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Oberschule Garrel sammelt mehr als 16.400 Euro für Ukraine-Hilfe

Etwa 550 Schülerinnen und Schüler haben das Geld durch einen Sponsorenlauf und eine Auktion zusammengetragen. Die Summe kommt der Diakonie und dem Caritasverband zugute.

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Viel Geld für den guten Zweck: (hinten, links) Ann-Katrin und Ingo Wessel, Stefan Hack, Markus Berssen (hinten, 4. von rechts), Alexandra Stolle, Amira Hasso und Sandra Cacino mit Schülern des Technikkurses.  Foto: Thomes

Viel Geld für den guten Zweck: (hinten, links) Ann-Katrin und Ingo Wessel, Stefan Hack, Markus Berssen (hinten, 4. von rechts), Alexandra Stolle, Amira Hasso und Sandra Cacino mit Schülern des Technikkurses.  Foto: Thomes

10.000 Runden in einer 3-Feld-Turnhalle zu laufen: Für die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Garrel war das kein Problem. Angestrengt haben sie sich für den guten Zweck, denn der Erlös des Sponsorenlaufs ist für Geflüchtete aus der Ukraine gedacht. Mehr als 16.400 Euro sind insgesamt zusammengekommen. Sie gehen an die Caritas und die Diakonie für entsprechende Angebote.

Vorbereitungen für Sponsorenlauf starteten im März

Mit Beginn des Krieges in der Ukraine seien sich die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer schnell einig gewesen, helfen zu wollen. Im März, hieß es jetzt bei der Spendenübergabe, seien die ersten Vorbereitungen für eine Hilfsaktion getroffen worden. Die Wahl sei dabei auf den Sponsorenlauf und eine Auktion von Bänken gefallen, die wiederum die Schüler von Lehrer Stefan Hack in einem Wahlpflichtkurs zusammengebaut hatten. Konrektorin Alexandra Stolle war sich sofort sicher: "Das machen wir!"

Auktion der Bänke bringt über 1000 Euro

Ersteigert haben je eine Bank die Gemeinde Garrel, die Familie Wessel und Anke Espelage. Insgesamt konnten 1150 Euro eingesammelt werden. Die Materialkosten wurden von der Schule übernommen.

Beim Sponsorenlauf machten dann fast alle mit. "Etwa 550 Schülerinnen und Schüler sind mitgelaufen", betont Schulleiter Markus Berssen. Zuvor hätten sich die Kinder und Jugendlichen Sponsoren suchen müssen, die je nach Rundenzahl einen festen Betrag für das Hilfsprojekt spendeten oder auch einen Höchstsatz festlegen konnten.

Foto: ThomesFoto: Thomes

Beim Lauf selbst sei die Stimmung großartig gewesen. Immer wieder seien neue Rundenrekorde aufgestellt worden. Auch einige Lehrerinnen und Lehrer zogen die Sportschuhe an und machten mit. "Viele Schüler haben mehr als 20 oder 30 Runden gelaufen, der Rekord liegt bei 42 Runden", weiß Schülersprecher Serkan Sarioglu zu berichten.

Spende finanziert Beratungen und Sprachkurse

16.400 Euro kamen durch den Sponsorenlauf und die Auktion zusammen. Er sei sehr stolz, sagte Schulleiter Berssen. Die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Garrel seien sehr diszipliniert und motiviert bei der Sache gewesen und hätten dafür eine beeindruckende Belohnung bekommen: "Damit haben wir nie gerechnet. Das ist wirklich ein Wahnsinns-Ergebnis. Vielen Dank an die Schülerinnen, die Schüler und an die hohe Spendenbereitschaft der Sponsoren."

Amira Hasso, Referentin für Migration und Integration beim Landes-Caritasverband Oldenburg, sowie Sandra Cacino, Migrationsberaterin der Diakonie, nahmen den Spendenscheck nun gemeinsam entgegen. Das Geld werde auf verschiedenen Wegen genutzt, so Hasso. Mit einem Teil werden die "Starterkits" bezahlt, die die Geflüchteten bekommen, die sich bei den Städten oder Gemeinden im Landkreis Cloppenburg melden.  Aber auch die Beratungen, die Sprachkurse oder andere Angebote zu organisieren, das koste Geld. Die Spende aus Garrel sei daher mehr als willkommen. Zudem werden Kleider- und Bildungsgutscheine von dem Geld bezahlt, erläutert Migrationsberaterin Cacino.

Auch geflüchtete Schüler an Garreler Oberschule

Der Krieg und seine Folgen: Für die Garreler Jugendlichen ist das längst mehr als nur Theorie. Mittlerweile besuchen die Oberschule in Garrel 15 geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Dadurch sei den Schülerinnen und Schülern noch klarer geworden, wie nah und präsent die Themen Flucht und Migration seien, hieß es bei der Spendenübergabe. Außerdem werde vermutlich ab Mai eine ukrainische Lehrerin die Fächer Deutsch und Englisch unterrichten. Dies freue ihn sehr, erklärte Schulleiter Berssen. Ohne gemeinsame Sprache gebe es keine Integration.

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