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#optischetäuschung

Kolumne: Irgendwas mit # – Ein positives Zeichen: Für die Friseure gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels. Meine Geschichten mit den Figaros verbinde ich allerdings mit gemischten Gefühlen ...

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#ihrmachtunsnackt – unter diesem Hashtag machen Tätowierer im Netz auf die finanzielle Lage Soloselbstständiger in der Pandemie aufmerksam. "Es ist Zeit zu protestieren gegen die immer noch nicht ausbezahlten November- und Dezemberhilfen für Soloselbstständige, Einzelhändler, Gastronomen, Künstler und alle anderen, die davon betroffen sind", postet der Initiator, ein Tätowierer aus Bayreuth, bei Instagram. Viele Betroffene fürchten um ihre Existenz. Neben den Geldern fehlen ihnen auch die Perspektiven.

Immerhin für eine Branche gibt es nun Licht am Ende des Tunnels: Friseursalons sollen ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Unter strengen Hygienemaßnahmen – versteht sich – können sich Männer und Frauen von ihrem Corona-Fell befreien lassen, Friseure können wieder arbeiten – endlich.

Da sind kreHaartive Ideen gefragt

Passend dazu veröffentlichte das Katapult Magazin in den Sozialen Netzwerken kürzlich eine Karte mit lustigen und kreativen Namen von Friseursalons. Darunter: Rund hair rum, Haaribo, Sieht gut aus, Haarscharf, Dirty Hairy. Mal im Ernst, kreHaartive (ja, ebenfalls ein Friseursalon) Namen sind doch der absolute Knüller! Zumindest mich holt das total ab.

"Als kleines Kind habe ich mal Friseur gespielt. Dran glauben mussten damals meine eigenen Haare. Das, was auf meinem Kopf übrig geblieben war, musste ein Profi wieder richten. Die Folge: eine Kurzhaarfrisur."Joanna Abou Boutrus, Redakteurin

Doch ob ich nun im März den Gang zu einem (coolen) Friseur wage? Ich weiß es nicht. Es ist nicht die Angst vor dem Coronavirus. Es ist die Angst vor der Schere.

Als kleines Kind habe ich mal Friseur gespielt. Dran glauben mussten damals meine eigenen Haare. Das, was auf meinem Kopf übrig geblieben war, musste ein Profi wieder richten. Die Folge: eine Kurzhaarfrisur. Seither waren Friseurbesuche für mich, Sie können es sich vielleicht denken, der blanke Horror.

Klar hat sich das mittlerweile geändert. Doch auch im Erwachsenenalter verlief nicht jeder Friseurbesuch optimal; mein Pre-Corona-Haarschnitt zum Beispiel. Was ich wollte? Einmal Spitzen schneiden, ohne Stufen, einfach grade. Was ich bekam: einmal Spitzen geschnitten, ohne Stufen, einfach schief.

Der anfängliche Schreck wurde zu einer lustigen Geschichte

Im Spiegel war der Fauxpas deutlich erkennbar. Die Friseurin sah es auch. Sie versuchte es zu korrigieren, ohne Erfolg. Ihre Schlussfolgerung als wir uns das Ergebnis ein drittes Mal ansahen: Das muss eine optische Täuschung sein! Ich war perplex.

In dem Moment war es ärgerlich, im Nachhinein ist es eine lustige Geschichte. Und sicher werde ich in nicht allzu ferner Zukunft wieder zum Friseur gehen. Bleibt zu hoffen, dass die Salons öffnen und geöffnet bleiben dürfen und dass sich die Corona-Lage soweit entspannt, dass auch Tätowierer, Kosmetiker, Gastronomen, Einzelhändler und die vielen anderen Betroffenen bald wieder ihre Türen für Kunden öffnen dürfen.


Zur Person

  • Joanna Abou-Boutros ist freie Mitarbeiterin der OV.
  • Die Autorin erreichen Sie unter info@ov-online.de.

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