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Noch 2023 könnte der Erweiterungsbau der Grundschule Neuenkirchen starten

Im Bildungsbereich hat die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden in den nächsten Jahren viel vor. Dies wurde auch auf der traditionellen Reuperversammlung deutlich.

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Das nächste große Bauprojekt: Die Grundschule Neuenkirchen soll in den kommenden Jahren erweitert werden. Archivfoto: Oevermann

Das nächste große Bauprojekt: Die Grundschule Neuenkirchen soll in den kommenden Jahren erweitert werden. Archivfoto: Oevermann

Neuenkirchen-Vörden wächst und wächst – und damit auch die Anforderungen in der Infrastruktur. Zum Jahresende 2022 verzeichnete die Südkreis-Kommune 9288 Einwohner. Das gab Bürgermeister Ansgar Brockmann auf der Reuperversammlung im Gasthof Wellmann in Vörden bekannt. Dies sind 219 mehr als im Vorjahr, der überwiegende Anteil sei jedoch auf Geflüchtete aus der Ukraine zurückzuführen.

Insbesondere im Bildungswesen wurden die kommenden Herausforderungen auf der traditionellen Bürgerversammlung zu Jahresbeginn in Vörden wieder einmal sichtbar. Während die Erweiterung der Vördener Grundschule sich bereits auf der Zielgeraden befindet, steht nun die Erweiterung des Neuenkirchener Pendants an. Eine europaweite Ausschreibung bei der Auswahl eines Planers sei gerade auf dem Weg gebracht worden. "Wenn alles gut läuft, könnte vielleicht zum Ende des Jahres 2023 ein Baubeginn erfolgen", wagte der Neuenkirchener Rathauschef eine erste Prognose. Mit einer Fertigstellung sei dagegen aber nicht so früh zu rechnen, schließlich müsste auf den laufenden Schulbetrieb Rücksicht genommen werden. Bis in das Jahr 2025 werde sich die Baumaßnahme "auf jeden Fall" hineinziehen.

Neues Verkehrskonzept ist erforderlich

Außerdem versprach Brockmann auch im Hinblick auf die Verkehrsgestaltung tätig werden zu wollen. Schließlich sei die momentane Lage in der Straße "Im Herrengarten" bereits jetzt alles andere als optimal, merkte zuvor Philipp Punte aus der Versammlung an. Eine nochmalige Erweiterung mit entsprechend mehr Schülerinnen und Schülern würde den Ist-Zustand verschärfen. Im Bereich des Herrengartens und der Seelgenhofstraße seien neuen Planungen erforderlich, bestätigte Brockmann. Zudem sei eine zweite Zuwegung an die Holdorfer Straße notwendig.

Stand Rede und Antwort: Bürgermeister Ansgar Brockmann.  Foto: OevermannStand Rede und Antwort: Bürgermeister Ansgar Brockmann.  Foto: Oevermann

Drei Büros wurden damit beauftragt, einen Vorentwurf für die Erweiterung der Neuenkirchener Grundschule zu erstellen. Der Gemeinderat sprach sich für den Entwurf des Architekturbüros Mutert aus Bramsche aus. Dieser sieht eine Erweiterung des Gebäudes nach vorne hin vor. Die Anfang Februar 2022 geschätzten Kosten von knapp 2,34 Millionen Euro seien jedoch nicht mehr zu halten. Zuletzt wurde mit Kosten in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro geplant.

Erweiterung der Grundschule Vörden soll 2023 fertiggestellt werden

Gestiegen sind auch die Kosten bei der Erweiterung der Grundschule Vörden. "Momentan planen wir mit Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro", so Bürgermeister Brockmann. Materialverteuerung, die konjunkturelle Lage und zusätzliche Brandschutzauflagen hätten demnach den Baufortschritt erheblich verzögert und zu den Mehrkosten geführt. Ursprünglich waren rund 2,6 Millionen Euro vorgesehen.

Im Sommer 2021 startete die Baumaßnahme mit dem ersten Bauabschnitt, dem Anbau in Richtung Vördener Aue. Aktuell werde der Altbau umgebaut und erweitert. Dieser Abschnitt soll zum Sommer 2023 fertiggestellt werden. Abschließend ist der innere Umbau des Verwaltungsgebäudes vorgesehen, welcher zum Ende des noch jungen Jahres abgeschlossen werden soll. Ebenso sollen bis dahin die Außenanlagen im hinteren Bereich des Schulhofes umgestaltet werden.

Viel Bewegung gibt es auch im Bereich der Kindertagesstätten. Die Vördener Kita St. Elisabeth soll zum 1. August um eine Gruppe erweitert werden, ein entsprechender Anbau befindet sich aktuell im Bau. Zum gleichen Datum könnte möglicherweise auch eine künftige Waldkindergartengruppe in Vörden realisiert werden. Die katholische Kirche plant auf einem kircheneigenen Grundstück im Bereich des Bernhorns die Einrichtung einer Waldkindergartengruppe mit 15 Plätzen. Der notwendige Ausweichraum bei schlechtem Wetter soll bei der Kita St. Paulus vorgehalten werden.

In beiden Ortsteilen wird eine neue Kita gebaut

In beiden Ortsteilen soll zudem eine neue Kita gebaut werden. In Vörden ist im Bereich "Auf den Höfften" am Mühlendamm die neue Kita vorgesehen. Brockmann ging davon aus, das Verfahren für den Bebauungsplan im Herbst abschließen zu können. Der Wunsch von Politik und Verwaltung sei es, möglichst schnell mit der Baumaßnahme zu beginnen. Die Kita soll in Trägerschaft des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Bramsche betrieben werden.

In Neuenkirchen ist ein Neubau an der Alfhausener Straße beabsichtigt. Dort sind die Planungen jedoch erst am Anfang. "Wir gehen momentan davon aus, dass ein Bebauungsplanverfahren für diese Flächen in 2024 abgeschlossen werden kann", mutmaßte Brockmann. Im Jahr 2026 könnte ein Neubau dann in den Betrieb gehen. Bis dahin fungiert die mobile Einrichtung von "Charly's Kinderparadies" unweit des Neuenkirchener Rathauses als Zwischenlösung.  Der Träger, der Verbund Sozialer Dienste (VSD) aus Bad Essen, soll künftig auch den Neubau übernehmen– mit dem gleichnamigen Namen „Charly's Kinderparadies“.

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