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Oldenburger Weg in Bösel leidet unter der Last des Verkehrs

Hochbetrieb herrscht auf den Seitenstraßen, da viele Auto- und Lkw-Fahrer sie aufgrund der gesperrten Petersdorfer Ortsdurchfahrt als Abkürzung nutzen. 50.000 Euro hat die Gemeinde schon investiert.

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Hält dem aktuell hohen Verkehr nicht stand: der Oldenburger Weg in Bösel. Foto: Wimberg

Hält dem aktuell hohen Verkehr nicht stand: der Oldenburger Weg in Bösel. Foto: Wimberg

Kaum Höfe und Häuser, doch auf dem Oldenburger Weg in Bösel herrscht Hochbetrieb. Die Nebenstraße zwischen Bösel und Petersdorf leidet schon länger unter der Last vieler Fahrzeuge und wird ab Mittwoch saniert. Wie Bauamtsleiter Christoph Burtz mitteilte, werden die maroden Seitenränder instand gesetzt und die klaffenden Löcher im Asphalt geschlossen.

Besonders begehrt ist die Trasse aktuell aufgrund der Ortssanierung in Petersdorf und der damit gesperrten Hauptstraße. Die Umleitung ist  großräumig angelegt, doch wer ortskundig ist, hält sich nicht an Beschilderung, Tonnenbegrenzungen und Einbahnstraßensysteme und nutzt die infrage kommenden Abkürzungen und Seitenstraßen. Dazu zählen beispielsweise auch die Kampstraße und die Schulstraße. „Man kann 1000 Schilder aufstellen und Kontrollen vornehmen, aber die Situation bleibt unglücklich“, unterstreicht auch Bürgermeister Hermann Block.

Insgesamt habe die Gemeinde bereits rund 50.000 Euro investieren müssen, um die von uneinsichtigen Auto- und Lkw-Fahrern verursachten Schäden zu beheben. Zum Oldenburger Weg werden sich nun zwei beauftragte Fachfirmen begeben und ihn wieder ebnen.

Still ruht der See: Aufgrund er extremen Nässe musste auch in der Böseler Ortsmitte kurzzeitig ein Baustopp eingelegt werden. Foto: WimbergStill ruht der See: Aufgrund er extremen Nässe musste auch in der Böseler Ortsmitte kurzzeitig ein Baustopp eingelegt werden. Foto: Wimberg

Ebenso wie ihnen waren für solche Arbeiten auch weiteren Unternehmen die Hände gebunden. Baustopp herrschte aufgrund der extremen Nässe in der Böseler Ortsmitte, die komplett saniert wird, keine Tätigkeit auch beim Regenrückhaltebecken an der Fladderburger Straße.

Rund um die Kirche werden für das Großprojekt zurzeit die Versorgungsleitungen sowie ein neuer Schmutz- und Regenwasserkanal verlegt. Die Ampelschaltung, die eine Durchfahrt gewährleistet, wurde noch einmal justiert, und somit „laufen nicht nur die Baumaßnahme, sondern auch der Verkehr wirklich gut“, so Butz.

Investiert wird auch in die Kita-Betreuung

Auch der Bau des Regenrückhaltebeckens zählt zu den umfangreichen Maßnahmen, die mit Blick auf die Ortsentwässerung eine dringend erforderliche Entlastung bieten sollen. Wie berichtet, ist das Becken mit einem Einzugsgebiet von rund 132 Hektar verbunden und wird naturnah gestaltet. Ein Bodenaushub von rund 39.000 Kubikmetern ist für die Verwirklichung erforderlich. Rund 3,3 Hektar landwirtschaftliche Fläche hat die Gemeinde für den Bau erworben und kalkuliert rund 2 Millionen Euro.

Bodenplatte gegossen: Die Arbeiten der Kita für alle des Caritas-Vereins in Kooperation mit der Gemeinde Bösel gehen voran. Foto: WimbergBodenplatte gegossen: Die Arbeiten der "Kita für alle" des Caritas-Vereins in Kooperation mit der Gemeinde Bösel gehen voran. Foto: Wimberg

Investiert wird auch in die Kita-Betreuung: Der Bedarf an Plätzen kann seit geraumer Zeit nicht gedeckt werden, somit waren Alternativen gefragt. Die Zusammenarbeit mit dem Caritas-Verein in Altenoythe, bei dem eine Gruppe eingerichtet werden konnte, bleibt auch künftig bestehen. Darüber hinaus werden Mädchen und Jungen ab August auch im Gewerbegebiet „Südkamper Ring“ betreut. Ein Investor, der an der Messingstraße eine Ansiedlung plant, wird sein Gebäude zunächst der Gemeinde für 3 Jahre zur Verfügung stellen. Eine Teilbaugenehmigung ist laut Block bereits eingegangen, sodass mit den Bodenarbeiten begonnen werden könne.

Das Konzept sieht zwei Gruppen vor, die flexibel für Kindergarten oder Krippe genutzt werden können. Der Investor übernimmt die fest verankerte Ausstattung, inklusive der kindgerechten Sanitäranlagen. Die Gemeinde als Mieterin sorgt für das Mobiliar und legt einen Spielplatz an.

Unterdessen laufen an der Straße „Neuland“ die Arbeiten für die „Kita für alle“ des Caritas-Vereins in Kooperation mit der Gemeinde. Zusätzlich haben Politik und Verwaltung eine weitere Kindertagesstätte im Visier.

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