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Noch nicht fertig: Brückenfreigabe verzögert sich

Die Bauarbeiten in Bunnen verzögern sich um 1 bis 2 Wochen. Mindestens so lange wird auch die Ampel den Verkehr von der Landesstraße durch den Ort regeln. Eigentlich hat er dort gar nichts zu suchen.

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Nicht passierbar: Die neue Brücke über den Bunner Moorbach befindet sich seit Monaten im Bau. Foto: G. Meyer

Nicht passierbar: Die neue Brücke über den Bunner Moorbach befindet sich seit Monaten im Bau. Foto: G. Meyer

Seit August vergangenen Jahres ist die Landesstraße 838 (Löninger Straße) in Bunnen voll gesperrt. Und dabei wird es noch etwas länger als geplant bleiben. Denn der Neubau der Brücke über den Moorbach hängt witterungsbedingt hinterher, bestätigt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Ursprünglich sollte das Bauwerk Ende Januar fertiggestellt sein.  Aktuell geht die Baufirma aber von einer Verzögerung von 1 bis 2 Wochen aus, teilt Tim Boelmann, Sprecher der Landesbehörde, auf Nachfrage von OM-Online mit. Die Firma habe bereits im vergangenen Jahr mit schlechtem Wetter zu kämpfen gehabt. Zu den noch anstehenden Arbeiten würden das Anfüllen der Brücke, das Herstellen der Kappen sowie der Straßenbau- und die Pflasterarbeiten gehören.

Grund für den Neubau war der schlechte Zustand der mehr als 60 Jahre alten geklinkerten Vorgängerbrücke.  Sie war im Jahr 1960 zwar mit Stahlbeton verbreitert worden. Mit den Jahren seien aber immer mehr Schäden festgestellt worden, teilt die Behörde mit.  Die neue Brücke, ein Rahmenbauwerk aus Stahlbeton, ist 13,40 Meter breit und hat eine Weite von 3,40 Metern. Vor und hinter der Brücke sollen die Fahrbahn und der Radweg auf einer Länge von 90 beziehungsweise 70 Metern erneuert werden.

Anwohner sind sauer auf Durchfahrer

Die Straßensperrung wirkt sich seit Monaten stark auf den innerörtlichen Verkehr in Bunnen aus und sorgt bei den Anwohnern für Verärgerung. Zwar wurde eine großräumige Umleitung ausgewiesen. Sie  führt von Altenbunnen über Hamstrup nach Lastrup und von dort auf die B 213 in Richtung Löningen. Auto- und Lkw-Fahrer ignorierten die Schilder allerdings von Anfang an hartnäckig und nahmen stattdessen den kurzen Weg durch den Ort, der eigentlich Radlern und Fußgängern vorbehalten ist. Auf der Straße „Zu den Buchen“ und in der Dorfstraße wurde es deshalb täglich eng, bis die Verwaltung reagierte. Mittlerweile lenken Ampeln den Verkehr. Die Kosten dafür trage die Stadt, erklärt Bürgermeister Burkhard Sibbel. Gleiches gelte für die Sanierung der von der Verkehrsbelastung betroffenen Gemeindestraßen. Den Brückenbau und die Erneuerung von Landesstraße und Radweg übernimmt dagegen das Land Niedersachsen. Offiziell liegen die Kosten bei 940.000 Euro. 

Landesweit  gibt es rund 5500 Straßenbrücken. Davon liegen 2699 an Bundesstraßen, 2079 an Landesstraßen und 798 an den Kreisstraßen der 13 Landkreise, in denen die Landesbehörde die Zuständigkeit übernommen hat. Sie würden fortlaufend überwacht, teilt die Behörde mit. Jährlich gebe es eine Sichtprüfung, die Hauptprüfung findet alle 6 Jahre, eine einfache Prüfung immer 3 Jahre nach einer Hauptprüfung statt.  Hinzu kommen Sonderprüfungen, etwa nach schweren Unwettern, Überflutungen oder Unfällen.

Mitte Dezember stellte die Landesbehörde die ersten beiden von vier neuen Brückenprüffahrzeugen in Dienst. Sie kommen bei der Überwachung von Brücken, Tunneln und anderen Ingenieurbauwerken zum Einsatz. Die Geräte kosten zusammen mehr als 1 Million Euro. Fünf Prüfteams untersuchen die Bauwerke auf Schäden, dokumentieren deren Zustand und veranlassen Reparaturen oder weitere Untersuchungen. Die neuen Fahrzeuge bieten zwei Onlinearbeitsplätze,  Stauraum für Mess- und Prüfwerkzeug und einen abgesicherten Arbeitsraum auf dem Dach. 

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