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Oberschüler holen ein Stück Frankreich nach Bösel

Die Schule hat zusammen mit dem Sportverein DJK ein Boule-Spiel  veranstaltet. Eines steht fest: Die Aktion soll wiederholt werden. OM-Online hat vor Ort vorbeigeschaut.

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Elegant der Schwung, ob gelegt oder geschossen: Die Schülerinnen und Schüler lernten schnell, worauf es beim Boule ankommt. Franz Niemöller legete anschließend das Maßband an. Foto: Pille

Elegant der Schwung, ob gelegt oder geschossen: Die Schülerinnen und Schüler lernten schnell, worauf es beim Boule ankommt. Franz Niemöller legete anschließend das Maßband an. Foto: Pille

"Faire une partie de pétanque" – eine Partie Boules spielen und zwar in Bösel. Das war die Idee der Französischlehrerin Juliane Brix an der Böseler Oberschule. Denn Boule ist Nationalsport in Frankreich und dennoch den meisten Menschen in Deutschland eher unbekannt.

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Französisch Klasse 7 fragten zusammen mit ihrer Lehrerin bei Franz Niemöller an. Niemöller leitet die Boulegruppe des Böseler Sportvereins DJK – und da ist Nachwuchs gut zu gebrauchen, berichtet er. Bald schon hörte man das Klacken der Eisenkugeln und den dumpfen Aufprall des Metalls auf dem Schottergeläuf des Boule-Platzes in Bösel.

Niemöller, der mit der Volkstanzgruppe das Boulespiel 1986 über Kontakte ins Elsass nach Bösel brachte, wusste den Schülerinnen und Schülern Vieles über den französischen Nationalsport zu erzählen. Die Kurzfassung: Zwei Mannschaften treten gegeneinander an, bestehend jeweils aus mehreren Spielern. Zu Beginn wird mit der Fußspitze ein Kreis in den Sand gemalt, von dem aus das Schweinchen – eine kleine gelbe oder rote Kugel – sowie die genormten Spielkugeln geworfen werden. Ziel ist es, diese möglichst nah ans Schweinchen zu werfen. Gelingt das, gibt es Punkte. Wer gewinnt? Die Mannschaft, die als erste 13 Punkte erreicht.

Den Schülern wird schnell bewusst: Es kommt auf die richtige Technik an

Nach kurzer Zeit war den Jungen und Mädchen klar: Es ist eine Übungssache und die Wurftechnik ist entscheidend. Die Schüler stellten fest: Die Kugel muss nicht mit dem Daumen und dem kleinen Finger umgriffen werden, sondern zwischen Handballen und den drei Mittelfingern gefasst werden. Der Handrücken zeigt immer nach oben. Nur so rollen die Kugeln automatisch ab.

Die Schüler lernten auch, dass jeder Wurf besprochen wird. Wie elegant ist der Schwung? Wird gelegt oder geschossen? Wie sieht das in-die-Knie-gehen und das in die Höhe aus? Das alles wird bewertet, belobt und verworfen. Und ganz wichtig: Es wird nachgemessen. Akribisch bewertete Niemöller mit dem Maßband den Abstand der Kugeln, damit auf jeden Fall der Bessere gewinnt.

Die Schülerinnen und Schüler betonten am Ende, es sei eine willkommene Abwechslung zum „normalen“ Unterricht, und es habe Spaß gemacht. „Das war nicht das letzte Mal“, sagte Lehrerin Brix und hat sich fest vorgenommen, die Praxis im Dorfpark zu wiederholen: „Damit die Schüler nicht nur die Vokabel ‚faire une partie de pétanque‘ lernen, sondern das Spiel auch ausprobieren und kennen lernen können. Schließlich wird Boule in der letzten Lektion des Lehrwerkes behandelt“, sagte sie.

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