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Neustart im Bildungswerk nach dem Lockdown beginnt mit Abschied

Dorle Schnelle verlässt das Löninger Bildungswerk. Alexandra Richter übernimmt am 1. April die Leitung im katholischen Bildungswerk Löningen.

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Lassen sich nicht unterkriegen: Trotz der coronabedingten Erschwernisse haben (von links) Alexandra Richter, Angelika Lüken und Dorle Schnelle wieder ein Programm erarbeitet. Foto: Meyer

Lassen sich nicht unterkriegen: Trotz der coronabedingten Erschwernisse haben (von links) Alexandra Richter, Angelika Lüken und Dorle Schnelle wieder ein Programm erarbeitet. Foto: Meyer

Der Lockdown hat auch das katholische Bildungswerk Löningen erfasst. Die Geschäftsstelle am Gelbrink wurde in dieser Woche geschlossen. Alle Mitarbeiterinnen befinden sich im Homeoffice. „Kurse können aber über das Internet gebucht werden“, sagt Dorle Schnelle.

"Manche Kurse mussten wir dreimal verschieben."Dorle Schnelle, Pädagogische Leiterin des Bildungswerks

Dass die Erwachsenenbildung im Südkreis trotz Corona bald wieder anlaufen soll, ist nicht zuletzt Schnelles Beharrlichkeit zu verdanken. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie ein neues Jahresprogramm erarbeitet. Für die 65-Jährige war es zugleich das letzte. Sie geht im März in den Ruhestand. In den 1970er Jahren war Dorle Schnelle als Referentin zum Bildungswerk gekommen. 1994 wechselte sie von Cloppenburg nach Löningen und übernahm dort die pädagogische Leitung. Ihre spannendste berufliche Zeit seien die Jahre 2015 und -16 gewesen, erzählt sie. Damals galt es nicht nur, die zahlreich nach Löningen kommenden Flüchtlinge unterzubringen, sondern gleichzeitig auch für ausreichend Deutschkurse zu sorgen. Das gelang und Schnelle erlebte eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Als die Flüchtlinge kamen, erlebte Dorle Schnelle eine Welle der Hilfsbereitschaft

Als Nachfolgerin rückt Alexandra Richter nach vorn, die bislang zusammen mit Angelika Lüken die Verwaltung „geschmissen“ hat. Die gelernte Industriekauffrau hatte das Bildungswerk erstmals durch ihre Teilnahme an den Eltern-Kind-Gruppen kennengelernt und vor zehn Jahren ein Jobangebot angenommen. Am 1. April übernimmt sie die Leitung des Hauses, in dem auch die Volkshochschule untergebracht ist. Wie ihr Start als pädagogische Leiterin verlaufen werde, kann Richter derzeit aber unmöglich sagen. Im vergangenen Jahr waren coronabedingt 89 Prozent aller Kurse ausgefallen. Die Mitarbeiterinnen verbrachten ihre Zeit hauptsächlich mit Telefonieren. „Das war sehr anstrengend. Manches Angebot mussten wir dreimal schieben“, berichtet Dorle Schnelle.

Erstmals hat das Bildungswerk ein komplettes Jahresprogramm erstellt

Ihr größtes Problem 2020 war die Beschaffung ausreichend großer Räume. „Bei uns im Haus ist es schnell zu eng und das Pfarrheim blieb leider die meiste Zeit geschlossen.“ Glücklicherweise durfte die Einrichtung die Löninger Schützenhalle und einen Gasthof in Böen nutzen. Am Ende wurde das meiste trotzdem abgesagt. Nun also ein neuer Anlauf. Erstmals hat das Bildungswerk ein komplettes Jahresprogramm erstellt. Die eigentlich für den Januar vorgesehenen Kurse sollen jetzt im Februar beginnen. Neben den seit Jahren etablierten Angeboten kommen einige Neuerungen hinzu. So können Interessierte jetzt unter anderem Niederländisch und Spanisch lernen, sich bei einem Imker über das Leben der Bienen informieren und an einem Fahrtraining teilnehmen. Der rund 90-seitige Katalog liegt auch online vor. Trotz des auch wirtschaftlich schwierigen Vorjahres wurden die Preise nicht erhöht.

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