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Nikolaus wird lautstark in seiner Heimat begrüßt

Tausende Besucher sind nach Nikolausdorf gekommen und erlebten einen bunten vorweihnachtlichen Markt. Fast 1000 süße Tüten wurden an die Kinder verteilt.

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Heimkehrer: Sehnsüchtig erwartet wurde der Nikolaus am Dienstag in Nikolausdorf. Foto: Vorwerk

Heimkehrer: Sehnsüchtig erwartet wurde der Nikolaus am Dienstag in Nikolausdorf. Foto: Vorwerk

Wenn der Nikolaus nach Hause kommt, dann mobilisiert das die Massen. Tausende waren es, die den Bischof von Myra am Dienstag in Nikolausdorf sehen wollten und alleine für knapp 1000 Kinder hatten die vielen fleißigen Helfer Tüten mit Süßigkeiten gepackt. Zusammen mit den Eltern und Großeltern ergab sich ein imposantes Bild für den Heiligen Mann und seine Engel. Auch Knecht Ruprecht saß mit in der Kutsche, doch Gründe, um sich einzumischen, gab es für ihn nicht. Die Kinder waren stets brav und artig, widersprachen ihren Eltern nie und haben sich auch sonst vorbildlich verhalten, wie zwei Geschwister im Gespräch mit OM-Medien versicherten.

Wenige kurze Ansprachen gab es auf der Bühne, denn die Mädchen und Jungen waren bei aller Wertschätzung nicht wegen Bürgermeister Thomas Höffmann gekommen und auch nicht wegen Pastor Paul Horst. Letzterer betonte, wie schön es sei, sich nach 3 Jahren hier wieder treffen zu können. Auch Bürgermeister Höffmann freute sich, dass der Nikolaus nach 2 ausgefallenen Veranstaltungen wieder den Weg in sein Heimatdorf gefunden hat. "Viele leuchtende Augen schauen auf dich", versicherte er dem Hauptgast des Abends. "Deine Heimat ist hier und nur in unserer Gemeinde gibt es dieses Dorf".

Freiwillige ließen ein Dorf im Dorf entstehen

Ein Dorf im Dorf war die Budenstadt, die aus vielen kleineren und größeren Attraktionen bestand. Auf dem Karussell wurden viele Runden gedreht, im Pfarrheim gab es Waffeln und die Produktion der gebrannten Mandeln konnte unmittelbar verfolgt werden. Wie in einem Mörtelmischer im Kleinformat rotierten die Kerne über der hellblauen Gasflamme, um dann frisch für die Kunden abgepackt zu werden. "Viele fleißige Helfer haben seit Tagen das Ganze aufgebaut", betonte Höffmann. Der Dorfgemeinschaft dankte er im Besonderen, denn sie habe den Platz in ein Weihnachtsdorf verwandelt. 

Schwungvoll: Auf dem Karussell drehten die Kinder so manche flotte Runde. Foto: VorwerkSchwungvoll: Auf dem Karussell drehten die Kinder so manche flotte Runde. Foto: Vorwerk

Es waren Jahre, "die doof waren", hatte der Nikolaus von Kindern erfahren. Man konnte sich mit seinen Spielkameraden nicht wie gewohnt treffen und musste von seinen Großeltern fernbleiben. Er selber fand die Zeit auch nicht schön und freue sich, "dass ich nun wieder hier sein darf." In seinem Heimatort kann sich der Nikolaus, verkörpert von Willi Fleming, auf zahlreiche Unterstützer im Postamt verlassen. "Ich kann gar nicht dagegen schreiben." 

Bevor die süßen Tüten verteilt wurden, musste natürlich gesungen werden. "Nikolaus, komm in unser Haus" wurde vom Bischof persönlich angestimmt und ein guter Teil der Besucher folgte der Einladung. Besonders kräftig aber stimmte der Projektchor ein, der von Anna Ostendorf geleitet wurde. Seit September haben sich ein Dutzend Mädchen und Jungen einmal pro Woche getroffen, um ein vorweihnachtliches Repertoire einzustudieren.

Seit mittlerweile 35 Jahren gibt es den Nikolausmarkt und in dieser Zeit haben mit Günter Fleming, Werner Weddehage und aktuell Willi Fleming drei Männer den Nikolaus verkörpert. Was 1987 mit der Premiere auf dem Platz hinter der Schule begann, wuchs Jahr für Jahr, so dass der Markt auf den Kirchparkplatz mitten im Ort umziehen musste.

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