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Nominierte Zukunftsmacherin 2022: Christine Hamers aus Molbergen

Die gebürtige Sauerländerin leitet beim Molberger Unternehmen Elotec TDZ die Bereiche Personal- und Finanzwesen sowie den Export

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Christine Hamers lebt seit 1999 in Cloppenburg

Christine Hamers lebt seit 1999 in Cloppenburg

Die OM-Medien zeichnen in diesem Jahr erstmals eine Entscheiderin aus dem Oldenburger Münsterland, die in besonderer Weise die gesellschaftliche Entwicklung vorantreibt, mit dem Award „OM-Zukunftsmacherin“ aus.

Christine Hamers lebt seit 1999 mit ihrer Familie in Cloppenburg. Gebürtig stammt die 58-Jährige aus einem kleinen Dorf im Sauerland. Nach der Mittleren Reife absolvierte die Cloppenburgerin eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin englisch/französisch. Anschließend konnte Christine Hamers in verschiedenen Positionen ihr Fachwissen einsetzen und Berufserfahrung sammeln.

Zunächst arbeitete sie als Assistentin der Geschäftsführung bei einer Möbelspedition im Rhein-Main Gebiet für die amerikanischen Streitkräfte, von 1984 bis 1994 ebenfalls als Assistentin der Geschäftsführung sowie im Event-Management und dem Personalwesen einer australischen Bank in Frankfurt und anschließend im Personal- und Finanzwesen bei einer Mess- und Regeltechnikfirma. Zeitgleich unterstützte sie aber auch bereits seit 1988 ihren damaligen Lebensgefährten bei der Neugründung eines Betriebes für Elektroisoliertstoffe. Bis es sie schließlich 1999 mit ihrer kleinen Tochter nach Cloppenburg zu ihrem jetzigen Lebensgefährten führte.

Seither ist sie in seinem Unternehmen, der Elotec TDZ für die Bereiche Personal- und Finanzwesen sowie für den Export zuständig. Während ihres gesamten Berufslebens hat sich Christine Hamers stetig nebenberuflich weitergebildet, unter anderem auch beim Cloppenburger Bildungswerk. Hier lernte sie ein Netzwerk kennen, das sie bis heute pflegt und über das sie 2001 den Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) beitrat. Bis zum letzten Jahr hatte sie hier über 14 Jahre den Vorsitz inne. Durch den Landes- und Bundesverband der UFH sowie den Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften ergaben sich für sie vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Außerdem setzte sie bei Firmenbesichtigungen im In- und Ausland immer wieder die technischen Bereiche für die UFH Frauen in den Fokus.

Auch ihr persönliches Netzwerk wuchs dadurch steig weiter. Christine Hamers erinnert sich in diesem Zusammenhang an den Besuch der Zeitung „Hürriyet“ in Istanbul vor zehn Jahren. Hier konnten die Unternehmerfrauen interessante Gespräche mit drei Redakteurinnen führen, wie sich das Zeitungswesen im Land verändert hatte. „Anschließend konnten wir ein gemeinsames Foto vor der Zentrale machen mit unserem Handwerksslogan: „Bei uns ist immer Frauentag“. Diese offenen Gespräche sind so mittlerweile wahrscheinlich aktuell nicht mehr möglich“, erzählt die Cloppenburgerin.

Bei Elotec ist es ihr wichtig, im Rahmen von Girls Days sowie Praktika für ausländische Studentinnen oder Asylbewerberinnen den technischen Bereich näher zu bringen. Seit ihren Anfangsjahren in Cloppenburg engagiert sich die 58-Jährige ehrenamtlich beim SkF und war vor wenigen Jahren bei der Neugründung einer Selbsthilfegruppe in Zusammenarbeit mit der Cloppenburger VHS beteiligt. Darüber hinaus ist sie Mitglied einer internationalen Frauenrunde in der Kreisstadt. „Ich setze mich für ein partnerschaftliches Leben ein, in dem sowohl das Arbeits- als auch das Familienleben geteilt werden können - zum Wohle aller, der Eltern, der Kinder und der Arbeitgeber. In den letzten Jahren wurden zwar bereits einige Möglichkeiten in den verschiedenen Bereichen getroffen wie Erziehungsurlaub, Home Office etc., wir als Arbeitgeber brauchen zukünftig alle Arbeitskräfte, um die Wirtschaftskraft in unserem Land zu halten. Aber wir brauchen selbstverständlich auch Mitarbeiter, die eine gesunde Work-Life-Balance vorweisen können. Hier kann ich immer wieder auch von der jüngeren Generation lernen“, erzählt Christine Hamers.

Die OM-Medien wollen mit dem Preis "OM Zukunftsmacherin" die Leistungen von Frauen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft würdigen.  Geehrt wird eine Entscheiderin aus dem Oldenburger Münsterland. Aus mehr als 50 Vorschlägen hat eine Jury die Siegerin ausgewählt. Die Idee zum Preis hatte die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher. Die Auszeichnung wird Ende Juni  in Thüle verliehen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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