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Neues Böseler Begegnungszentrum ist bald bezugsfertig

Die rund 600 Quadratmeter Nutzfläche sollen auch nicht kirchlichen Vereinen und Institutionen zur Verfügung stehen. Digitalisierung gehört zu den zentralen Themen bei der Ausstattung.

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Großzügig: Pfarrer Stefan Jasper-Bruns in der neuen Bücherei. Fotos: Claudia Wimberg

Großzügig: Pfarrer Stefan Jasper-Bruns in der neuen Bücherei. Fotos: Claudia Wimberg

Die Außentür öffnet sich bereits automatisch, der Touchscreen des digitalen Schaukastens zeigt dagegen noch eine Fehlermeldung an. Der Anschluss ans Netz gehört jedoch nur noch zu Kleinigkeiten, die von Fachfirmen im und am neuen Böseler Begegnungszentrum der St.-Cäcilia-Gemeinde zurzeit erledigt werden. Pfarrer Stefan Jasper-Bruns öffnet per Transpondersystem die Seitentür und lädt zum Rundgang durch die neuen Räume ein.

Die Ausstattung überzeugt durch Funktionalität, schlichte Eleganz und Natürlichkeit. Die Gebäudetechnik leistungsstark und ganzheitlich. „Zeitgemäß, aber nicht überkandidelt“, fasst es der Geistliche zusammen, der vor allem die Flexibilität hervorhebt. So kann beispielsweise aus drei Räumen per Schiebeelement ein 150 Quadratmeter großer Saal werden. Die Stühle sind allesamt stapel- und die Tische klappbar, sodass das Mobiliar bei Bedarf schnell verstaut werden kann. Für die jungen Leute gibt es einen eigenen lichtdurchfluteten Bereich mit Sesseln, Sofas und somit Wohlfühlatmosphäre. Eine kleine Küchenzeile ist eingebaut und durch die Glastür geht es direkt in den Außenbereich mit Schatten spendendem „Bierbaum“, der zu den noch anzulegenden Anlagen gehört.

Förderung auch über Programm Dorferneuerung 

Das Gelände direkt neben dem St.-Raphael-Kindergarten wird eingezäunt, „ein kleines Tor ermöglicht es aber den Kindern, ohne Umwege ins Begegnungszentrum zu kommen“, kündigt Jasper-Bruns an. Entlang der behindertengerechten sanitären Anlagen führt der Weg weiter in die große und öffentlich genutzte Küche. „Im Gegensatz zum alten Pfarrheim mit einem Herd ausgestattet, damit Kochabende möglich sind“, stellt der Pfarrer vor. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass das Haus über die Dorferneuerung gefördert wird, soll es auch nicht kirchlichen Gruppen und Institutionen, wie Bildungswerk oder Gemeindejugendring, zur Verfügung stehen und „quasi als Dorfgemeinschaftshaus Begegnung ermöglichen“, so Jasper-Bruns.

Vielseitig nutzbar: die Räume sind je nach Treffen teilbar.Vielseitig nutzbar: die Räume sind je nach Treffen teilbar.

Digitalisierung ein zentrales Thema: Anschlussstellen für elektronische Geräte gibt es in Decken Böden und Wänden. „Und wir möchten die Möglichkeiten auch auf andere Gebäude und die Kirche ausweiten“, informiert der Pfarrer. Als Vertreter des Bauausschusses, besetzt mit Mitgliedern des Pfarreirates, des Kirchenausschusses und des Pastoralteams, hat er sich mit der Gruppe im Vorfeld Pfarrheime und Zentren in der Region angeschaut und „wir haben das Beste für uns vereint“. Die Entscheidung, die rund 600 Quadratmeter Nutzfläche ausschließlich ebenerdig geplant zu haben, sei im Hinblick auf völlige Barrierefreiheit bewusst gefallen.

Aus zwei mach eins, heißt es für die Böseler Büchereien, denn ebenso wie die katholische öffentliche, die noch ein paar Meter weiter an der an der Fladderburger Straße beheimatet ist, wird auch die Heimatbücherei aus dem Rathaus in den Neubau gegenüber ziehen. Mobile Regale sind dort ebenso wie gemütliche Sessel und grasgrüne Sitzhocker schon gestellt. Bis auf Bauanleitungen im Zeitschriftenstand ist ansonsten zwar noch keine Lektüre vorhanden, aber das soll sich bald ändern.

Die Eröffnung des Begegnungszentrums terminiert die Kirchengemeinde für Mai/Juni. Eine Feier mit Weihbischof Wilfried Theising soll es dann nach der Pandemie geben. Insgesamt ist der Bau mit einem Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro verbunden. Vom Offizialat fließen Zuschüsse von 700.000 Euro und aus dem Programm Dorferneuerung 513.000 Euro.

Die Gemeinde Bösel beteiligt sich mit 150.000 Euro und das Eigenkapital beträgt ebenfalls 150.000 Euro. Für Jasper-Bruns „ein umsichtig gestalteter Bau, mit dem wir eine Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte geschaffen haben.“

Neu gepflastert: die Fläche  vor dem neuen Begegnungszentrum.Neu gepflastert: die Fläche vor dem neuen Begegnungszentrum.

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