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Ortsbrandmeister zieht Bilanz für 2020: Feuerwehr muss 67 Mal ausrücken

Markus Sagner ist mit der Arbeit der Kräfte zufrieden. Die wendeten wie in den Vorjahren wieder viel Zeit für die Feuerwehr auf. Insgesamt kamen 4.852 Stunden zusammen.

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Unfall auf der Autobahn: Der Einsatz gehörte zu den 42 Hilfeleistungen, die die Wehr 2020 erbrachte.  Foto: Sagner

Unfall auf der Autobahn: Der Einsatz gehörte zu den 42 Hilfeleistungen, die die Wehr 2020 erbrachte.  Foto: Sagner

67 Einsätze: So oft musste Neuenkirchens Freiwillige Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken. In 42 und damit fast zwei Dritteln der Fälle handelte sich nach Angaben des Ortsbrandmeisters Markus Sagner um Hilfeleistungen wie die Beseitigung von Sturm- und Wasserschäden oder ausgelaufenen Betriebsstoffen.

15 Mal waren die Kräfte wegen Bränden beziehungsweise der Auslösung von Brandmeldeanlagen gefordert, vier Mal bei Nachbarschaftshilfen. Hinzu kamen sechs Fehlalarme. Insgesamt belief sich die Zahl der Stunden bei diesen 67 Einsätzen auf 1370.

Hinsichtlich der Zahl der Brandeinsätze erklärte der Ortsbrandmeister, sie sei seit Jahren rückläufig. Da mache sich der hervorragende Brandschutz in der Gemeinde sehr positiv bemerkbar.

Sieben Dienste fielen wegen Corona-Pandemie aus

Zu den Einsatzstunden kamen nach Worten Markus Sagners 1.260 Stunden bei 26 Diensten. Sieben Dienste habe das Ortskommando im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

319 Stunden kamen beim Besuch von Lehrgängen und Seminaren wie etwa der Truppmannausbildung oder Sprechfunker- und Maschinistenlehrgängen zusammen. Und schließlich fielen 1903 weitere Stunden bei 451 sonstigen Tätigkeiten wie Datenpflege und freiwilligen Diensten an.

Unter dem Strich brachte es die Feuerwehr somit 2020 auf exakt 4852 Stunden im Dienst. Sogar 5.570 wären es, wenn die 718 Stunden dazu gerechnet würden, die die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ableisteten, sagte der Ortsbrandmeister.

Positiv entwickelt hat sich die Zahl der Mitglieder, die Ende 2020 bei 87 lag -  und damit um acht als am Ende des Vorjahres. Das Gros machen die aktiven Kräfte mit 50 aus, darunter zwei Frauen. Die Altersabteilung zählt sieben Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 27. Drei Feuerwehrleute sind passiv gemeldet.

"Wir sind eine junge Feuerwehr."Markus Sagner, Ortsbrandmeister

Mit Blick auf die Mitgliederstruktur sagte Markus Sagner: "Wir sind eine junge Feuerwehr." Das Durchschnittsalter lag Ende 2020 bei 32,44 Jahren.

Hauptsächlich rekrutiert die Feuerwehr ihre neuen Kräfte aus der Jugendfeuerwehr. Es habe allerdings im vergangenen Jahr auch einen sogenannten Quereinsteiger gegeben, nachdem es 2019 sogar zwei gewesen waren, sagte der oberste Neuenkirchener Feuerwehrmann.

Zugute kommt der Wehr bei der steigenden Mitgliederzahl, dass die Gemeinde sie nicht begrenzt hat. Die Wehr stehe wie andere Wehren auch vor dem Problem, dass immer weniger Mitglieder vor Ort, sondern auswärts tätig seien. Andere arbeiteten im Schichtdienst.

Betriebe stellen Feuerwehrleute bereitwillig für Einsätze ab

Deshalb mache es wegen der Einsatzfähigkeit Sinn, möglichst viele Kräfte zu haben. Ein Lob gab es in dem Zusammenhang von Markus Sagner für die Betriebe. Sie stellten die Feuerwehrleute bereitwillig für Einsätze und Ausbildungen ab.

Einen Dank sagte er in Richtung Gemeinde, weil die Feuerwehr im Frühjahr 2020 ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 erhalten habe. Im November diesen Jahres soll sie zudem ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) 4.000 bekommen.

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