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Offizierin der Bundeswehr erklärt Schülern den Ukraine-Krieg

Meike Bauersfeld referierte vor den Ferien in 21 Klassen der Cloppenburger Berufsschule am Museumsdorf. Sie ging zudem auf die Besonderheiten eines Kriegs im 21. Jahrhundert ein: die sozialen Medien.

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Jugendoffizierin klärt Schüler der BBS am Museumsdorf über Ukraine-Krieg auf. Foto:  Stina Köster

Jugendoffizierin klärt Schüler der BBS am Museumsdorf über Ukraine-Krieg auf. Foto: Stina Köster

Für die Schüler ist der aktuelle Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine eine Art „Schock-Erlebnis“, schreibt Dr. Ralf Raabe, Lehrer an den Cloppenburger Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf. Die Schule reagierte darauf mit Aufklärung und holte sich dafür mit Bundeswehrhauptfrau Meike Bauersfeld Unterstützung. Die Jugendoffizierin referierte vor den Ferien in insgesamt 21 Klassen und sucht auch die Diskussion mit den Schülern, vor allem der Fachobschulen, der Berufsschulen, der Fachschulen und der beruflichen Gymnasien.

Bauersfeld machte einen Rundumschlag, erklärte zunächst die politische Lage und sprach über die deutsche Position, dass Angriffe auf Menschenrechte und demokratische Prinzipien nicht hinnehmbar seien. Sie ging aber auch auf die Besonderheiten eines Kriegs im 21. Jahrhundert ein, der sich deutlich von früheren unterscheide: Die sozialen Medien spielten für die Meinungsbildung eine wesentliche Rolle. Außerdem ging die Soldatin auf die Folgen des russischen Angriffskriegs für die Ukraine, Russland selbst, für Deutschland und die afrikanische Staaten ein.

Bauersfeld diskutierte mit den Schülern auch Lösungsmöglichkeiten. An dieser Stelle verwies die Referentin ausdrücklich darauf, dass Kriege und Konflikte immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden müssen. Die Referentin betonte im Vortrag immer wieder die Bedeutung des Grundgesetzes – eine wesentliche Leitlinie für den deutschen Staat.

Laut Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) soll der Einsatz dieser externen sicherheitspolitischen Referenten dazu genutzt werden, den Unterricht zu bereichern. Entsprechend bewertet die betreuende Lehrkraft Nicole Bruns die Veranstaltung als Ergänzung zum Unterricht, sowohl für Lehrer als auch für Schüler: „Die Schüler haben gelernt, dass Frieden und Demokratie als umfassende und dauerhafte Rechtsordnung und Lebensform nicht selbstverständlich sind, sondern dass dafür gearbeitet werden muss“, so Bruns. Die Referentin war erstmalig an der BBS. Die Schule plane Folgeveranstaltungen zum Themenbereich Demokratiebildung.

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