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Offizialat spendet 100.000 Euro für Kriegsopfer in der Ukraine

Propaganda, Krieg und Zerstörung dürfen nicht das letzte Wort haben, sagt Weihbischof Wilfried Theising. Umso wichtiger sei die Hilfe aus dem Westen.

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100.000 Euro aus dem Offizialat gehen über Caritas international an Kriegsopfer aus der Ukraine: Das haben am Weihbischof Wilfried Theising (Mitte), Dr. Markus Wonka (rechts) und Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe Freitagmittag mitgeteilt. Foto: Kattinger

100.000 Euro aus dem Offizialat gehen über Caritas international an Kriegsopfer aus der Ukraine: Das haben am Weihbischof Wilfried Theising (Mitte), Dr. Markus Wonka (rechts) und Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe Freitagmittag mitgeteilt. Foto: Kattinger

Das Bischöflich Münstersche Offizialat wird 100.000 Euro an die Auslandsabteilung des Deutschen Caritasverbandes, Caritas international, überweisen. Das schreibt die Caritas in einer Mail. Das Geld sei unmittelbar für die Opfer des Ukraine-Krieges bestimmt.

„Es ist Krieg in Europa: unfassbar. Täglich erreichen uns neue Schreckensnachrichten. Uns bewegen Gefühle der Angst, Wut und Ohnmacht“, wird Weihbischof Wilfried Theising zitiert. „Unsere Hilfe ist dringend notwendig, denn Propaganda, Krieg und Zerstörung dürfen nicht das letzte Wort haben!“

Nach wie vor arbeitet die Caritas Ukraine an über 30 Standorten verteilt über das ganze Land. So berichten Caritas-Mitarbeitende aus der stark bombardierten Millionen-Stadt Charkiw beispielsweise, dass Lebensmittel und Wasser langsam knapp würden. In den Geschäften gebe es kaum Produkte. Auch für Brot müsse man Schlange stehen, schreibt die Caritas.

Caritas-Teams arbeiten 14 Stunden täglich

Im Westen der Ukraine unterstütze die Caritas nahe der Stadt Ternopil bei Lemberg derzeit 2000 Frauen und Kinder mit der Beschaffung von Unterkünften, Lebensmitteln und Medikamenten. Trotz heulender Luftschutzsirenen werden Menschen über ein Hauskrankenpflegeprojekt weiter versorgt. In Dnipro, der nach Kiew, Charkiw und Odessa viertgrößten Stadt der Ukraine, arbeiten Caritas-Teams 14 Stunden täglich, berichtet die Organisation.

„Man muss bedenken, dass die Ukraine ja bereits vor dem Krieg ein äußerst armes Land war“, mahnt Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe. Unvorstellbar, dass sich diese Lage jetzt noch einmal potenziere. Humanitäre Korridore seien dringend nötig, um eine weitere Verschlimmerung der Lage zu verhindern.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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