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Online-Nachhilfe soll das Homeschooling erleichtern

In Garrel startet in der kommenden Woche ein besonderes Projekt der Caritas: Ehrenamtliche geben ausgewählten Grundschülern online Nachhilfe.

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Lernen unter besonderen Bedingungen: Im Homeschooling droht mancher Schüler den Anschluss zu verlieren. Symbolfoto: dpa/Schmidt

Lernen unter besonderen Bedingungen: Im Homeschooling droht mancher Schüler den Anschluss zu verlieren. Symbolfoto: dpa/Schmidt

Das Homeschooling verlangt allen Beteiligten in diesen Zeiten viel ab. Dem digitalen Unterricht auf Distanz kann aber nicht jeder gleichermaßen gut folgen. Damit niemand den Anschluss verliert, soll voraussichtlich in der kommenden Woche an der Grundschule Garrel das Projekt „Schüler helfen Schülern“ starten. Angelegt ist es zunächst auf etwa 3 Monate.

Die Idee: Jugendliche ab 15 Jahren engagieren sich ehrenamtlich als Nachhilfelehrer und geben ausgewählten Grundschülern etwa 2 Stunden pro Woche online Hilfestellung – vornehmlich in den Fächern Deutsch und Mathematik. Initiiert wurde das Projekt vom Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth, unterstützt wird es von der Garreler Pfarrei St. Johannes.

Etwa 10 ehrenamtliche Nachhilfelehrer haben sich Ruth Köster zufolge bereits gemeldet. Sie ist für die Caritas als Schulsozialarbeiterin an der Grundschule Garrel im Einsatz. Wie sie berichtet, vermissten die Grundschüler den direkten Kontakt zum Lehrer und die Möglichkeit, noch einmal nachfragen zu können. „Viele Kinder können sich nur schwer aufraffen und haben Probleme damit, alleine zu Hause zu lernen.“ Schwierig sei das vor allem für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Die Eltern könnten aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse oft nicht weiterhelfen. So entwickelten Köster und ihre Kollegin Regina Bunger von der Gemeindecaritas Friesoythe das Projekt.

Zertifikat über Engagement

Für die Umsetzung konnten sie auch Agnes Meyer aus Garrel gewinnen, pensionierte Lehrerin und Mitglied des Caritasausschusses des Garreler Pfarreirats. Sie sei „sofort begeistert“ gewesen, berichtet sie. „Ich sehe die Notwendigkeit." Nachdem Freizeitbeschäftigungen in der Coronazeit weitgehend weggefallen seien, seien viele Jugendliche froh, wieder etwas tun zu können, weiß sie zu berichten. Unter den Ehrenamtlichen befänden sich auch  2 oder 3 Ältere, die keine Schüler mehr seien, wie zum Beispiel eine Maschinenbaustudentin. Ihnen gehe es auch um das Zertifikat, das ihnen das freiwillige Engagement bescheinigt. „So etwas kann man immer gut gebrauchen, wenn man sich irgendwo bewerben will. Solche Sachen sind immer von Vorteil“, sagt Meyer. Angestrebt sind insgesamt 20 Ehrenamtliche. Weitere Interessierte seien willkommen.

Bevor der Online-Nachhilfeunterricht beginnen kann, nehmen die Ehrenamtlichen und die Schüler zunächst Kontakt zu einander auf, um sich für die Online-Nachhilfe zu verabreden. Die Bücher und Arbeitsmaterialien bekommen die Nachhilfelehrer kostenlos gestellt. Wie Ruth Köster sagt, werde das Projekt aus Mitteln der Benefiz-Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ des NDR unterstützt.

  • Info: Wer Nachhilfelehrer werden möchte, kann sich bei Agnes Meyer (Telefon 04474/7416), Regina Bunger (Telefon 04491/788732) oder Ruth Köster (Telefon 04491/788717) melden.

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