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Offenbar Einigung auf neuen Mindestlohn in der Fleischbranche

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten teilt mit, dass ein neuer Mindestlohn für die etwa 160.000 Beschäftigten in Schlachthöfen und Wurstfabriken vereinbart worden ist. (Update: 23 Uhr)

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Symbolfoto: dpa

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Im Konflikt um die Bezahlung von Beschäftigten in der Fleischindustrie gibt es offenbar einen Durchbruch. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten am Donnerstagabend mitteilte, sei in der 4. Tarifverhandlung mit den Arbeitgebern der Fleischwirtschaft der Abschluss eines neuen deutschlandweiten Mindestlohns für die rund 160.000 Beschäftigten in Schlachthöfen und Wurstfabriken vereinbart worden. Über die Höhe machte die NGG keine Angaben.

Beide Parteien haben laut Mitteilung vereinbart, die Details des neuen Tarifvertrages erst nach der offiziellen Annahme durch die Arbeitgeber zu veröffentlichen.

Die Mitglieder der NGG-Tarifkommission haben demnach dem Verhandlungsergebnis bereits einstimmig zugestimmt. Die Tarifkommission der Arbeitgeber müsse dem von einer Delegation ausgehandelten Ergebnis bis spätestens zum 1. Juni 2021 um 13 Uhr endgültig zustimmen. Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung soll beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Allgemeinverbindlichkeit des neuen Tarifvertrages beantragt werden.

Monatelange Verhandlungen mit verhärteten Fronten

In den monatelangen Gesprächen hatte es eine Verhärtung der Fronten gegeben. Die NGG hatte Ende März die 3. Verhandlungsrunde unterbrochen - und zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft forderte einen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde für alle Beschäftigten in der Schlachtung und Verarbeitung sowie eine Erhöhung auf 14 Euro pro Stunde nach einer kurzen Einarbeitungszeit gefordert. Der Mindestlohn für Facharbeiter sollte 17 Euro pro Stunde betragen.

Die Arbeitgeberseite, die von 100.000 Beschäftigten spricht, hatte angeboten, dass der Mindestlohn in der Branche auf 10,50 Euro pro Stunde angehoben wird - einen Euro mehr als der gesetzliche Mindestlohn.

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