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Ohne Mechthild Mertens ist Vördens Kinder- und Familienhaus nicht denkbar

2015 öffnete die Einrichtung in Vörden als erste ihrer Art im Kreis Vechta ihre Pforten. Seitdem ist sie  Dank Mechthild Mertens' ein Ort geworden, an dem Menschen Hilfe erfahren und sich treffen.

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Alle 	hereinspaziert: Mechthild Mertens (hinten, zweite von rechts) und Kita-Leiterin Mechthild 	Bergmann freuen sich auf den Kita-Start am Montag. Foto: Oevermann

Alle hereinspaziert: Mechthild Mertens (hinten, zweite von rechts) und Kita-Leiterin Mechthild Bergmann freuen sich auf den Kita-Start am Montag. Foto: Oevermann

Vor nunmehr 6 Jahren wurde das Kinder- und Familienhaus in der Kita St. Elisabeth in Vörden eröffnet. Die damals noch junge Vördener Kindertagesstätte war mit diesem zusätzlichen Angebot Vorreiterin im Landkreis Vechta.

Unverwechselbar ist die nicht mehr weg zu denkende Einrichtung mit dem Namen Mechthild Mertens verbunden. Doch nicht nur mit ihrem „Baby“ hat sich die zweifache Mutter einen Namen in der Gemeinde gemacht. Seit mehr als 40 Jahren betreut die 63-Jährige die Kinder Vördens.

Bergmann: Mertens hat ein offenes Herz für Familien

"Ohne dich wäre dieser Kindergarten nicht das, was ihn ausmacht: ein offenes Herz für alle Familien", sagte Kita-Leiterin Mechthild Bergmann, als sie und weitere Erzieherinnen sowie Vertreter der Eltern Mechthild Mertens für deren 40-jährige Tätigkeit als Erzieherin in den Vördener Kitas dankte. Zuvor hatte sie dreieinhalb Jahre in Neuenkirchen im Kindergarten Sonnenland gearbeitet.

Nach ihrer insgesamt 33-jährigen Tätigkeit im Vördener Kindergarten St. Paulus wechselte Mechthild Mertens 2014 zur damals neu eröffneten neuen Kita St. Elisabeth, um sich in dem dort 2015 eröffneten Kinder- und Familienhaus verwirklichen zu können.

Lob gab es auch von der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund, zu der die katholische Kirchengemeinde St. Paulus Apostel, die Trägerin der beides Kitas, gehört. "Wir sind sehr froh, dass Sie nunmehr 40 Jahre bei uns verbracht haben", sagte Matthias Lemper. Mechthild Mertens habe stets viel Herzblut in ihre Arbeit gesteckt, vor allem aber eben in das Kinder- und Familienhaus.

In der Kita St. Elisabeth und bei Leiterin Mechthild Bergmann war die ausgebildete systemische Familienberaterin mit ihrer Idee, ein solches Haus zu schaffen, schnell auf offene Türen gestoßen. Die Einrichtung basiert auf den 4 Bausteinen Elternberatung, Elternmitwirkung, Elternbegegnung und Elternbildung.

"Das Kinder- und Familienhaus mit Leben zu füllen, war eine tolle Erfahrung für mich."Mechthild Mertens, Erzieherin

"Das Kinder- und Familienhaus mit Leben zu füllen, war eine tolle Erfahrung für mich", berichtete die Initiatorin und Leiterin. Diese Einrichtung sei zur richtigen Zeit für sie und Vörden gekommen. „Für mich hat sich die Tätigkeit nie nach Arbeit angefühlt“, sagte Mechthild Mertens.

Einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit nimmt die Beratung in Anspruch. Allen Familien in der Gemeinde bietet das Kinder- und Familienhaus seine Unterstützung bei den unterschiedlichsten Problemen an.

Zudem gehören die dort organisierten Veranstaltungen wie etwa der Näh- oder der Frauentreff mittlerweile wie selbstverständlich zum kulturellen Leben in der Gemeinde dazu. Und sie tragen viel zu der Integration der vielfältigsten Kulturen und Menschen in Neuenkirchen-Vörden bei.

Vieles von all dem sei aber in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie und deren Folgen nicht möglich gewesen. Auch die Beratung gestaltete sich in Zeiten, in denen Kontakte gemieden werden sollen, schwierig, sagte Mechthild Bergmann.
„Wir hatten in den letzten Monaten eine wahnsinnige emotionale Balance auszuhalten“, erklärte die  Kita-Leiterin weiter.

Viele Eltern sind emotional an ihre Grenzen gestoßen

Telefonisch hätten die Erzieherinnen versucht, so gut es ging den Kontakt zu den Kindern und Eltern aufrecht zuhalten. Viele Eltern berichteten Mechthild Mertens, dass sie emotional an ihre Grenzen gekommen seien. Ihre Kinder seien mit fortschreitendem Lockdown zusehends unausgeglichener geworden.

Umso mehr freuen sich alle Beteiligten, dass der Landkreis Vechta ab Montag ins sogenannte "Szenario A" wechselt und auch in der Vördener Kita der Regelbetrieb dann wieder starten darf.

Es sei spürbar, dass die Kinder in den letzten Tagen ausgeglichener und zufriedener wurden. Eine Mutter, berichtete Mechthild Mertens, habe gar erzählt, dass ihr Kind "euphorisiert" dem Kita-Start entgegengefiebert habe.

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