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Offizieller Spatenstich: Der Neubau des Feuerwehrhauses in Brockdorf startet

Lange mussten die Brandbekämpfer warten. Jetzt entsteht an der Langweger Straße ihr neues Domizil. Die Stadt investiert etwa 4,37 Millionen Euro. Mitte 2023 soll das Gebäude fertiggestellt sein.

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Lasst den Sand fliegen! Am offiziellen Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus Brockdorf nahmen Vertreter aus Politik, der Feuerwehr sowie beteiligter Unternehmen teil. Foto: Timphaus

Lasst den Sand fliegen! Am offiziellen Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus Brockdorf nahmen Vertreter aus Politik, der Feuerwehr sowie beteiligter Unternehmen teil. Foto: Timphaus

Eine gefühlte Ewigkeit hat die Feuerwehr Brockdorf auf diesen Tag gewartet: Am Freitag erfolgte an der Langweger Straße, südlich des Hopener Mühlenbaches, der offizielle Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus. Die Stadt Lohne investiert etwa 4,37 Millionen Euro in den Neubau, der Mitte 2023 fertiggestellt sein soll.

Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer ging auf die lange Genese des Projekts ein. Er sprach von einer „schweren Geburt“. Sieben potenzielle Standorte seien untersucht worden. Letztlich habe die Stadt die jetzige Fläche von der Firma Pöppelmann zurückgekauft. Er dankte dem Unternehmen für die Kooperation.

Einen weiteren Dank richtete Gerdesmeyer an Franz-Josef Theilen und dessen Sohn Franz Heinrich, die schon Pläne entworfen hätten, bevor der Standort überhaupt festgestanden habe. Mit der Feuerwehr Brockdorf habe man trotz aller Verzögerungen jederzeit vertrauensvoll zusammengearbeitet, ohne sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuzuschieben.

So soll es künftig aussehen: das neue Feuerwehrhaus in Brockdorf. Visualisierung: Architektur- und Ingenieurbüro Pölking und TheilenSo soll es künftig aussehen: das neue Feuerwehrhaus in Brockdorf. Visualisierung: Architektur- und Ingenieurbüro Pölking und Theilen

Der scheidende Lohner Verwaltungschef und neue Vechtaer Landrat nannte den Umzug der Feuerwehr den "ersten Baustein für Brockdorfs neue Mitte". Durch diese Entwicklung komme am Dorfplatz viel in Bewegung. Gerdesmeyer würdigte die Feuerwehr Brockdorf als "unverzichtbar für Lohne".

Auf dem etwa 6.900 Quadratmeter großen Areal entsteht ein Feuerwehrgerätehaus mit vier Stellplätzen, einer Waschhalle sowie Keller. Die Nutzfläche inklusive Sozialtrakt, Umkleiden, Fahrzeughalle und Keller beträgt 1.395 Quadratmeter. Unter dem Aspekt der energetischen Nachhaltigkeit sind das Gründach, die Photovoltaikanlage sowie die Beheizung mittels Luft-Wasser-Wärmepumpe zu sehen.

Das bisherige Gebäude hat diverse Sicherheitsdefizite

Anfangs hatte die Stadt mit Kosten von etwa 2,3 Millionen Euro ohne Erschließung, Außenanlagen und Ausstattung kalkuliert. Diese Schätzung konnte nicht gehalten werden. Jetzt taxiert das Bauamt die Baukosten inklusive Nebenkosten auf circa 3,73 Millionen Euro. Für die Außenanlagen und die Ausstattung werden etwa 640.000 Euro fällig, sodass die Herstellungskosten insgesamt bei 4,37 Millionen Euro liegen. Mögliche Preiserhöhungen in der Baubranche sind bisher noch nicht berücksichtigt.

Die Ausstattung sieht eine moderne Schwarz-Weiß-Trennung vor. Es sind getrennte Umkleiden für Frauen und Männer sowie eine separate Garderobe für die Jugendfeuerwehr vorgesehen. Schulungs- und Nachbesprechungsräume sowie Büros erleichtern die theoretische und Verwaltungsarbeit. Diverse Funktionsräume berücksichtigen die Bedürfnisse der Wehr. Auf dem Hof wird es Übungshydranten geben, auch ein Seilanschlag ist eingeplant.

Zur Chronologie: Im Juni 2014 stellte Stadtbrandmeister Franz-Josef Theilen eine Gefährdungsbeurteilung der aktuellen Heimstätte der Feuerwehr Brockdorf vor. Quintessenz: Das Gebäude am Dorfplatz entspricht nicht den heutigen Anforderungen.

So soll es künftig aussehen: das neue Feuerwehrhaus in Brockdorf. Visualisierung: Architektur- und Ingenieurbüro Pölking und TheilenSo soll es künftig aussehen: das neue Feuerwehrhaus in Brockdorf. Visualisierung: Architektur- und Ingenieurbüro Pölking und Theilen

Daraufhin begann die Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen Neubau. Die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen bestätigte im Februar 2015 nochmals die Sicherheitsdefizite des Feuerwehrhauses.

Das Architektur- und Ingenieurbüro Pölking und Theilen machte sich 2017/18 an die ersten Vorentwürfe. Doch lange war nicht klar, wo ein Neubau realisierbar wäre. Schließlich gelang der Durchbruch: Das neue Feuerwehrhaus sollte an der Langweger Straße, südlich des Hopener Mühlenbaches, auf der Fläche des bisherigen Regenrückhaltebeckens der Firma Pöppelmann gebaut werden.

Einer seiner letzten Auftritte als Lohner Bürgermeister: Tobias Gerdesmeyer während der Ansprache anlässlich des Spatenstichs für das neue Feuerwehrhaus in Brockdorf. Foto: TimphausEiner seiner letzten Auftritte als Lohner Bürgermeister: Tobias Gerdesmeyer während der Ansprache anlässlich des Spatenstichs für das neue Feuerwehrhaus in Brockdorf. Foto: Timphaus

Die Politik hatte keinerlei Einwände gegen den Standort und brachte die Bauleitplanung auf den Weg. Im Dezember 2020 beschloss der Stadtrat die für das komplexe Vorhaben notwendigen Änderungen des Flächennutzungs- sowie des Bebauungsplans.

Im März dieses Jahres stellte die Stadt den Bauantrag, dessen Genehmigung der Landkreis Vechta im Mai erteilte. Anfang Oktober wurden schließlich die ersten Gewerke Rohbauarbeiten, Blitzschutz- und Elektroarbeiten vergeben.

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