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Niedersachsen will nun doch erst bei höherer Inzidenz Schulen schließen

Kehrtwende in Niedersachsen: Jetzt sollen die Schulen doch nicht wie bislang bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 schließen - sondern erst ab 165. Dieser Grenzwert gilt bei der neuen "Bundes-Notbremse".

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Symbolfoto: dpa

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Niedersachsen will sich bei Schulschließungen nun doch an die Bundes-Notbremse halten und wird deshalb voraussichtlich die Corona-Verordnung anpassen. Weiterführende Schulen sollen wie vom Bund beschlossen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 schließen und nicht ab einem Wert von 100, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Der 100er-Grenzwert gilt bislang in der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Noch vor wenigen Tagen hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bekräftigt, bei diesem Grenzwert bleiben zu wollen, auch wenn die niedersächsische Regelung schärfer ist, als in der "Bundes-Notbremse" vorgesehen. «Auch wenn ich von alleine nicht auf die 165 gekommen wäre, aber wenn wir dann Veränderungen vornehmen, ist es auch sinnvoll, sich an einer bundeseinheitlichen Grenze zu orientieren», sagt jetzt Kultusminister Tonne.

Bundesweiter Grenzwert wäre aktuell im Kreis Cloppenburg greifbar

Nach derzeitigem Stand könnte zumindest im Landkreis Cloppenburg die Öffnung von Schulen in greifbare Nähe rücken. Das Landesgesundheitsamt hatte am Mittwoch für den Kreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 176,9 gemeldet - allerdings muss abgewartet werden, ob sich der allmählich sinkende Trend weiter fortsetzt. Im Kreis Vechta liegt der 165er-Grenzwert in weiter Ferne.

Ein genaues Datum, wann der neue Grenzwert gelten soll, nannte der Kultusminister nicht. «Wenn es dann doch später wird, ist die Enttäuschung groß. Wir warten jedenfalls keinen Tag länger als nötig, sondern handeln so schnell wie möglich, wenn die Testungen und auch die Meldeketten einwandfrei funktionieren», sagte der Ressortchef. Zunächst müssten die Tests für Schüler und Lehrpersonal verlässlich funktionieren. Das sei in Niedersachsen noch nicht hundertprozentig der Fall. Es gebe immerhin 3000 Schulen zu beliefern, da ruckele es noch an der einen oder anderen Stelle. Auch gegenüber der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» bekräftigte Tonne das Abwarten.

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