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Oldtimer-Treff in Bösel: Wenn schwarze Rauchwolken knatternd in die Luft stoßen

Vom Traktor bis zum Moped: Am Wochenende sind Oldtimer-Fans in Bösel voll auf ihre Kosten gekommen – zur Freude des hiesigen Oldtimer-Vereins, der zeitgleich sein 25-jähriges Jubiläum feierte.

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Foto: Pille

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Wenn am Wochenende der alte Lanz-Trecker angelassen wurde, bebte rundherum die Erde und eine schwarze Rauchwolke stieß knatternd in die Luft. Dann hörte man von vielen Besuchern des Oldtimer-Treffs in Bösel den Satz: "Wie in alten Zeiten".

Oldtimer – vom Traktor bis zum Moped – haben am Wochenende rund um die Reithalle in Osterloh im Mittelpunkt gestanden. Liebevoll gehegt und gepflegt, meist von Männern mit großen Hüten. Sie alle waren gekommen, weil sie ein Hobby verbindet: das Schrauben an Fahrzeugen, die eines gemeinsam haben: Sie sind alt.

Die Namen, besonders die der Trecker, sind Musik in den Ohren der Böseler Oldtimer-Freunde um ihren Vorsitzenden Josef Börgerding: Deutz, Fendt, Eicher, Porsche, Cormick, Hanomag, Bautz und natürlich der Star jeder Ausstellung: der Lanz Bulldog, der früher zu den bekanntesten Schleppern auf den Äckern der Bauern gehörte. Er scheint gegenüber dem Aussehen heutiger moderner Traktoren aus einer Zeit zu kommen, die kurz nach Beginn der Landwirtschaft liegen muss.

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Lanz Bulldog beeindruckt mit 6 Liter Hubraum

Der Einzylindermotor lässt mit dem unvergesslichen Klang auf jeder Oldtimer-Schau aufhorchen. Mit einem Hubraum von über 6 Litern und unter 500 Umdrehungen pro Minute sorgt der Motor auch heute noch für akustischen Hochgenuss. Ein 86-jähriger Besucher konnte sich noch genau erinnern, wie die Motoren mit einer Lötlampe vorgeglüht wurden, um den Selbstzünder zum Laufen zu bringen, damit der Lanz seine sagenhaften 12 PS ausleben konnte. Die ersten Modelle wurden noch rückwärtsgefahren, indem die Drehrichtung des Motors geändert wurde.

So mancher Trecker musste beim Baumstammziehen auf dem Acker nebenan kapitulieren – trotz Rauchfahne als Ausdruck seiner Kraft vor der Last im Geläuf des Dressurgeländes. Der Lohnunternehmer Schepers aus Friesoythe führte obendrein seinen Monster-Häcksler vor.

Oldtimerclub besteht seit 25 Jahren

Auf einem Teilemarkt wurde gekramt, gefachsimpelt und gefeilscht. Nur hier findet der Schrauber manchmal das fehlende Teil, damit in ungezählten Arbeitsstunden aus einem baufälligen Trümmerhaufen wieder ein richtiges Vorzeigestück wird.

2 Tage lang gab es eine Spielwiese für Groß und Klein, eine Hüpfburg für die ganz Kleinen, am Sonntag wird ein Frühstück angeboten. Einer der Höhepunkte: Der "Schmierstoffabend". Eine Fete, bei der die Böseler Schrauber beim Fachsimpeln mit ihren Gästen aus Nah und Fern das Jubiläum feierte. Der Verein besteht nämlich nunmehr seit 25 Jahren.

Der zweite Tag allerdings litt dann doch darunter, dass es in der Gemeinde mehrere gut besuchte Veranstaltungen gab. Angesichts des coronabedingten Nachholbedarfs für Veranstaltungen waren wohl nicht alle abgestimmt worden. So blieben die Oldtimer-Frauen am Ende doch noch auf eine Reihe von Torten und Obstböden sitzen.

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