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Ortsbild in Molbergens Zentrum vervollständigt sich

Das neue Wohn- und Geschäftshaus am Kreisel in Molbergen ist so gut wie fertig. Damit ist der Ortskern um einen Hingucker reicher.

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Freude über den neuen Standort: Bernhard Meyer, Geschäftsführer der Behrens-Meyer GmbH, hat die neue Filiale präsentiert. Foto: Schrimper

Freude über den neuen Standort: Bernhard Meyer, Geschäftsführer der Behrens-Meyer GmbH, hat die neue Filiale präsentiert. Foto: Schrimper

Molbergens neue Mitte – rund um den vor einigen Jahren fertiggestellten Verkehrskreisel – ist nun um einen Hingucker reicher. Schräg gegenüber der Filiale der VR-Bank laufen die Restarbeiten an dem im Baustil sehr ähnlichen Wohn- und Geschäftshaus.

In dessen Erdgeschoss hat die Bäckerei Behrens-Meyer ihre neue Filiale samt Café sowie einem Saal für Veranstaltungen bezogen. Im ersten Ober- sowie im aufgesetzten Staffelgeschoss sind insgesamt 7 Wohnungen mit Größen zwischen knapp 60 und rund 100 Quadratmetern entstanden. Allesamt seien bereits vermietet, sagt Jürgen Focke von der JF Grundstücks GmbH & Co. KG, die das Gebäude errichten ließ. Zum 1. Juli sollen die Appartements bezogen werden können. Im Ganzen seien 1.000 Quadratmeter Nutz- und Wohnfläche entstanden.

Als gebürtiger Molberger habe er „viel Herzblut“ in das Projekt gesteckt, betont Focke. Der im Vergleich mit der VR-Bank ähnliche Baustil kommt nicht von ungefähr. Focke hat auch dieses Gebäude errichten lassen. Als es um die Neugestaltung der Ortsmitte ging, habe er als Investor beide Grundstücke von der Gemeinde erworben, die diese zuvor von ihren jeweiligen Besitzern gekauft hatte. An Ort und Stelle des neuen Wohn- und Geschäftshauses war die Gaststätte Drees zu finden, schräg gegenüber die Gaststätte „Thole-Vorwerk“. Das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs habe dann den „Grundtenor für die Architektur“ und den hohen Standard für die Gestaltung vorgegeben, so Focke. Zur Investitionssumme wollte er sich auf Nachfrage nicht äußern. Mit dem Ergebnis sei er sehr zufrieden. Die Bauten seien „angelehnt an die holländische Architektur“, aber auch „typisch norddeutsch“.

"Das war mutig und weitsichtig"

Molbergens ehemaligen Bürgermeister Ludger Möller (CDU) müsse man für die Entscheidungen rund um die Zentrumsgestaltung loben. „Das war mutig und weitsichtig“, so Focke. „Das Ergebnis gibt ihm Recht.“ Dass das Bauprojekt realisiert werden konnte, sei auch dem verantwortlichen Bauunternehmen Heinz Diekgerdes aus Lastrup zu verdanken, betont Focke.

Am Donnerstag wurden in der Bäckereifiliale am neuen Standort die ersten Kunden bedient. Das Café und der Saal müssen coronabedingt noch geschlossen bleiben. Wie Bernhard Meyer, Geschäftsführer der Behrens-Meyer GmbH, berichtet, können im Café etwa 50 Personen sitzen, im Saal bis zu 80. Draußen können noch einmal um die 20 Menschen ein Sitz-Plätzchen finden.

Das Konzept hat sich in Apen bereits bewährt

Das Konzept, eine Bäckerei mit einem Saal – etwa für Brunchgesellschaften oder Beerdigungskaffees – zu kombinieren, habe man bereits in Apen realisiert. Dort habe das Unternehmen eine Gaststätte übernommen und darin eine Bäckerei eingerichtet. „Das wird sehr gut angenommen.“ Auf einen ähnlichen Erfolg hofft er auch für Molbergen. Das Angebot im Saal solle „bäckertypisch“ bleiben, mit Frühstücks- und Kuchenbuffets. Warme Speisen, wie zum Beispiel Suppen, werde es dort auch geben. 

Im neuen Saal können bis zu 80 Gäste Platz finden. Foto: SchrimperIm neuen Saal können bis zu 80 Gäste Platz finden. Foto: Schrimper

Die Entscheidung, in den Neubau einzuziehen, habe er innerhalb kürzester Zeit gefasst, so Meyer. „Das habe ich innerhalb von 3 Minuten seelisch auf die Reihe gekriegt“, sagt er mit einem Schmunzeln. So habe er vermieden, Konkurrenz an prominenter Stelle vorgesetzt zu bekommen.

Die Behrens-Meyer GmbH mit Stammsitz in Garrel und ihren aktuell 82 Filialen im Nordwesten gebe es nun bereits seit 28 Jahren in Molbergen, so Meyer. Zunächst im ehemaligen Coma-Markt angesiedelt, ging es dann an die Peheimer Straße, von wo aus nun die Straßenseite zum jetzigen Standort gewechselt wurde. „Hier haben wir, glaube ich, Lebensrecht“, so Meyer mit einem Augenzwinkern. Bei der Gestaltung der Filiale sei man finanziell „übers Ziel hinausgeschossen“, räumt er ein. Das Ergebnis sei den Aufwand aber wert. „Es ist unsere aufwändigste, teuerste und schönste Filiale.“

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