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Oberkommissar Witten stellt seinen Beruf vor

Schüler der 12. Klasse informieren sich am Tag der Zukunft an den Berufsbildenden Schulen Friesoythe über vielfältige Berufsmöglichkeiten und Studiengänge.

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Im Gespräch: Polizeioberkommissar Markus Witten informiert die BBS-Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierechancen bei der Polizei. Foto: Wimberg

Im Gespräch: Polizeioberkommissar Markus Witten informiert die BBS-Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierechancen bei der Polizei. Foto: Wimberg

Durchblick sollte man bei der Polizei schon haben, aber das Tragen einer Brille schmälert nicht grundsätzlich die Ausbildungschancen. „Wie sieht es mit der Körpergröße aus?“, fragt eine Schülerin Oberkommissar Markus Witten. „Das entscheidet sich im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht mehr nur nach festgeschriebenen Werten“, berichtet der Beamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, der beim „Tag der Zukunft“ an den Berufsbildenden Schulen Friesoythe dem Jahrgang 12 der Gymnasien Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales Rede und Antwort stand.

Den gesamten Vormittag über konnten sich die jungen Frauen und Männer bei verschiedenen Unternehmensvertretern über berufliche Möglichkeiten oder Studiengänge informieren. Im 45-minütigen Rhythmus stellte auch Witten seinen Beruf vor, „für den ich brenne und den ich immer wieder wählen würde“, sagt der 37-Jährige, dessen Vater Franz unter anderem rund 30 Jahre in Friesoythe als Polizist tätig war „und mich natürlich geprägt hat“, so der Sohn, der sich gegen ein Informatik-Studium entschied, als Streifenbeamter anfing und nun als IT-Forensiker arbeitet. Polizisten müssten Teamplayer sein und sich aufeinander verlassen können, teilt er als Einstellungsberater seinen Zuhörern mit. Der Beruf sei „super abwechslungsreich“, aber natürlich auch nicht immer „supertoll“, so Witten, der auf Augenhöhe „offen und ehrlich“ kommunizieren wollte.

Fachkräftemangel ist zu spüren

Das taten auch Simon Timme (19) aus Markhausen und Tobias Bröker (18) aus Gehlenberg, die mit Unternehmens-Vertreterin Sabrina Bullermann am Thüler Standort, um die Chancen und Möglichkeiten bei der Friesoyther Firma „BizLink“ vorstellten. Beide haben sich bewusst für einen handwerklichen Beruf entschieden, Simon hat sein Fachabi „noch drangehängt“, aber nicht, „weil Eltern und Lehrer es so wollten, sondern ich“, verrät der angehende Industriemechaniker, der vor Ausbildungsbeginn ein Jahrespraktikum im Kabel produzierenden Betrieb absolvierte. Als Elektroniker für Betriebstechnik wird Tobias tätig sein, eine Übernahme der beiden jungen Männer ist durchaus realistisch, wie Sabrina Bullermann mitteilt, die auf gezielte Ausbildungsmodule und Stipendien verwies. Abiturienten müssten mehr Bindung zu Unternehmen erhalten, unterstreichen alle anwesenden Vertreter. Und ein Abitur müsse nicht zwangsläufig in ein Studium führen, schließlich stünden den Schülerinnen und Schülern mit einer fundierten Ausbildung ebenfalls sämtliche Karrierechancen offen.

Dass der auf allen Ebenen anhaltende Fachkräftemangel auch an der Firma Bünting nicht vorbeigeht, verdeutlichte Ina Horstmann. „Für die klassischen Ausbildungsberufe in Handel und Verwaltung haben wir Schwierigkeiten, Bewerber zu finden“, informiert die Personalreferentin. Die Möglichkeit, an Schulen Präsenz zu zeigen, nutzt sie regelmäßig und weiß ebenso wie ihre Kolleginnen und Kollegen anderer Unternehmen, „dass wir mehr denn je für uns werben und auf die jungen Leute zugehen müssen.“

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