen", teilte Roman Hellebusch mit. Dabei handelt es sich um eine Fläche von rund 2.500 Quadratmetern.

Neu gepflastert haben die Arbeiter auf rund 3.000 Quadratmetern Betonsteine in der Farbe Muschelsand mit den Maßen 30 mal 20 mal 8 Zentimeter. Es gibt neue Wege, so den, der von der Kirchstraße direkt auf das sanierte Denkmal für die Gefallenen aus Osterfeine im 1. und im 2. Weltkrieg führt.

Denkmal bereitete große Sorgen

Das Denkmal hatte den Verantwortlichen vom Schützenverein und der Pfarrgemeinde einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Denn die Sanierung gestaltete sich längst nicht so einfach, wie gedacht. "Wir mussten es komplett abbauen", sagte Roman Hellebusch, dessen Mitarbeiter im Zuge der Gesamtarbeiten rund 2.000 Kubikmeter Erdreich ausgekoffert haben.

Das Denkmal nur neu zu verblenden und die 3 Kreuze zu überarbeiten reichte nicht aus. Denn der Betonkern und die Gründung erwiesen sich bei genauerer Untersuchung als marode.

Längst ist der in Form eines aufgeschlagenen Buches gestaltete Sockel fertiggestellt. Die von Hellebusch eingelagerten Tafeln mit den Gefallenennamen sind wieder am Sockel befestigt. Die 3 Kreuze befinden sich derzeit noch wegen der Überarbeitung bei einem Steinmetz.

Kirchensockel bedeutete nicht eingeplante Arbeiten

Eine weitere so nicht eingeplante Baustelle ergab sich beim Sockel des Gotteshauses. Den Putz haben Arbeiter komplett erneuert, weil der alte nicht wasserdurchlässig war. Das muss er aber nach Worten Roman Hellebuschs sein, weil das Gebäude auf einer Findlingsgründung ruht.

Bis zu dieser Gründung legten die Arbeiter den Sockel frei, entfernten den alten Putz und brachten den neuen an, der jetzt allerdings noch gestrichen werden muss.

Sehr zufrieden zeigte sich der Pfarrer mit den neuen Stellplätzen für Autos, von denen die vor dem Pfarrheim bereits in Betrieb sind. Dort befinden sich 13 Plätze, davon einer für Autos von Behinderten. An der Westseite der Kirche sind weitere 9 Stellplätze entstanden, davon 2 für Behinderten-Kfz.

An sie angrenzend befindet sich ein Areal für das Abstellen von Fahrrädern. Außerdem werden dort zukünftig die Informationstafeln der Kirchengemeinde, der Dorfgemeinschaft und des Sportvereins Schwarz-Weiß Osterfeine stehen.

Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf rund 700.000 Euro

Es gibt Veränderungen, die fallen erst auf den zweiten Blick auf. So liegt der Findling mit den Jahreszahlen 1887 und 1950, der an Verstorbene erinnert, nicht mehr auf dem südlichen Kirchengrund, sondern auf dem östlichen. Ihren Platz behalten haben die beiden Grabsteine, die daran erinnern, dass sich der Osterfeiner Friedhof früher rund um die Kirche befunden hat.

Zum Nulltarif hat es all die Arbeiten nicht gegeben. Förderfähig sind aus dem Dorfprogramm rund 700.000 Euro. 45 Prozent trägt das Land, 30 das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta, 16 die Stadt und den Rest die Kirchengemeinde St. Viktor.

Fest steht bereits der Tag, an dem Pfarrer Zumdohme das umgestaltete Areal im Rahmen eines Freiluftgottesdienstes einsegnen wird: am 15. August, ein Sonntag, dem Festtag Maria Himmelfahrt.

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