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Oberschule Cappeln braucht einen Versammlungsraum

Die Schulen der Gemeinde Cappeln brauchen neue iPads, die Oberschule wünscht sich einen Versammlungsraum sowie die Neugestaltung des Fahrradstandbereichs. So  hat der Schulausschuss entschieden:

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Die Oberschule Cappeln hofft auf einen Versammlungsraum und auf die Neugestaltung des Fahrradstandbereichs. Foto: Vorwerk

Die Oberschule Cappeln hofft auf einen Versammlungsraum und auf die Neugestaltung des Fahrradstandbereichs. Foto: Vorwerk

Tafel und Kreide sind im Schulunterricht längst kein Standard mehr. Digitale Medien und Geräte sind gefragt. Nicht zuletzt durch Corona wurde dieser Trend noch forciert. Der Schulausschuss der Gemeinde Cappeln hat daher jetzt einstimmig entschieden, dass für die Grundschule Cappeln 15 iPads sowie 2 Tablet-Wagen angeschafft werden. Die Kosten in Höhe von insgesamt 12.100 Euro können zu 100 Prozent aus dem DigitalPakt Schule gefördert werden. Ebenso verhält es sich bei der Grundschule Sevelten-Elsten, die für ihre Schülerinnen und Schüler mit weiteren 10 iPads, einen Aufbewahrungswagen und 25 Kopfhörern ausgestattet wird.

Die Oberschule Cappeln braucht 75 iPads (45.000 Euro), einen Aufbewahrungswagen (3.000 Euro), einen Ladewagen (1.800 Euro) und 6 Transportkoffer (1.500 Euro). Die Gesamtkosten belaufen sich auf 51.300 Euro. Da die Förderung aus dem DigitalPakt Schule bei Endgeräten auf 25.000 Euro je Schule begrenzt ist, muss der Differenz-Betrag in Höhe von 26.300 Euro aus Eigenmitteln finanziert werden.

Bei Regen muss immer ein Teil der Schülerschaft nach draußen

Diskutiert wurde auf der Sitzung des politischen Gremiums auch über die Schaffung eines Versammlungsraums für die Oberschule Cappeln.  "Wir haben keine Möglichkeit, Theateraufführungen oder Schulveranstaltungen am Vormittag durchzuführen", erklärt Oberschulrektorin Petra Brokamp in dem entsprechenden Antrag. Die von dem Musikraum abgetrennte Pausenhalle sei demnach für den Aufenthalt bei regnerischen Pausen für alle Schülerinnen und Schüler zu klein, sodass sich immer einige Jungen und Mädchen draußen aufhalten müssen. Das erschwere auch die Aufsichtspflicht.

Die Mensa werde zwar bereits für einige größere Veranstaltungen, etwa für die Schulentlassungsfeier oder Konferenzen mit einer hohen Teilnehmerzahl, genutzt, sie sei aber von Beginn an als Mensa konzipiert worden, sodass Versammlungen nur mit der kompletten Bestuhlung und den Tischen durchgeführt werden könnten. Dadurch seien dort Theater-, Chor- oder Sketchaufführungen nicht möglich.

Förderung aus der Kreisschulbaukasse ist möglich

"Bisher sind größere Veranstaltungen provisorisch in der Pausenhalle und dem Musikraum bei Offenstellung der Trennwand durchgeführt worden. Das Ambiente ist nicht den Anlässen entsprechend", erklärt Brokamp. Der Musikraum sei durch zu öffnende, abgängige Schiebelemente von der Pausenhalle abgetrennt. "Er ist mit Steinfliesen verlegt, die Raumhöhe ist eingeschossig, mit einem Giebeldach und holzvertäfelt, die Wände bestehen aus offenem Mauerstein, Fliesen, abgängigen Schrankwänden und ebenfalls abgängigen Einbauschränken. Die Alufensterfront hat Raumbreite und reicht bis unter das Dach. Hier geht im Winter äußerst viel Wärme verloren und die Fenster lassen sich nicht öffnen", beschreibt die Schulleiterin.

Der Musikraum solle daher in den Raum neben dem ursprünglichen Musikraum umziehen. Dafür seien neues Schrankmobiliar, Vorhänge und Teppichboden nötig. Die abgängige Trennwand sowie die abgängigen Schrankwände müssten ausgebaut und nicht ersetzt werden. Dafür solle eine kleine Bühne mit Vorhang und abgetrenntem Bereich für Materialien gebaut und die Fensterfront getauscht werden. 

Benno Sieverding von der Gemeindeverwaltung erklärte, dass für diese Maßnahme eine Förderung in Höhe von 50 Prozent aus der Kreisschulbaukasse des Landkreises Cloppenburg infrage kommen könne, die genauen Kosten müssten noch ermittelt werden. Der Schulausschuss stimmte einstimmig dafür, zur Ermittlung der Kosten einen Planungsauftrag zu vergeben.

"Wir sollten es einmal richtig machen, statt die Maßnahme zu stückeln."Christin Eilers

Zudem hofft die Oberschule Cappeln auf eine Umgestaltung des Fahrradstandbereiches. Das Pflaster soll neu verlegt, neue Fahrradständer sollen angeschafft und der Bereich ähnlich wie auf dem Marktplatz überdacht werden. 

Bürgermeister Marcus Brinkmann hob hervor, dass der Fahrradstand in die Jahre gekommen sei und dringender Handlungsbedarf bestehe. "Wir müssen den Schülern das Fahrradfahren schon möglichst früh schmackhaft machen, dazu gehört auch ein vernünftiger Abstellplatz", sagte der Verwaltungschef. Christin Eilers (CDU) schlug vor, möglichst viel zu pflastern, um viele Stellplätze zu schaffen. "Wir sollten es einmal richtig machen, statt die Maßnahme zu stückeln." Letztlich sprachen  die Mitglieder des Schulausschusses die Empfehlung aus, dass sich die Verwaltung für die Umsetzung der Maßnahme mit Fördermöglichkeiten durch die Kreisschulbaukasse befasst.

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