Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Nikolausdorfer wollen demnächst auf einer Plauderbank Platz nehmen können

Eine Plauderbank, auf der man sich nicht nur ausruhen, sondern auf der man dank Solarmodulen auch sein Smartphone aufladen kann – das wünschen sich die Nikolausdorfer. Dafür brauchen sie Geld.

Artikel teilen:
So sehen die Bänke in etwa aus: In Nikolausdorf soll die Bank aber noch mit einer Rückenlehne ausgestattet werden. Foto: dpa

So sehen die Bänke in etwa aus: In Nikolausdorf soll die Bank aber noch mit einer Rückenlehne ausgestattet werden. Foto: dpa

Wer mal locker ins Gespräch kommen will, über Gott, die Welt, das Wetter oder vielleicht die Spritpreise sprechen möchte, der soll demnächst in Nikolausdorf am Soccerplatz auf einer digitalen Plauderbank (ibench) Platz nehmen können. So wünscht es sich zumindest der Bürgerverein "Wir in Nikolausdorf (WiN)", der einen entsprechenden Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Gemeinde Garrel eingereicht hat. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 7900 Euro. Sowohl der Landkreis Cloppenburg als auch die Kommune sollen das Vorhaben jeweils mit 25 Prozent bezuschussen, sodass ein Eigenanteil in Höhe von circa 3950 Euro übrig bleibt. 

Einziger Haken: Der Zuschuss vom Landkreis Cloppenburg wird nicht gewährt, wenn die Gemeinde Garrel der Maßnahme nicht zustimmt und diese nicht mit mindestens 25 Prozent kofinanziert.

"Wer auf einer Plauderbank Platz nimmt, signalisiert damit: Ich will mich unterhalten und macht es damit anderen leicht, sich dazuzusetzen."Rainer Engelmann (CDU)

Rainer Engelmann (CDU) warb als Nikolausdorfer auf der jüngsten Familien-, Senioren-, Kultur- und Sportausschusssitzung für die Anschaffung. "Wer auf einer Plauderbank Platz nimmt, signalisiert damit: Ich will mich unterhalten und macht es damit anderen leicht, sich dazuzusetzen", betonte er. Es gehe vor allem darum, den Austausch zu fördern und mit Jung und Alt ins Gespräch zu kommen. 

Doch was genau ist eigentlich eine Plauderbank oder eine ibench? Das wollte auch Tobias Bohmann (SPD) noch mal genauer erklärt haben. Auf der sogenannten ibench können sich die Besucher zum einen erholen und mit anderen ins Gespräch kommen, zudem können sie sich mit anderen über das Smartphone vernetzen und sich gegenseitig Nachrichten schicken, zum anderen besteht die Möglichkeit, vor Ort den Akku von Smartphones aufzuladen. An der Bank gibt es Ladestellen per Induktion und über USB-Anschlüsse. Natürlich alles kostenlos für den Benutzer. Das Ganze erfolgt regenerativ und nachhaltig, denn die ibench wird ausschließlich über autark erzeugten Solarstrom betrieben, der in einem Akku gespeichert wird. Die Nutzer-Daten bleiben geheim, anonym und nicht einsehbar.

Ausschuss stimmt mit 2 Enthaltungen für den Zuschuss

Arnold Hannöver (BfG) befürchtete, dass die Gemeinde nun mit zahlreichen Folgeanträgen aus den anderen Kirchdörfern überschüttet werden könnte. Eine weitere Sorge, die er im Ausschuss teilte, war die Frage, ob auf der Bank tatsächlich nur geplaudert werde oder ob sich dort eine Art Brennpunkt entwickeln könne. Dies sah Ralf Kreuzer (FDP) ähnlich, weswegen er dafür plädierte, diese Plauderbank in Nikolausdorf erst einmal nur als Einzelprojekt zu genehmigen und zu schauen, wie es sich vor Ort entwickele. 

Matthias Looschen (CDU) konnte die Bedenken der BfG nicht teilen, dass nun auch andere Ortschaften eine Plauderbank beantragen könnten, dafür sei die Hürde mit einem Eigenanteil von 50 Prozent deutlich zu hoch. Mit 2 Enthaltungen (beides BfG) votierte das politische Gremium dafür, einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent zu gewähren.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Nikolausdorfer wollen demnächst auf einer Plauderbank Platz nehmen können - OM online