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Neues Oberstufenhaus am Gymnasium Lohne wird deutlich später fertig

Die Corona-Pandemie verzögert die Fertigstellung um etwa 10 Monate. Die Einweihung ist nun im Juni. Immerhin: Der Finanzplan geht auf. Der Landkreis investiert 11,625 Millionen Euro in den Neubau.

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Ein kostspieliges Bauvorhaben: 11,625 Millionen Euro investiert der Landkreis Vechta in die Erweiterung des Gymnasiums Lohne. Foto: Timphaus

Ein kostspieliges Bauvorhaben: 11,625 Millionen Euro investiert der Landkreis Vechta in die Erweiterung des Gymnasiums Lohne. Foto: Timphaus

Eigentlich sollte in dem Neubau am Möhlendamm längst das schulische Leben toben. Doch stattdessen werkeln weiter Handwerker an dem neuen Oberstufenhaus des Gymnasiums Lohne. Wie der Landkreis Vechta als Bauherr und Schulträger auf Anfrage mitteilt, konnte der Fertigstellungstermin zu Beginn des Schuljahres 2021/22 aus mehreren Gründen – vor allem aber wegen der Corona-Pandemie – nicht eingehalten werden. 

Aus dem Vechtaer Kreishaus heißt es, dass aufgrund von Lieferengpässen bei Holz, Stahl, Dämmmaterial, Wandbekleidungen, Beschlägen, Türen und Beleuchtung und dadurch bedingte Verzögerungen immer wieder Zeitpläne nicht eingehalten wurden und die Gewerke neu aufeinander abgestimmt werden mussten. Des Weiteren seien Handwerker aufgrund von Corona-Erkrankungen und Quarantänen nicht immer einsatzbereit gewesen. "Wegen dieser Durchkreuzung der Planketten mussten die Bauzeitenpläne leider immer wieder nach hinten verschoben werden."

Wie der Landkreis mitteilt, soll das Oberstufenhaus nun Anfang Juni fertiggestellt und mit einer Einweihungsfeier im selben Monat der Schulgemeinschaft feierlich übergeben werden. Ebenso sei ein Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit vorgesehen. "Die Planungen hierzu beginnen in Kürze."

Es handelt sich um eines der kostspieligsten Bauprojekte in der Geschichte des Landkreises

Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums hat laut Auskunft des Landkreises "immer mit großem Verständnis und Geduld auf die Bauverzögerungen reagiert und kreativ Lösungen geschaffen". Kreissprecher Jochen Steinkamp verweist darauf, dass zu einigen Zeiten kein Präsenzunterricht beziehungsweise nicht in voller Klassenstärke erteilt worden sei – an dieser Stelle erwies sich die Krise durchaus als Vorteil. "Dadurch wurden in diesen Zeitfenstern nicht so viele Räumlichkeiten benötigt."

Immerhin: Auf den Finanzplan hat sich die Verspätung offensichtlich nicht ausgewirkt. "Der Kostenrahmen konnte bisher eingehalten werden", heißt es. Der Landkreis kalkuliert weiter mit einer Investitionssumme von 11,625 Millionen Euro. Es handelt sich somit um eines der kostspieligsten Bauvorhaben in der Geschichte des Landkreises.

Die "gemeinsame Mitte" soll nicht nur als Pausen-, sondern auch als Lernzone fungieren

Das Herzstück des Neubaus mit 18 Klassenzimmern sowie 9 Differenzierungsräumen ist ein Innenhof mit vorgelagerten Balkonen und einem Hausbaum. Die Arbeitsgemeinschaft der Architekten Henrike Thiemann (htarchitektur) und Bernard Sackarnd (Sackarnd Architekten) aus Münster, die für den Entwurf verantwortlich zeichnet, stellt sich die "gemeinsame Mitte" nicht nur als Pausen-, sondern auch als Lernzone vor, die Einzel- und Gruppenarbeit auf vielfältige Weise zulässt und fördert.

Der dreigeschossige Komplex ist über ein zweigeschossiges Foyer mit den Bestandsgebäuden verbunden. Das Foyer kann künftig für Theateraufführungen oder andere (Schul-)Veranstaltungen genutzt werden. 

Es handelt sich in vielerlei Hinsicht um ein grünes Bauprojekt. So können laut Auskunft der Architekten mittels Geothermie-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage etwa 70 Prozent des Energiebedarfs gedeckt werden. Die Technik soll außerdem im Sommer zur Kühlung des Gebäudes genutzt werden. Zu Baubeginn ging der Landkreis von Einsparungen bei den Energiekosten in Höhe von 28.000 Euro jährlich aus. Und: Mit der Energie aus der Tiefe lassen sich pro Jahr 94.000 Kilogramm CO2-Äquivalente einsparen. Des Weiteren erhält das Foyer ein Gründach und die Entwässerung auf dem Parkplatz erfolgt über Sickermulden.

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