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Neugestaltung des Dinklager Burgwald-Parkplatzes nahezu abgeschlossen

Jetzt müssen nur noch eine Informationstafel angebracht und eine Lampe aufgestellt werden. Letzteres soll innerhalb der nächsten 2 Wochen geschehen. Die Kosten insgesamt: 320.000 Euro.

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Freuen sich über ein gelungenes Projekt (v.l.): Dr. Wolfgang Krug, Antonius Haverkamp (beide LEADER Vechta), Dinklages Bürgermeister Carl Heinz Putthoff, Anne Miosga (Bauamt Dinklage), Alessia Meyenburg (Amt für regionale Landesentwicklung) und Schwester Johanna Wiese. Foto: Heinzel

Freuen sich über ein gelungenes Projekt (v.l.): Dr. Wolfgang Krug, Antonius Haverkamp (beide LEADER Vechta), Dinklages Bürgermeister Carl Heinz Putthoff, Anne Miosga (Bauamt Dinklage), Alessia Meyenburg (Amt für regionale Landesentwicklung) und Schwester Johanna Wiese. Foto: Heinzel

Es ist fast vollbracht. Die Schönheitskur des Burgwald-Eingangs in Dinklage ist bis auf zwei Details abgeschlossen. Jetzt fehlen nur noch eine Informationstafel zur Orientierung der Besucher und die Beleuchtung für die Sitzecke. Beides soll in den kommenden Wochen angebracht werden. 

Über das LEADER-Förderprogramm ist das Projekt finanziert worden; teilweise zumindest. Denn tatsächlich ist der Anteil der Stadt Dinklage immer teurer geworden. Ein Grund sind die Umweltsünden aus der Vergangenheit, die entdeckt wurden. Die Funde mussten schließlich sogar als Sondermüll eingestuft werden, erläutert Antonius Haverkamp von der LEADER-Geschäftsstelle. Aber: „Alle Schadstoffe sind nun raus“, sagt Anne Miosga vom Bauamt der Stadt Dinklage.

Baubeginn war am 11. August 2021. Die Planung übernahm das Büro Kolhoff Landschaftsarchitekten aus Vechta. Die Gesamtkosten belaufen sich nun auf etwa 320.000 Euro; ursprünglich sollten es 80.000 Euro sein. Die Fördersumme aus dem LEADER-Topf: 71.500 Euro.

Parkplatz ist jetzt mit Holzpflöcken umrahmt

Entstanden ist eine Sitzecke. Der Parkplatz ist erneuert worden: Über eine 25 Zentimeter dicke Schottertragschicht wurde eine 6 Zentimeter dicke, dynamische Schicht aus feinerem Material geschüttet. Das Ganze mit einem Einseitgefälle zum Burgwald hin. Dort erfolgt die Entwässerung über eine Sickermulde, womit das Niederschlagswasser im Wald bleibt. Der Parkplatz ist jetzt mit Holzpflöcken umrahmt. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer zu dicht an die Bäume heranfahren und dadurch das Wurzelwerk schädigen. Die Infrastruktur für eine E-Ladesäule ist gelegt. Ob sie tatsächlich aufgestellt wird, steht allerdings noch nicht fest. 

Das Kreuz am Eingang der Burgallee hat einen neuen Sockel mit der Inschrift Suche Frieden“ (auf Deutsch und in acht weiteren Sprachen) bekommen. Foto: HeinzelDas Kreuz am Eingang der Burgallee hat einen neuen Sockel mit der Inschrift „Suche Frieden“ (auf Deutsch und in acht weiteren Sprachen) bekommen. Foto: Heinzel

Zufrieden sind alle auch jetzt schon. Schwester Johanna Wiese von der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika auf Burg Dinklage lobt den Parkplatz, der sich optisch gut einfüge.  „Es ist in sich stimmig und klasse geworden“, sagt auch Dr. Wolfgang Krug, der Vorsitzende der LEADER-Region Vechta. Es sei ein Mosaiksteinchen im Rahmen der LEADER-Förderung, welche zusammengenommen ein schönes Gesamtbild ergeben würden. Mit Antonius Haverkamp verweist er dabei auf vorherige Projekte wie die Radwege von Burg zu Burg und entlang der alten Bahntrasse sowie den Mutweg an der Burg Dinklage.

Förderung können auch Privatpersonen beantragen

Hintergrund: Mit LEADER-Mitteln können Pflichtaufgaben einer Kommune nicht unterstützt werden, sagt Antonius Haverkamp. Diese seien nicht förderfähig. Für eine Kür aber könne um Unterstützung gebeten werden.

LEADER sei generell ein zweistufiges und niederschwelliges Förderprogramm. Basis für Anträge ist das Regionale Entwicklungskonzept (REK) von 2014. Derzeit wird das REK mit Blick auf die Förderperiode von 2023 bis 2027 überarbeitet.

Eine Förderung können sowohl private als auch öffentliche Personen beantragen. Über den Inhalt der Förderung entscheidet die Lokale Aktionsgruppe (LAG). Danach folgt die Prüfung und Bewilligung durch das Amt für regionale Landesentwicklung. Letztlich könne jeder im Landkreis Vechta einen Antrag stellen, meint Antonius Haverkamp. Bislang seien 57 Prozent der Anträge von öffentlichen Stellen eingereicht worden und 43 Prozent durch private Stellen – seien es Einzelpersonen oder Vereine. „Diese Möglichkeit ist oft der letzte Schubs, den es braucht, um etwas umsetzen zu können“, sagt Schwester Johanna Wiese mit Blick auf den Mutweg.

Die Förderung liegt bei 50 Prozent der Projektsumme, aber maximal 100.000 Euro. Für die jetzt zum Ende des Jahres auslaufende Förderperiode, welche 2014 begann und 2020 um 2 Jahre verlängert wurde, standen insgesamt 2.380.000 Millionen Euro zur Verfügung. Dinklages Bürgermeister Carl Heinz Putthoff sieht die LEADER-Fördermöglichkeiten sehr positiv. Dadurch könnten Kommunen über Maßnahmen nachdenken, die sonst kaum eine Chance hätten. 

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