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Oliver Suding berichtet über die Fortschritte beim Lüscher Sportzentrum

Das Fundament für die Tribüne ist gegossen. Die Baufortschritte dort bestimmen den Baustart von Vereinsheim, Imbiss und Parkplatz. Das Ganze soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

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Der Vorsitzende ist voller Vorfreude: Oliver Suding steht seit 2013 an der Spitze des SV BW Lüsche und das Thema Sportzentrum beschäftigt ihn seit 9 Jahren. Foto: Heinzel

Der Vorsitzende ist voller Vorfreude: Oliver Suding steht seit 2013 an der Spitze des SV BW Lüsche und das Thema Sportzentrum beschäftigt ihn seit 9 Jahren. Foto: Heinzel

Gerätehaus und Anschlusskasten sind fertig, Zaun und Flutlichtmasten stehen, die Fundamente für die Tribüne sind gegossen. Das neue Sportzentrum in Lüsche nimmt kontinuierlich Form an. Oliver Suding, der Vorsitzende des SV Blau-Weiß Lüsche, sagt: „Wir wären gerne weiter.“ Aktuell mache ihm die Stahlkonstruktion für die überdachte Tribüne mit 200 geplanten Sitzplätzen Sorgen. Gestiegene Materialkosten und Lieferengpässe könnten zu Verzögerungen führen. Denn bevor diese nicht vor Ort installiert ist, können die Arbeiten am Vereinsheim nicht beginnen.

Weitere Planungen: Mitte Mai könnte mit den Arbeiten am Vereinsheim begonnen und an der Tribüne bis Ende Mai beendet werden. Auf rund 1000 Quadratmetern, aufgeteilt auf zwei Geschosse, entstehen im Vereinsheim beispielsweise ein Café, Büros, Versammlungs- und Lagerräume sowie zwei Bewegungsräume für Gymnastik- und Tanzstunden. Zwischen Tribüne und Vereinsheim werden ein Imbiss sowie ein Kinderspielplatz errichtet. Darüber hinaus werden 86 Parkplätze, eine Vorgabe des Landkreises, samt einer E-Ladestation angelegt. Ziel sei es aber weiterhin, bis Ende des Jahres mit dem gesamten Projekt fertig zu sein.

Die Investitionskosten: Belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. 500.000 Euro trägt die Gemeinde Bakum. 100.000 Euro kommen vom Landessportbund. „Das ist der maximale Betrag, den man bekommen kann“, sagt Oliver Suding über eine Förderung für das Vereinsheim. Die restlichen 1,1 Millionen Euro muss der Verein selbst aufbringen. Dafür braucht er Hilfe. Crowdfunding, Sponsoren, Eigenleistungen und Spendenaktionen, wie ein Parzellenverkauf (Erlös: 31.900 Euro), hätten diese Summe bereits reduziert. Oliver Suding schätzt, dass dem Verein derzeit noch etwa 670.000 Euro fehlen würden. Unterstützer können Kontributionen auf folgende IBAN: DE52 2806 4179 0504 3832 01 bei der Volksbank Vechta überweisen.

Lageplan des Sportparks in Lüsche.
Grafik: BW Lüsche
Die Planungen für das Vereinsheim: Hier das Erdgeschoss.
Grafik: BW Lüsche
Die Planungen für das Vereinsheim: Hier das Obergeschoss.
Grafik: BW Lüsche
Ergebnisse der Pflanzaktion von Anfang März.
Foto: Heinzel

Weitere Aktionen sind geplant: Für das Vereinsheim soll es ebenfalls einen Parzellenverkauf geben. Das Ganze soll nach Ostern online freigeschaltet werden. Anfang Mai gebe es voraussichtlich einen Spendenlauf und im Sommer einen Spenden-Brunch. Am 25. Juni gebe es ein Spiel gegen die Werder-Bremen-Traditionsmannschaft. Oliver Suding hofft auf rund 1000 Besucher und fährt fort, dass es auch ein Rahmenprogramm mit Tombola und Autogrammstunde geben werde.

Der Ist-Zustand: SV BW Lüsche hat etwa 700 Mitglieder und verfügt über zwei Fußball-Herren- sowie zahlreiche Nachwuchsmannschaften. Hinzu kommen noch der Gymnastik- und Volleyballbereich. Die Kindertanzgruppe erfreut sich großer Beliebtheit. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, sind im neuen Vereinsheime zwei Trainingsräume vorgesehen. „Dann sind wir nicht mehr auf die Turnhalle angewiesen“, sagt Oliver Suding. Die neuen Räumlichkeiten böten zudem die Möglichkeit, das Angebot zu erweitern, so soll demnächst das Kleinkindturnen wieder starten. Mit dem Sportzentrum gebe es im Frühjahr 2023 für den Verein eine Art Neustart.

Zum Hintergrund: 2014 wurden die Pachtverträge gekündigt. 4 Jahre später entschied sich der Verein für ein neues Sportzentrum. Die Kosten beliefen sich damals auf knapp 1 Million Euro. Darin war aber noch kein Kunstrasenplatz enthalten. Dieser sei heutzutage aber eine „Frage der Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Oliver Suding.

Im Februar 2021 haben die Maßnahmen auf der 33.320 Quadratmeter großen Fläche begonnen. Teile des Waldes wurden gerodet, dafür gebe es Kompensationsmaßnahmen. Der Verein habe zu diesem Zweck einen Vertrag mit den niedersächsischen Landesforsten geschlossen, die eine entsprechende Fläche in Holdorf aufforsten und betreuen.

Auf dem Vereinsgelände gebe es weitere Ausgleichsmaßnahmen. Anfang März wurden 650 Sträucher und kleine Bäume im nordöstlichen Bereich angrenzend zum Trainingsplatz gepflanzt. Die ehrenamtlichen Helfer sind am 16. April wieder aktiv und befüllen die Flutlichtmasten zur Stabilisierung mit Sand und machen auf dem Vereinsgelände „klar Schiff“.

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