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Niedersachsen bereitet Kinderimpfung vor

Noch bis zum 7. Dezember können die Ärztinnen und Ärzte bestellen. Die Auslieferung der Impfdosen ist für den 13. Dezember angekündigt.

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Symbolfoto: dpa

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Niedersachsen bereitet sich auf den Start der Kinderimpfungen vor. Bis zum 7. Dezember können die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ihre Bestellungen aufgeben, sagt Detlef Haffke, Sprecher der KVN. Für den 13. Dezember sei die Auslieferung geplant. Ohne Garantie, warnt Haffke. Denn was tatsächlich in den Praxen vor Ort ankomme, sei derzeit trotz aller Beteuerung der Politik, den Impf-Turbo anwerfen zu wollen, nicht kalkulierbar. 

Der Weg generell: Der Bund ordere bei den Herstellern den Corona-Impfstoff; wie alle Länder weltweit. Die Hersteller lieferten in Deutschland an die Verteilzentren; diese an den Großhandel. Von dort werden die Dosen an die Apotheke gegeben, die wiederum die Ansprechpartner für die Ärztinnen und Ärzte seien.

Warum immer wieder weniger Impfstoff ausgeliefert werde als versprochen, sei für die KVN nicht nachvollziehbar. Ihre Mitglieder, die Ärztinnen und Ärzte, hätte vorab zu planen, Termine zu vergeben und zu ordern. Umso ärgerlicher sei, wenn zu wenig geliefert werde. Einigen Patientinnen und Patienten müsse dann abgesagt werden. Die Folgen: Frust und Ärger auf allen Seiten, weiß Haffke. Die Impfbereitschaft steigere das nicht.

Schätzwert: ein Drittel der Eltern will Kinder impfen lassen

Wie groß die Bereitschaft der Eltern sein wird, die etwa 500.000 5- bis 11-Jährigen in Niedersachsen impfen zu lassen? „Wir gehen davon aus, dass rund ein Drittel der Eltern sagen wird: Ich möchte mein Kind impfen lassen, wenn die Empfehlung der Ständigen Impfkommission da ist“, wird die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, von der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) zitiert. 

Die Ständige Impfkommission (Stiko), deren Empfehlung noch fehlt, will sich bald äußern. „Wenn irgend möglich“ solle bis zum 13. Dezember eine Empfehlung vorliegen, teilte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens mit. 

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