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Nicole Oltmanns verhilft Kindern zum Seepferdchen

Die Cloppenburgerin bietet jetzt auch Kurse in Lastrup an. Die Freiluftsaison geht dort am Sonntag zu Ende. Trotz Einsparmaßnahmen bleibt das Hallenbad im Winter geöffnet.

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Lassen niemanden untergehen (von links): Franca Fischer, Daniel Pohl, Thomas Lampe, Nicole Oltmanns, Wolfgang Lampe und Michael Kramer zogen eine positive Saisonbilanz. Foto: G. Meyer

Lassen niemanden untergehen (von links): Franca Fischer, Daniel Pohl, Thomas Lampe, Nicole Oltmanns, Wolfgang Lampe und Michael Kramer zogen eine positive Saisonbilanz. Foto: G. Meyer

In Lastrup hat eine neue Schwimmschule eröffnet. Nicole Oltmanns bietet seit dieser Woche Erstunterricht an. Der Kurs ist noch nicht voll. Kandidaten für das Seepferdchen können sich weiterhin anmelden. 

Geübt wird immer dienstags ab 13.30 Uhr im Hallenbad. Mit ihrem Angebot füllt die Cloppenburgerin eine Lücke, denn die von den Bademeistern durchgeführten Schwimmkurse sind momentan ausgebucht. In der Vergangenheit habe es auch Wartelisten gegeben, bestätigt Daniel Pohl. Das Besondere in Lastrup: Die Gemeinde erstattet das Geld für den Erstkurs zurück.  

Nicole Oltmann krault mit ihrem Angebot in eine Marktlücke. Immer weniger Kinder lernen in jungen Jahren das Schwimmen. "Bundesweit kann es nur noch die Hälfte aller Viertklässler", weiß Ansgar Bregen. Der ausgebildete Schwimmmeister hilft Oltmanns beim Aufbau der Schule. Oft fehle schlicht die Möglichkeit, einen Schwimmkurs zu absolvieren, weil Bäder schließen oder Kurse für manche Familien zu teuer sind. Ertrinken ist denn auch eine der häufigsten Unfalltodesursachen bei Kindern. Erst vor wenigen Tagen kamen zwei Jungen aus Großbritannien in einem Naturfreibad in der Eifel ums Leben. Oltmanns hat inzwischen festgestellt, dass viele Eltern ebenfalls nur schlecht oder gar nicht schwimmen können. Sie möchte daher in absehbarer Zeit auch Erstkurse für Erwachsene anbieten. 

10.000 Besucher in der Sommersaison

Im Naturfreibad in Lastrup geht die Saison an diesem Wochenende zu Ende. Daniel Pohl und seine Kollegin Franca Fischer sind mit dem Ergebnis zufrieden. Rund 10.000 Besucher kamen in den Sommermonaten. Gegenüber den eher mauen Zahlen aus den ersten beiden Coronajahren ist das eine deutliche Steigerung. Die Lockerungen und natürlich das gute Wetter hätten zum Erfolg beigetragen, bilanziert Pohl. Das Freibad wird ab der kommenden Woche winterfest gemacht. 

Schwimmen soll in Lastrup aber auch in der kalten Zeit möglich bleiben. Das Hallenbad werde trotz der Notwendigkeit, Energie zu sparen, geöffnet bleiben, betont Bürgermeister Michael Fischer. Um den Gasverbrauch zu reduzieren, wurde die Wassertemperatur bereits von 32 auf 30 Grad gesenkt. Kühler solle es nicht werden, sagt Kramer. Die Verwaltung arbeitet inzwischen an neuen Heizkonzepten. So könne das badeigene Blockheizkraftwerk auf Biogas umgestellt, bzw. das Bad an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Für diesen Winter dürfte es damit aber noch nichts werden. "In einem halben Jahr dürften wir soweit sein", erklärt Kramer.

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